Monat: Januar 2010

Die besten Songs für einen Sonntagmorgen (54)

Ball­boy — “I hate Scotland”

Дружба Kom­so­molzen! Jeden Son­ntag ver­spreche ich euch das Blaue vom Him­mel, den Song aller Songs, das absolute, ulti­ma­tive, unglaubliche und einzi­gar­tige Liedgut! Hier ist es nun endlich (mal wieder): Granaten­starkes Mon­ster von einem Song — hyp­no­tisch, treibend, angedüstert und saugut. Sowas hört man nur alle Jubel­jahre! Laut guck­en und unbe­d­ingt den ein­fachen, aber sehr aus­sagekräfti­gen und feinen Text beacht­en. Für den-schot­tis­chen-Akzent-Nichtver­ste­her wie mich gibt’s hier die Abschrift.

Kosten­los­er legaler Down­load des Songs hier. Ins­ge­samt behört, erscheint mir das Schaf­fen von Ball­boy eher durchwach­sen, hört selb­st — weit­ere kosten­lose Down­loads von Ball­boy gibt’s auf der Web­site der Band.

Alle Son­ntag­mor­gen-Songs als kosten­los­er on-demand-Free-File­shar­ing-Hokus­pokus zum unverbindlichen Rein­hören, Rein­schauen und Rein­set­zen hier!



Geistesblitz (2)

Ich ver­ste­he nicht, warum ger­ade bei diesen Wit­terungs­be­din­gun­gen soviele Pflüge gestrichen wer­den. Ist die Malerei bei Plus­graden nicht angenehmer?!

English for Runaways (Englisch für Fortgeschrittene)

Unsere gute alte Tante mdr mal wieder: Einen fet­ten Opern­ball für die neufün­fländis­che A‑Prominenz aus­richt­en, aber an einem pro­fes­sionellen Simul­tan-Dol­metsch­er for LaToya Jack­son sparen. Stattdessen muß der Haus­meis­ter ran. Der jedoch säch­selt ein wenig, ver­ste­ht offen­sichtlich nur die Hälfte und über­set­zt diese dann auch noch falsch. Sehen und lachen Sie selbst:

Danke an CC für den fre­undlichen Hinweis.

Wenn der Mensch geht, kommt der Wolf

Liebe Kostverächter,

mein Name ist Gun­nar Roß und ich war einst Tor­pe­do-Ver­ant­wortlich­er auf der U‑723. Das ist keine U‑Bahn-Lin­ie, son­dern ein Unter­see­boot. Ein Boot, das auf­grund inge­nieurtech­nis­chem Irrsinns unter dem Wass­er fahren kann. Boote haben zwar keine Räder, aber man sagt trotz­dem “fahren”. Das gle­iche gilt für Heißluft­bal­lons, auch die wer­den “gefahren”. Allerd­ings nicht unter Wass­er son­dern in der Luft. Sagt ja der Name schon, Heißluftbal­lon. Würde ein Heißtluft­bal­lon unter Wass­er fahren kön­nen, würde er wahrschein­lich “Heißwasser­bal­lon” heißen. Heißwasser­bal­lons aber kön­nen nicht fliegen, da Wass­er recht schw­er ist.

1 Liter Wass­er wiegt unge­fähr ziem­lich genau 1 kg. Das sind 1000 Gramm. 1000 Gramm sind kein Pap­pen­stiel, das merkt jed­er, der sich ein­mal vorn­immt, 1000 Gramm an Kör­pergewicht zu ver­lieren. Dazu bieten sich ver­schiedene Möglichkeit­en an, so zum Beispiel eine Diät oder bess­er noch gesunde Ernährung. Gesunde Ernährung beste­ht aus einem Haufen Zeuchs, welch­es zwar nicht schmeckt, dafür aber sehr gesund ist. Wie z. B. der Kohl, die Erb­se, der Apfel, die Mohrrübe oder auch das Vol­lko­rn­brot. Davon kann man soviel essen, wie man möchte. Man wird ein­fach nicht dick. Es sei denn, man trinkt zu jedem Apfel 3 Flaschen Cola. Dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Cola enthält viel Zuck­er, wieviel genau kann ich ger­ade nicht sagen. Aber es ste­ht irgend­wo im Inter­net. Wenn Sie es genauer wis­sen wollen, kann ich da mal nach­forschen. Ich habe sehr gute Verbindun­gen ins Inter­net. Schnell sind sie auch, meine Verbindun­gen. Fach­frau und Fach­mann wis­sen sich­er Bescheid, wenn ich die Buch­staben D, S und L in die Runde werfe. Mit Buch­staben sollte man aber nicht zu häu­fig wer­fen, son­st geht das Alpha­bet kaputt. Und was wären wir ohne das Alpha­bet? Ein Haufen Anal­pha­beten, bar jed­er Aus­drucksmöglichkeit! Eine Hor­ror­vorstel­lung, auf die ich gar nicht näher einge­hen möchte!

Genau­so wenig, wie ich einge­hen möchte, möchte ich zum The­ma kom­men. Wie Sie sicher­lich schon gemerkt haben, hangelt sich dieses Pam­phlet von einem Stich­wort zum näch­sten. Es gelingt mir nicht, mich auf ein The­ma zu konzen­tri­eren. Konzen­tra­tionss­chwierigkeit­en sind die Geißel unser­er mod­er­nen, flachgek­loppten Zeit. Es gibt viele Kinder mit Konzen­tra­tionsstörun­gen. Früher gal­ten jene als Zap­pel­phillip, heute hinge­gen sind sie ADHS-Patien­ten bei Ner­ve­narzt Dr. Mabuse. Schuld ist nur das Inter­net, das Pri­vat­fernse­hen und Onkel Gui­do vom Mövenpick-Club.

Falls auch Sie, liebe Leserin­nen und Leser, unter Konzen­tra­tionss­chwierigkeit­en lei­den, empfehle ich Ihnen fol­gen­des: Schal­ten Sie Ihren Fernse­hap­pa­rat aus, ziehen Sie den Inter­net-Steck­er und zer­schla­gen Sie Ihren Com­put­er mit ein­er han­del­süblichen Stre­itaxt in zehn­tausend hüb­sche kleine Trüm­merteile. Greifen Sie dann zu einem Buch, kochen sich eine Tasse hanebüch­enen Origa­mi-Tee und lüm­meln Sie sich mit abnorm ver­dreht­en Glied­maßen in Ihren Ohrens­es­sel. Sie wis­sen schon, daß gute alte Stück von Opa. Jenen Ses­sel, den Ihnen Onkel Gün­ther gnädi­ger­weise aus seinem Erbteil über­lassen hat. Weil Sie ja nicht berück­sichtigt wur­den, damals, als Opa das Zeitliche seg­nete… Warum das so war, fra­gen Sie sich am besten selb­st. Ich bin immer­hin kein Fach­mann und außer­dem nicht Ihr Psy­chologe. Die Dinge, die unaus­ge­sprochen an Ihre Ahnentafel genagelt sind, die klären Sie mal schön selb­st. Aber vor­erst entspan­nen Sie sich bitte so wie oben vorgeschlagen.

Bitte beherzi­gen Sie meine weisen Ratschläge, denn lei­der muß ich Sie fürs Erste schon wieder ver­lassen, liebe Leserin­nen und Leser. Es fährt ein Zug nach Nir­gend­wo und ich habe kein Bil­let. Brauch ich aber auch nicht, ich bin näm­lich der Schaffner!

Schal­ten Sie näch­ste Woche wieder ein, dann bin ich von mein­er Reise zurück und habe sicher­lich das ein oder andere The­ma im Gepäck!

Her­zliche Grüße,
Ihr Gun­nar Roß