web analytics

Monat: Februar 2011

Ein Beitrag, der nur aus Redewendungen besteht

Heute: Redewen­dun­gen mit H

Meine Frau Hilde und ich hatten Hunger. Wir waren so ausge­hun­gert, daß wir die Haare in der Suppe suchten. Wir fanden mehr, als wir auf den Zähnen hatten – und das will was heißen! Der Hafer stach uns anschlie­ßend sehr. Das tat zwar weh, aber es krähte kein Hahn danach. Nicht mal der Hahn im Korb. Als wir aufge­ges­sen hatten, machten wir erstmal halblang. Hals- und Beinbruch, so dachte ich bei mir, sind ja ganz schön tödlich. Also lieber nicht Hals über Kopf die Hammel­beine langzie­hen, sondern immer schön langsam mit einer Hand die andere waschen. Oder am besten beide Hände gleich­zei­tig in Unschuld; dann kann man sie hinter­her auch schön ins Feuer legen. Ja, meine Gedan­ken hatten Hand und Fuß! Mit erste­rer griff ich dann auch gleich zum Handtuch, um es zu werfen. Im Handum­dre­hen pfuschte mir das frisch gewor­fene Handtuch ins Handwerk. Mit Hängen und Würgen brachte mich die ganze Situa­tion langsam aber sicher in den Harnisch. Dabei bin ich sonst so kuhl wie Hansdampf in allen Gassen! Jetzt aber lag der Hase im Pfeffer und wußte von nichts! Es wird Zeit, daß ich unter die Haube komme. Nur, das Hilde das ja nicht erfährt! Ich würde Haus und Hof verspie­len und könnte nie wieder wie der Hecht im Karpfen­teich auf der faulen Haut liegen! Hier zog es mittler­weile wie Hecht­suppe, aber das stört mich nicht. Ich hielt das Heft fest in der Hand und leuch­tete mir selbst heim. Mein letztes Hemd hat keine Taschen, also machte ich mir keine Sorgen und auch nicht in selbi­ges. Denn wer bei Hempel unterm Sofa wohnt, der steht praktisch schon kurz vor der Henkers­mahl­zeit. Bei diesem Gedan­ken rutschte mir vor Schreck das Herz in die Hose. Wer mich kennt weiß, daß ich aus meinem Herzen keine Mörder­grube mache. Lieber schwebe ich im siebten Himmel oder gerate ins Hinter­tref­fen. Niemand kann auf zwei Hochzei­ten tanzen, aber man kann wenigs­tens versu­chen, jeman­dem mal den Hof zu machen. Holzauge sei wachsam, denn sie hat wirklich viel Holz vor der Hütte! Auf dem Holzweg gehen und dann Hopfen und Malz verlie­ren, das hat fast etwas von einem Hornber­ger Schie­ßen! Gehörnte Ehemän­ner – da weiß man gleich: Da hat Sie die Hosen an! Wer macht denn schon seine Hosen mit der Kneif­zange zu? Ich geh nun rasch ein Hühnchen rupfen, hab schon richtig Hummeln im Hintern! Ich sattele die Hühner und komme nun endlich auf den Hund! Helau!

Das blöde Orchester

Acht ebenso lange wie entbeh­rungs­rei­che Jahre hat der Dirigent und Kompo­nist Michael Peter­mann für die Beschaf­fung, Anord­nung und Program­mie­rung seines Blöden Orches­ters gebraucht. Nunmehr ist das Werk komplett und so verwan­deln sich rund 200 histo­ri­sche Staub­sauger, Mixer und Wasch­ma­schi­nen in Musik­in­stru­mente. Der Name des Ensem­bles: Das Blöde Orches­ter. Wer das Orches­ter einmal live erleben möchte, hat noch bis zum 30. April im Hambur­ger Museum für Kunst und Gewerbe die Gelegen­heit. Ob Frack­zwang besteht, wurde nicht überliefert.

Zdeněk Miler zum 80.

Zdeněk Miler wird heute 80 Jahre alt. Miler begann 1936 ein Studium an der staat­li­chen Graphik­schule in Prag-Smíchov und studierte anschlie­ßend von 1939 bis 1942 Photo­gra­phie und an der Kunst­ge­wer­be­schule ebenda. 1942 begann er seine Arbeit im Zeichen­trick­stu­dio Baťa in Zlín. Dort lernte er die wichtigs­ten prakti­schen handwerk­li­chen Fähig­kei­ten und spezia­li­sierte sich auf Anima­ti­ons­filme. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte er zu der Zeichen­trick­firma „Bratři v triku“ und arbei­tete zunächst als Zeich­ner, Regis­seur und Autor. Später wurde er deren Direktor.

Miler entwi­ckelte etwa 70 Filme. In ungefähr 50 von ihnen spielt seine bekann­teste Figur, der kleine Maulwurf, die Haupt­rolle. Die Idee dazu kam ihm, als er 1956 den Auftrag bekam, eine Geschichte für Kinder zu verfil­men. Da ihm das Drehbuch nicht gefiel und er sehr stark von Walt Disney-Filmen beein­flusst war, suchte er nach einem Tier, welches die Leitfi­gur in dem Film überneh­men könnte. Später sagte er, dass er bei einem Spazier­gang über einen Maulwurfs­hü­gel stolperte und ihm dadurch die Idee kam, den Maulwurf als seine Figur zu verwen­den. 1956 entstand dann auch der erste Film Wie der Maulwurf zu seiner Hose kam (Jak krtek ke kalhot­kám přišel), der einen Silber­nen Löwen in Venedig gewann. Anfangs hat der Maulwurf noch gespro­chen. Da Miler aber wollte, dass sein Maulwurf überall in der Welt verstan­den wurde, verlieh er ihm später nur noch kurze Ausrufe, um seine Gefühle auszu­drü­cken. Dabei verwen­dete er die Stimmen seiner Töchter. Diese waren es auch, die die Filme zuerst zu sehen bekamen und als Tester den Film sehen durften. So konnte Miler sehen, ob seine Botschaft auch bei den Kindern ankam.

Gleich von Beginn an war der Maulwurf in der Tsche­cho­slo­wa­kei ein großer Erfolg und heute ist der Maulwurf in über 80 Ländern zu sehen. Die Sendung mit der Maus sendet seit 1972 regel­mä­ßig Folgen vom Maulwurf. (Quelle)

Die besten Songs für einen Sonntagmorgen (99)

Sigur Rós – „við spilum endalaust“

(via Schat­ten­krie­ger)

Alle Sonntagmorgen-Songs als kosten­lo­ser on-demand-Free-Filesharing-Hokuspokus zum unver­bind­li­chen Reinhö­ren, Reinschauen und Reinset­zen hier!



Die besten Songs für einen Sonntagmorgen (98)

Tocotro­nic – „Pure Vernunft darf niemals siegen“

Alle Sonntagmorgen-Songs als kosten­lo­ser on-demand-Free-Filesharing-Hokuspokus zum unver­bind­li­chen Reinhö­ren, Reinschauen und Reinset­zen hier!



%d Bloggern gefällt das: