Fünf Kaffeemaschinen (B‑Seite)

35 lange Jahre währt die Regent­schaft des Schlecker-Imperiums nun schon. Aus Anlaß der Feier­lich­kei­ten hat man sich in der Chefetage entschie­den, ein paar Preise unters Volk zu werfen. Entge­gen jedem Zeitgeist und pro gesun­dem Menschen­ver­stand entschie­den sich die Herren aus der obers­ten Etage für die Verlo­sung von 5 formschö­nen Kaffee­ma­schi­nen. Kein überteu­er­ter Gadget-Sondermüll mit Milch­auf­schä­um­funk­tion, Espresso-Taste und Internet-Anbindung; nein, es gibt richtig schöne echte ganz ordinäre Kaffee­ma­schi­nen zu gewin­nen. Ich spreche dieser Reduzie­rung auf das Wesent­li­che ganz entschie­den meine wohlwol­lende Billi­gung aus! In grenzen- und schran­ken­lo­sen Zeiten wie diesen, sollten wir wieder lernen uns über die kleinen Dinge des Alltags zu freuen und kleinere Brötchen backen (bzw. kleinere Tässchen kochen…). Ursprüng­lich­keit, Sachlich­keit und das Überden­ken des eigenen Anspruchs und Bedarfs – das sollen die Schlag­worte sein – im Schlecker-Imperium wie anderswo! Bravo!

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12 Kommentare

  1. Mein gelieb­ter Schle­cker. Dieser wohlklin­gende Name..ein tolles Unter­neh­men mit Reduk­tion aufs Wesent­li­che, denn das ist ja, wie wir wissen oft für das Auge unsicht­bar. Da führt ein Angestell­ter fast im Allein­gang seine kleine sehr sparta­ni­sche Filiale, Räumlich­kei­ten und Interi­eur stammen ebenfalls meistens noch aus dem Gründer­jahr, auf die Toilette wird während der Arbeits­zeit nicht gegan­gen. Die Liefe­rung muss ja einsor­tiert, Preise ausge­zeich­net, drängelnde Kunden abkas­siert, neben­bei noch Bestel­lun­gen für den Schle­cker Katalog entge­gen genom­men, eventu­elle Überfälle verei­telt und die Auslage frisch bestückt werden. Und das alles traut Schle­cker einem Angestell­ten zu. Ein Unter­neh­men nach meinem Geschmack-da zählt der Einzelne-und zum Dank gibts das Lebens­wich­tigste Utensil überhaupt. Denn was wäre ich ohne ein Tässchen Kaffee. Schle­cker weiss, was Kunden wollen.

  2. Nun seit doch nicht so böse, weiß doch jeder das der arme Adolf Schle­cker am Hunger­tuch nagt da kann der sich nicht so einen großen Aufmarsch leisten wie ihr alle wollt.…also echt!

  3. @Jule Der Schle­cker bei uns um die Ecke ist neulich erst überfal­len worden. Vermut­lich war die Verkäu­fe­rin wider­recht­lich auf der Toilette, sonst wäre es bestimmt nie soweit gekom­men.

    In der Presse­mel­dung stand aller­dings nichts darüber, ob Kaffee­ma­schi­nen entwen­det wurden.

  4. @Miss Raten, jedes­mal wenn ich die Filiale um die Ecke betrete sehe ich das prüfende gesicht der armen Verkäu­fe­rin, die wahrschein­lich immer damit rechnet das jetzt ihr letztes Stünd­lein geschla­gen hat und ich ihr mit meiner Tasche eins überziehe und das gesamte Handcreme­sor­ti­ment raube. Die Armen!

  5. Sehr geschäf­tig, der Herr !

    Wie viele Daten­sätze werden da wohl zum Preis von 5 Kaffee­ma­schi­nen raussprin­gen?
    (Sind zwar mMn „nur“ Daten­sätze von Hartz IV-Beziehern, aber dieses Wissen kann ja auch schon bares Geld wert sein)

    just my 2 ct
    m

  6. Im schwer reichen hochherr­schaft­li­chen Köln zu Wittgen­stein Salm Faber Castell Ziegen­bock und Blumen­wa­gen ebenfalls. Vorzugs­weise alte Damen mit der komplet­ten Rente im Geldbeu­tel, dass sie bereits am 1. des Monats komplett abheben und mit Zitro­nen­rolle bei Kondi­tor Wahlen und Gebiß­rei­ni­ger, Lilaspü­lung für die dauer­welle sowie Melitta kaffee verpras­sen.

  7. Im Süden ist eher der DM wohl frequen­tiert, was auch daran liegen könnte das man da zwischen den Regalen soviel Platz hat das 2 (Z‑W-E‑I) Leute anein­an­der vorbei laufen können. HoHo, der dekadente Süden eben :mrgreeen:

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