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Kraut und Rüben

Ich stand ganz galant am Bahnhof und verstand: Nichts.

Diese Welt ist wirr, groß und unüber­schau­bar. Hört mir zu, Leserin­nen und Leser: Time for Perspek­ti­verwei­te­rung! Aktiv und provo­kant! Voller Attri­bu­tion chunke ich meine Hot Cogni­ti­ons und Beliefs in den Busch. Peng! Mein Jetzt-Filter schreit nach Reframing. Ich benötige dringend ein paar Kompli­mente und eine Aufstel­lung über die zirku­lä­ren Fragen meines leeren Stuhls. Herrje, da schleicht ein persi­flier­tes Weltbild herbei und ruft: Ich stand! ganz galant! am Bahnhof und verstand! Nichts! Nichts!! Nichts!!!

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Musik

Die besten Songs für einen Sonntagmorgen (37)

The Sundays – „Here’s Where The Story Ends“

Heute eine Band, die auch vom Namen her perfekt zum Sonntag paßt: The Sundays aus Bristol im Verei­nig­ten König­reich. Gegrün­det Mitte der 80er Jahre, immer gern mit den Cocteau Twins oder gar The Smiths vergli­chen, und das gar nicht mal zu Unrecht. Der Song stammt vom 1990er Debüt­al­bum „Reading, Writing, and Arith­me­tic“: Here’s where the summer the story ends. Es ist recht frisch draußen.

Alle Sonntamorgen-Songs als kosten­lo­ser on-demand-Free-Filesharing-Hokuspokus zum unver­bind­li­chen Reinhö­ren, Reinschauen und Reinset­zen hier!



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Kraut und Rüben

Pyjamaparty

Mal ehrlich: Sowas tragen doch – von Kindern mal abgese­hen – nur Männer mit Ödipus-Komplex, Frauen mit mädchen­haf­tem Gemüt oder Perverse. Können Frauen eigent­lich auch einen Ödipus-Komplex haben und wenn ja, wie heißt er? Egal, eines steht zweifels­frei fest: Schnuf­fel­chen liebt Puffel­chen.


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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Zuhause in der DDR

So haben wir uns einge­rich­tet: Das DDR-Zuhause-Buch

Gut 20 Jahre ist sie nun vorbei, die Zeit der Sprelacart-Tische, der geschmie­de­ten Raumtei­ler und der in Fichte-Paneel verklei­de­ten Wohnungs­flure. Vorbei auch die Zeit der freiste­hen­den Badeöfen, des Linole­ums und der Gardi­nen mit großflä­chi­gen Blumen­mus­tern in aschgrau. Wer einen kleinen nostal­gi­schen aber nie verklä­ren­den Ausflug in die Wohn- und Lebens­kul­tur der DDR machen will, sollte den Buchhänd­ler seines Vertrau­ens mit einem Besuch beehren: Am 20. Septem­ber erscheint im Eulenspiegel-Verlag ein Buch bzw. Bildband unter oben genann­tem Titel.

In der Buchbe­schrei­bung des Verla­ges heißt es: Formge­stal­tung, Modebe­wusst­sein, Kochkünste, Freizeit in den eigenen vier Wänden. Dieses Buch lässt halbver­ges­sene Erinne­run­gen an das Alltags­le­ben zur DDR-Zeit wieder leben­dig werden. Dazu kommen Infor­ma­tio­nen zur Entste­hungs­ge­schichte der Gebrauchs­gü­ter, zur Versor­gungs­po­li­tik mit Waren des tägli­chen Bedarfs, Schil­de­run­gen von DDR-typischen Verwen­dun­gen, kuriose Begeben­hei­ten, Bezeich­nun­gen im Volks­mund, Volks­wit­ze­leien. Auch klein­so­zia­lis­ti­sches Besitz­stre­ben und andere »überwin­dens­werte Erschei­nun­gen« werden gegei­ßelt. Zum Beispiel: Wie meine Frau die Datsche zur Zweit­woh­nung ausstat­tete. (Quelle)

Im großen und ganzen bietet das Buch einen empfeh­lens­wer­ten und erhei­tern­den Blick in unsere Kinder­zim­mer und die Küchen unserer Mütter. Zur Einstim­mung und Begut­ach­tung ein paar meiner persön­li­chen Lieblings­bil­der, die mich einer­seits zwar schmun­zeln lassen, anderer­seits aber auch eine gewisse Wertschät­zung für unsere heutige Wohn- und Lebens­kul­tur fördern. Es geht doch nix über Wasser­hähne aus echtem Metall (statt Plastik) und Tische aus echtem Holz (statt Press­spä­nen). Gute Unter­hal­tung.



Erschei­nungs­da­tum: 20. Septem­ber 2009
192 Seiten
ISBN 978–3‑359–02244‑2
19.90 EUR

© Alle Bilder in diesem Artikel Eulenspiegel-Verlag bzw. die jewei­li­gen Fotogra­fen.

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Kraut und Rüben

Lonely Ackermann

Das bisher einzige Wahlpla­kat in unserer Straße. Niemand wagt sich hierher, an das Ende der Welt. Verges­sen und abgeschrie­ben vegetie­ren wir in unseren Inzest­dör­fern als Hasen­schar­ten im Trach­ten­kleid. Einzig FDP-Mann Jens Acker­mann erscheint in papier­nem Antlitz und verspricht: „Arbeit muß sich lohnen.“

(Klick für Fünf-Prozent-Hürde)


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Kraut und Rüben

Heute vor 20 Jahren (2)

Heute vor 20 Jahren: In Budapest erhal­ten 108 Bürger der DDR, die sich in der Botschaft der Bundes­re­pu­blik aufhal­ten, durch die ungari­sche Regie­rung als einma­lige humani­täre Aktion die Ausrei­se­er­laub­nis in den Westen.

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Klare Ansage

Klare Ansage. Inhalt­lich einwand­frei, typogra­fisch ist noch Luft nach oben.

(Ankli­cken zum Vergrö­ßern)

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Looks like an Initiativbau

I like to talk Kauder­welsch and I like to take photos of the Reste of the unter­ge­gan­gene GDR. Feel free to schmeiß some Blicke and don’t forget to click on each bildchen to make it größer. Zänk ju and have a nice week!

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