Monat: August 2010

Die geschworenen Jungfrauen von Albanien

In Alban­ien gibt es Frauen, die auf­grund eines ural­ten Rit­us in ein­er männlichen Iden­tität leben. Die Gründe dafür sind unter­schiedlich. Einige nehmen die Posi­tion ver­stor­ben­er Brüder oder Väter ein. Andere entschei­den sich in ein­er archais­chen Gesellschaft, in der Frauen tra­di­tionell eine unter­ge­ord­nete Rolle spie­len, bewusst für das priv­i­legierte Leben in ein­er männlichen Rolle. Solange der Schwur der ewigen Jungfrauen­schaft einge­hal­ten wird, akzep­tiert die Gesellschaft dies.

Diese so genan­nten “geschwore­nen Jungfrauen”, in der Lan­dessprache “Bur­rne­sha” genan­nt, wer­den in den Fam­i­lien geachtet und erhal­ten den Sta­tus von Män­nern. Sie leis­ten Män­ner­ar­beit, klei­den und ver­hal­ten sich wie Män­ner. Die “Sworn Vir­gins” füllen ihre Rolle so per­fekt aus, dass sie im Laufe der Zeit außer­halb der Fam­i­lie nicht mehr als Frauen erkan­nt wer­den. Nicht nur ihre innere Ein­stel­lung ändert sich, auch ihre Phys­iog­nomie. Mit den Jahren geht die Frau in ihnen ver­loren. Diese Tra­di­tion ist das einzig bekan­nte Beispiel für einen insti­tu­tion­al­isierten Geschlechter-Rol­len­wech­sel in Europa. (unter teil­weis­er Ver­wen­dung dieser Quelle)

Die 1977 in Bul­gar­ien geborene und in Ham­burg lebende Fotografin Pepa Hris­to­va hat die “Sworn Vir­gins” in Alban­ien fotografiert.

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alle Fotos © Pepa Hristova

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Wenn SIE kom­men und bei euch klin­geln, holt sicher­heit­shal­ber schnell die Pix­el­balken raus … Gut ist, daß SIE mit den Großstädten anfan­gen, und davon sind im Osten meines Wis­sens nur Leipzig und Dres­den betrof­fen. Aber eines Tages wer­den SIE ganz sich­er auch bis nach Grop­pen­dorf, Schack­ensleben und Ack­endorf vor­drin­gen und dann bin ich gewapp­net, weil vorgewarnt.


(via Gorsvet)