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Monat: Juni 2012

Forty-Five

The Gaslight Anthems erste Single vom kommen­den Album Handwrit­ten. Das Album gibt’s ab dem 24. Juli. Sounds very vielver­spre­chend! Sorry wegen der Werbung vorab, aber die Youtube-Version des Videos ist in D nicht zu sehen… see you on the flip side.

Die Gebrüder Bond

Zur weiten Familie der Gebrü­der Bond gehört nicht nur ihr wohl bekann­tes­ter Sproß James, sondern auch die Herren PJ (wie in Harvey) und Brian (wie in Adams). Ein paar Sparwitze zum Einsteig machen sich immer gut…

Während PJ durch seine musika­li­schen Veröf­fent­li­chun­gen dem einen oder anderen Leser dieses digita­len Machwerks vielleicht schon bekannt sein dürfte, versteckte sich Brian bisher beim Pilze­sam­meln in den Wäldern von New Jersey. Doch damit soll nun Schluß sein, denn die Gebrü­der veröf­fent­li­chen dieser Tage ihr erstes gemein­sa­mes Platten­werk namens Brother Bones/Baby Bones auf Vinyl. Musika­lisch decken die 8 Songs der beiden Songwri­ter ein breites Spektrum von vollin­stru­men­tier­ten Bandar­ran­ge­ments bis hin zu intimen, ganz leisen Nummern ab. Fans handge­mach­ter und vor allem echt ameri­ka­nisch klingen­der Musik werden ihre Freude daran haben.

Erschei­nen wird die Platte ausschließ­lich auf Vinyl bei einem meiner Biele­fel­der Lieblings­la­bel, nämlich bei Coffee­breath & Hearta­che. Wie immer bei C&H‑Veröffentlichungen, wird das Album super­schick besieb­druckt, kommt hübsch farbig und mit viel Tamtam daher. Handgestem­pelte Label und ein spezi­el­les Klapp­co­ver runden das Paket ab. Wer noch eine von den Preorder-Edition-Platten (anders­far­big + Extra-Siebdruck) abbekom­men will sollte sich sputen, denn die Bestände gehen zur Neige. Die Gesamt­auf­lage beträgt ohnehin nur 200 Exemplare, es sei also zur generel­len Eile geraten.



Die wahre Miss Marple



Ein TV-Tipp zum Wochen­ende. Den Text habe ich ausnahms­weise komplett ausge­lie­hen, weil er alles sagt, was auch ich gesagt hätte … Sonntag, 21.40 Uhr, arte!

Was soll aus einem kleinen Mädchen werden, dessen Mutter sich erhängt und dessen Vater fast sein ganzes Leben in der Psych­ia­trie verbrin­gen muss, nachdem er den eigenen Vater mit einem Nacht­topf erschla­gen hat? Antwort: ein Weltstar, der ganze Genera­tio­nen begeis­tert und zum Lachen bringt.

Dass aber Marga­ret Ruther­fords Weg zu ihrer Parade­rolle als komische Amateur­de­tek­ti­vin Miss Marple steinig und lang war, zeigt eine neue gelun­gene Doku.

Alte Klassen­bü­cher tauchen auf. Sie dokumen­tie­ren die vielen Fehlzei­ten der jungen Marga­ret, nachdem ihr Vater angekün­digt hatte, sie nach seiner Entlas­sung zu sich holen. Das geschah zwar nie, aber die stete Angst vor dem kranken Killer und vor der manischen Depres­sion, die sie von ihm geerbt haben könnte, beglei­tete Ruther­ford ihr Leben lang. Nach langen Jahren als Klavier­leh­re­rin und Laien­dar­stel­le­rin gelangte sie erst mit 33 Jahren an ein profes­sio­nel­les Theater, feierte ihren ersten Filmerfolg – „Geister­ko­mö­die“ (1945) – mit 53 und trat erstmals mit 69 als Miss Marple in Erscheinung.

In vielen Zeitzeu­gen­in­ter­views offen­bart sich Ruther­fords großes Herz für Exzen­trik und Außen­sei­ter­tum. So hätten sie und ihr Mann Strin­ger Davis tagsüber geschla­fen, sich aber jede Nacht zu Eiern mit Speck und Wackel­pud­ding getrof­fen. Einen Mann, der sich als jorda­ni­scher Prinz vorstellte, ließen sie bei sich wohnen. Dass der sich als briti­scher Antiqui­tä­ten­hö­ker heraus­stellte, störte die beiden nicht. Die Prinzen­ge­schichte war einfach zu amüsant. „Die beiden lebten in ihrem eigenen Peter-Pan-Land“, erinnert sich eine Freundin.

„Die Englän­der haben eine hohe Toleranz für exzen­tri­sche Leute, die werden dort regel­recht geliebt“, erklärt Andrew Davies, einer der Autoren der Doku. Scheint zu stimmen: Fünf Jahre bevor Marga­ret Ruther­ford 1972 starb, erhielt sie im Bucking­ham Palace den Titel „Dame of the British Empire“, die höchste Auszeich­nung des König­reichs. (Quelle)

Die wahre Miss Marple
SO 17.6. Arte 21.40 Uhr

Update:


Subkultur in Russland

Punks wie Misha Buster misch­ten in den achtzi­ger Jahren Moskau auf. Auf eines­ta­ges erzählt der Bürger­schreck von einst über seinen irren Alltag im Unter­grund und zeigt Bilder der russi­schen Subkul­tu­ren aus seinem einzig­ar­ti­gen Privat-Archiv.

Sowje­ti­sche Punks waren damals sehr spezi­ell, eine anarchi­sche Gesell­schaft, die sich aller­dings nicht wie anderswo aus der sogenann­ten Arbei­ter­klasse rekru­tierte. Die meisten von uns waren Kinder des Bürger­tums, die gern so etwas wie die Kreative Klasse sein wollten – künst­le­risch ambitio­nierte Jungen und Mädchen mit guter sowje­ti­scher Erzie­hung, aber ohne Chancen, in der Zukunft je zur offizi­el­len Kultur­szene zu gehören. Unsere Situa­tion brachte uns auf die Straße und von dort zu den Zirkeln im Unter­grund: Kunst- und Musik­grup­pen, Jugend­ban­den, wie es sie in den meisten sowje­ti­schen Städten gab, und wo sich all das coole, moderne und inter­es­sante Zeug konzen­trierte. Moskaus Straßen waren in den achtzi­ger Jahren zu einem großen Klub infor­mel­ler und ehrli­cher Bezie­hun­gen gewor­den. Genau das hatte ich gesucht, und so wurde ich Punk, Stil: Hooli­gan. Ein harter, lusti­ger Straßenkünstler… 

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Passt doch!

Keiner entkommt der Fußball-Europameisterschaft. Die Republik im schwarz-rot-goldenen Freuden­tau­mel. Die elende Jamme­rei über Sprit­preise, Steuer­be­las­tung und Finanz­krise macht für ein paar Tage Pause. Anschlie­ßend geht alles weiter wie gehabt. Gerade recht­zei­tig zu dem ganzen Irrsinn liegt seit heute die neue Slime-Platte auf meinem Platten­tel­ler. Ein Bier auf die alten Zeiten und auf alles, was so schön brennt. Passt doch!

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