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Kraut und Rüben

Huguette Clark (†)

Huguette Clark ist tot. Die myste­riöse Millio­nen­er­bin starb im Alter von 104 Jahren in New York. Clark zeigte sich jahrzehn­te­lang nicht in der Öffent­lich­keit und lebte allein mit ihren Puppen.

Die durch das Vermö­gen ihres Vaters, einem frühe­ren Kohlenminen-Magnaten und US-Senator, stein­rei­che Clark lebte Berich­ten zufolge in den vergan­ge­nen 22 Jahre abgeschie­den in verschie­de­nen New Yorker Kranken­häu­sern – offen­bar ohne krank zu sein. Zuvor hatte sie nach Angaben der New York Times ein Viertel­jahr­hun­dert in einem Apart­ment in Manhat­tan gelebt, umgeben nur von ihrer ständig wachsen­den Puppen­samm­lung.

Geboren 1906 in Paris wuchs Clark unter anderem in einem für seine Pracht legen­dä­ren 121-Zimmer-Anwesen in Manhat­tan auf. Damals waren sie und ihre Familie oft auf den Titel­sei­ten der Zeitun­gen, doch nach einer kurzen und kinder­lo­sen Ehe, die sie mit 22 Jahren mit einem Rechts­stu­den­ten schloss, tauchte Clark ab. Das letzte offizi­elle Foto oben zeigt die Millio­nen­er­bin am 11. August 1930 – dem Tag, an dem ihre Ehe rechts­kräf­tig geschie­den wurde.

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Musik

65

Alles Gute zum 65sten, Herr Linden­berg!

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Musik

Seeker Lover Keeper

Seeker Lover Keeper sind ein austra­li­sches Damen­t­rio, welches aus den Grazien Sarah Blasko, Holly Throsby und Sally Seltmann besteht. Ihr Debüt­al­bum erscheint am 3. Juni und hier gibt’s schon mal drei Videos zur fabulö­sen Einstim­mung. Tolle Songs, tolle Videos!


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Kraut und Rüben Musik

Pumpen-Fredi und die Unabhängigkeit der Samen

Dear Ladies and Gentle­man, voller Stolz präsen­tiere ich ihnen meine Fundstü­cke der heuti­gen Internet-Räschärchsche zum Eurovi­sion Song Contest formerly known as Grand Prix Eurovi­sion de la Chanson. Lassen Sie uns im hohen Norden anfan­gen; begin­nen wir in Finnland. Der finni­sche Beitrag aus dem Jahre 1982 stammt von einem Sänger namens Kojo (te). Er heimste mit dem Stück namens Nuku pommiin („Ich nuckel an den Pommes“) 0 (in Worten: null) Punkte ein und belegte folge­rich­tig den letzten Platz.

Recht so, schwa­cher Song. Dafür entschä­digt die eksta­ti­sche Perfor­mance und das feste Schla­gen der eigenen Hand gegen den eigenen Kopf. Vom roten Ganzle­der­an­zug ganz zu schwei­gen. Wichtige Szenen: 0:45, das Schul­ter­strei­cheln bei 0:53 und die Vorstel­lung von Ossi. Ossi! Bitte weiter­hin die Schluß­geste zu beach­ten.

Wo wir schon im hohen Norden sind, bleiben wir auch gleich da. Norwe­gen. 1980. Es ist dunkel. Zwei Norwe­ger machen sich auf den langen und beschwer­li­chen Weg durch die finstren norwe­gi­schen Skog. Sverre Kjels­berg and Mattis Hætta sind ihre Namen. Ihr Song heißt Sámiid Ædnan und beschäf­tigt sich mit dem Ringen um Unabhän­gig­keit der Samen in Norwe­gen. Prinzi­pi­ell also eine gute Sache.

Auch musika­lisch gibt’s hier nichts zu meckern. Nach verhal­te­nem Beginn steigt ab 1:20 min die Mitsing-Party und will in ihrer troll­ol­l­oll­l­o­lo­lo­loll­l­l­o­lohaf­ten episch-absurden Art gar nicht wieder aufhö­ren. Wenn’s um die Rechte der Samen, der Flamen oder auch der Groppen­dor­fer geht – da sing ich gerne mit! Leider nur Platz 16 von 19. Bitte auch wieder die Schluß­szene beach­ten – der Bote der Samen erinnert mich fatal an Austin Powers!

Wir bleiben im Norden, weil es dort ohnehin am schöns­ten ist. Pump Pump-Fredi und seine Freunde (eigent­lich Fredi & Friends) sind eine Bande von freilau­fen­den Klemp­nern im an einge­fro­re­nen Wasser­lei­tun­gen wahrlich nicht armen Finnland. Fredi und seine Girls nahmen im schönen Jahre 1976 teil.

Der Song ist ein Hit, die Optik über jeden Zweifel erhaben und Fredi tanzt wie ein junger Derwisch. Leider hat es trotz­dem nur zu Platz 11 von 18 gereicht. Ich persön­lich find’s ja schade, daß recht dick geratene Menschen mit dicken Schnauz­bär­ten heute kaum noch im Fernse­hen zu sehen sind. Es sei denn, man schal­tet vormit­tags RTL2 ein. Da geht’s dann aber nicht um Musik, sondern um Elend. Wir wollen kein Elend, wir wollen lieber Musik. Womit der Kreis geschlos­sen wäre, resp. das Pferd gesat­telt, der Baum gefällt und der liebe Gott einen guten Mann geseint.

Das soll’s mit unserer kleinen Eurovisions-Rundschau für heute auch schon gewesen sein. Ich melde mich in den nächs­ten Tagen mit den Punkten aus Absur­di­stan. Bis dahin und schickt mir Schnaps!


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Kraut und Rüben

Schräge Zeit

Allen Arbeits­lo­sen, Urlau­bern, Spätschicht­lern oder Total­ver­wei­ge­rern sei am morgi­gen Mittwoch, dem 11. Mai, ab 10:45 Uhr das Einschal­ten von zdfkul­tur empfoh­len:

Schräge Zeit
Dokumen­ta­tion (D, 2004)


Ost-Berlin, Anfang der 1980er Jahre: Eine Gruppe junger Leute, die den Glauben an den „real existie­ren­den Sozia­lis­mus“ verlo­ren hat, lehnt sich gegen die Unzuläng­lich­kei­ten des DDR-Systems auf. Einer von ihnen, der 1963 in Güstrow geborene und in Ost-Berlin aufge­wach­sene Jan, opponiert als Punk in der berüch­tig­ten Band „Der demokra­ti­sche Konsum“. In dieser Zeit gerät er ins Blick­feld der Stasi. Ein wildes Leben beginnt. Er und seine Freunde leben, als wäre jeder Tag der letzte, und es gelingt ihnen, sich Freiräume zu schaf­fen, die man im Alltag der Deutschen Demokra­ti­schen Republik nicht für möglich gehal­ten hätte. Dennoch ist allen bald klar, dass sie diese Republik verlas­sen müssen. Um der DDR zu entflie­hen, heira­tet Jan 1987 eine Islän­de­rin. Im Westen angekom­men, ändert er sein Leben radikal. Der Fall der Mauer versetzt ihn in Eupho­rie. Er kauft Häuser im Osten, eröff­net einen Mini-Supermarkt und macht Geschäfte mit russi­schen Solda­ten. Plötz­lich hat er alles, was er sich gewünscht hat: viel Geld und eine Familie. 1991 wird Jan die Diagnose „manisch-depressiv“ gestellt, und er verbringt einige Monate in der geschlos­se­nen Psych­ia­trie. Zehn Jahre später hat er ein kleines Schiff gekauft, auf dem er als Selbst­the­ra­pie die Sommer auf den Gewäs­sern von Berlin verbringt.

Im Mittel­punkt des Dokumen­tar­films „Schräge Zeit“ steht eine außer­ge­wöhn­li­che deutsch-deutsche Biogra­fie, die eng mit der turbu­len­ten Geschichte Berlins der letzten 20 Jahre verbun­den ist. Anhand von Inter­views, Fotos und Archiv­ma­te­rial erzählt der islän­di­sche Autor Ólafur Sveins­son, der seit vielen Jahren in Berlin lebt und arbei­tet, Jans Lebens­ge­schichte. (Quelle)

Rezen­sion auf taz.de

Vielen Dank an TH für den freund­li­chen Hinweis!


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Musik

Des Vorturners Blues-Peggy

Frank Turner, der Vortur­ner ((Da Frank Turner im Juni die Konzerte für Social Distor­tion als Vorband bestrei­tet, kann man ihn mit Fug und Recht als Vortur­ner bezeich­nen. Haha.)) hat wieder zugeschla­gen. Nach dem furio­sen I Am Disap­peared hier nun die Video-Premiere von Peggy Sang The Blues auf visions.de. Beide Titel vom neuen Album England Keep My Bones, welches ab dem 3. Juni 2011 erhält­lich sein wird und meiner­seits selbst­re­dend bereits als Vinyl und Deluxe-CD vorbe­stellt ist. Ei, was wird das fein!

Frank Turner – Peggy Sang The Blues by Epitaph Records

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Musik

Die besten Songs für einen Sonntagmorgen (107)

Clara Luzia – „Love In Times Of War“

Vom mehr als empfeh­lens­wer­ten neuen Album „Falling Into Place“.

Alle Sonntagmorgen-Songs als kosten­lo­ser on-demand-Free-Filesharing-Hokuspokus zum unver­bind­li­chen Reinhö­ren, Reinschauen und Reinset­zen hier!



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