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Monat: August 2011

Partywissen (32)

Der Großva­ter des gestern zurück­ge­tre­te­nen CDU-Politikers Chris­tian von Boetti­cher, war als Vogel­zäh­ler auf der Nordsee­insel Amrum tätig.

Die besten Songs für einen Sonntagmorgen (113)

Dan Mangan – „Robots“

Vom schönen, schönen, sehr schönen aktuel­len Album Nice, Nice, Very Nice. Die zweite Wahl für den heuti­gen Sonntag wäre das nicht minder famose The Indie Queens Are Waiting gewesen, aber das Video zu Robots fand ich inter­es­san­ter. Einen feinen Sonntag!

Alle Sonntagmorgen-Songs als kosten­lo­ser on-demand-Free-Filesharing-Hokuspokus zum unver­bind­li­chen Reinhö­ren, Reinschauen und Reinset­zen hier!



Zurück zur Natur

Am 2. Septem­ber erscheint Rainald Grebes neues Album Zurück zur Natur. Daß ich Grebe für ein Genie halte, hatte ich ja schon desöf­te­ren erwähnt… Auf Zurück zur Natur geht’s gewohnt schizo­phren um das Verhält­nis zur Natur, die Vor- und Nachteile des Landle­bens und den Segen der Bio-Kisten. Rainald Grebe dazu selbst im O‑Ton:

Vielleicht liegt es ja am Älter­wer­den. Ich geh auf die 40 zu und hab seit einiger Zeit Sehnsucht nach einem Bauern­hof in Branden­burg, nach Landle­ben. Ich bin da nicht allein. Etwa die Hälfte meiner Freunde und Bekann­ten kann sich das auch vorstel­len. Und damit geht die Geschichte los. Wie ein Kunst­ar­bei­ter mit zwei linken Händen und Hotel­exis­tenz nach einem Gehöft in Branden­burg sucht. Die Sehnsucht auszu­stei­gen, wirklich alter­na­tiv zu leben, dem bishe­ri­gen Leben in den Städten und Medien gehörig Lebewohl zu sagen, und dann zu ahnen, dass es nie so kommen wird. Die Stadt ist einfach stärker. Und angeneh­mer. Im Prenz­lauer Berg siedelt das schwarz-grüne Bürger­tum. Ich stehe im Biomarkt und denke, die deutsche Roman­tik ist endlich in den Städten angekommen.

Drei Tracks gibt’s bereits vorab auf Sound­cloud zum reinhö­ren. Das Album ist vorbe­stellt und übrigens auch auf Vinyl erhält­lich. Burnout ist bereits jetzt mein persön­li­cher Lieblings­hit. Eine exzel­lente Kritik zu den Zurück zur Natur-Konzer­ten gibt es bei der Nacht­kri­tik.

Rainald Grebe & Die Kapelle der Versöh­nung „Zurück zur Natur“ by AgenturAga­thos

FvRvLKW*: Kußmaul

Klick!

Komm küssen, sprach der Frosch als er im Halbschat­ten des Hallen­krans der Prinzes­sin begeg­nete. Ich ziere mich ein bißchen, so die Angespro­chene, ein Baustoff­la­ger scheint mir nicht der roman­tischste Ort für derlei Unterfangen. 

*Fotos von Rückan­sich­ten von Lastkraftwagen.

Banquets – Top Button, Bottom Shelf – Nachschlag!

Ab und an bekomme ich Anfra­gen, ob ich nicht mal über ein schönes Stück Seife bloggen möchte und dafür dann 20 EUR bekäme. Auch Anfra­gen zur Bewer­bung irgend­wel­cher dusse­li­ger Software erreich­ten mich schon. Ich lehne diese Art von Anfra­gen immer ab. Nicht, weil ich unabhän­gig oder sonst­was bleiben möchte; sondern einfach, weil ich mich nicht sonder­lich für Seife oder dusse­lige Software inter­es­siere. Bei Schall­plat­ten aber sieht das ganz anders aus. Als Bastian vom kleinen aber feinen Biele­fel­der Label Coffee­breath And Hearta­che mit der Frage nach einer Review zum neuen Banquets-Album an mich heran­trat ((Im Gegen­zug erhielt ich exklu­si­ven Hörzu­gang.)) mußte ich nicht zweimal überle­gen. ((Außer­dem finde ich, daß so liebe­voll gemachte Relea­ses, welche obendrein für einen mehr als fairen Preis verkauft werden, einfach unter­stützt gehören. Für soviel Idealis­mus sind wir ja alle irgend­wann mal angetre­ten…)) Hier nun also meine kleine Platten­kri­tik verbun­den mit dring­li­cher Kaufempfehlung.

Das Album heißt Top Button, Bottom Shelf und erscheint offizi­ell am 23. August. Die Platte ist so gut gewor­den wie erhofft. Nach der großar­ti­gen Nothing Is Fucked Here! ((einige Restex­em­plare der Zweit­auf­lage gibt’s noch im CAH-Shop! Und hier schon mal Sonntagmorgen-Song gewesen.)) aus dem Jahr 2010, haben die Banquets nochmal kräftig ins Füllhorn des melodi­schen Punkrocks gegrif­fen und überzeu­gen mit einem bunten Potpourri frischer Melodien, feiner Singa­longs und einer freund­li­chen Bratzig­keit. Gegen­über ihrem Debüt auf CAH sind sie etwas düste­rer gewor­den – steht ihnen sehr gut. So darf Punkrock im Jahr 2011 gern klingen – dreckig, aber nur bis zum Hals; rotzig, aber nicht allzu verschnupft und hochme­lo­diös, aber nicht zu eingän­gig. Auf der einen Seite stehen Gaslight Anthem mit ihrer eher rocki­gen Ausrich­tung Spalier, während auf der anderen Seite die Get Up Kids, Hot Water Music und Jawbrea­ker freund­lich winken. Dazwi­schen stehe ich und ärgere mich, das nach nur 25 Minuten schon wieder alles vorbei ist. Das ist und bleibt aber der einzige Wermuts­trop­fen an diesem feinen Album.

Bei der Aufma­chung haben die Herrschaf­ten von CAH wieder ganze Arbeit geleis­tet: Top Button, Bottom Shelf ist das erste beidsei­tige bespielte Release des Labels, so daß der gewohnte Siebdruck auf der B‑Seite leider entfal­len musste. Dennoch werfen die Label­her­ren alles andere als eine lieblose„Standard-LP“ auf den Markt. Sammler­her­zen dürften höher schla­gen, denn: Das mehrfar­bige Vinyl ist auf 200 Exemplare limitiert, davon 100 in blau/pink und 100 in grün/weiß. Alle Cover sind per Hand im Siebdruck­ver­fah­ren herge­stellt und zwar nicht einfach auf normalre Pappe, sondern auf die Innen­sei­ten von alten Platten­co­vern (Heino, Musikan­ten­stadl, Andy Borg und ähnli­che Kaliber…). Außer­dem liegt der LP ein Poster bei, einen mp3-Downloadcode gibt es obendrauf. Als weite­res Preorder-Special gibt es ein Bundle mit T‑Shirt (Bio-Fairtrade-Baumwolle; Motiv nur im Preor­der erhältlich).

Vorbe­stel­lun­gen werden ab sofort auf coffeebreathandheartache.com entgegengenommen.

Wer reinhö­ren möchte kann das bereits ausführ­lich tun. Vier Songs des Albums sind bereits als Stream und teilweise als Download verfügbar:

Laßt euch dieses wirklich feine Album nicht entge­hen bzw. fangt nicht an rumzu­jam­mern, wenn die LPs ausver­kauft sind. Pro Platte ist auch nur ein läppi­scher Zehner fällig – ich hab schon inves­tiert, denn es lohnt sich definitiv! 😉

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