Die besten Songs für einen Sonntagmorgen (142)

Keine Zähne im Maul aber La Palo­ma pfeifen — “Leb so, daß es alle wis­sen wollen”

… vom ger­ade erschiene­nen Debü­tal­bum Post­sex­uell. Old-Wave-North­ern-Punk-Indie-What­ev­er-Gedöns von schon etwas älteren Her­ren mit erstk­las­si­gen Tex­ten. Laßt euch vom Band­na­men nicht beir­ren, mit dus­seligem Deutsch­punk hat die Band nix am Hut. Mich erinnert’s stel­len­weise an den ganz alten Knarf Rel­löm (der wohl auch irgend­wie im Hin­ter­grund mitwirkt), Blum­feld und diverse Jens Rach­hut-Bands. Eine wahre Wohltat, zwis­chen den ganzen gle­ichk­lin­gen­den Dack­el­blut-/Tur­bostaat-Klo­nen der let­zten Jahre mal wieder gute Musik und vor allem gute deutschsprachige Texte von der Gen­er­a­tion der Väter hören zu dür­fen… Scheiß Satzbau, aber ihr wißt, was ich meine… 😉

In sein­er lyrischen Dra­matik stellt der Song eine gewisse Einzi­gar­tigkeit im deutschen Liedgut dar. Es ist sehr sel­ten, daß so gehaltvolle Texte emo­tion­al mit­ten ins Mark tre­f­fen. Ver­gle­ich­bar fall­en wir aus mein­er musikalis­chen Sozial­isierung vielle­icht Knarf Rel­löms “Auto­bi­ogra­phie ein­er Heizung”, Tocotron­ics “Kapit­u­la­tion” oder — noch weit­er zurückgedacht — Ton Steine Scher­bens “Jen­seits von Eden” ein. Alles Songs, die mich auf irgen­deine Art und Weise kalt erwis­cht haben und für wohlige Schauer über den Rück­en sor­gen… Well done, liebe Keine Zähne…

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