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Kraut und Rüben

Opa Willi

22. Juli! Welch histo­ri­scher Tag! 1962 wurde Steve Albini geboren, als Produ­zent unter anderem für den genia­len Sound auf Wedding Presents Seamons­ters verant­wort­lich. 1948 wurde Otto Waalkes geboren, als Haupt­dar­stel­ler für jede Menge genia­ler Sparwitze im ersten Otto-Film verant­wort­lich. 2013 wurde Schor­schi, der Prince Of Cambridge, geboren, die Nummer Drei der briti­schen Thron­folge.

Und 1914 wurde mein Opa Willi geboren, in zweiter Linie für meine heutige Anwesen­heit verant­wort­lich. Das heißt, würde er noch leben, wäre heute sein 100. Geburts­tag. Wenn das kein Grund zum Feiern ist.


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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Bay City Rollers Split

Der Tag, an dem sich die Bay City Rollers trenn­ten, war ein trauri­ger Tag für die Welt. Umso schöner, daß auch heute noch viele Denkmä­ler weltweit an diese grauen­hafte Popfor­ma­tion erinnern.


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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Russssisschunterrrischt

Что это? Это лампа.

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Kraut und Rüben Musik

Damenwahl

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Wenn ihr harten Punker wüßtet, was ich in Wahrheit so höre…

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Bitte LEISE atmen!!!

Hart wie ein Sparten­wart


Denkbare Ergän­zun­gen:

„Zutritt nur nach Aufruf!“
„Manches­ter­ho­sen? Ham wa nich!“
„Draußen nur Kännchen!“
„Wer sich der Kontrolle zu entzie­hen versucht, wird erschos­sen!“


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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Aufschwung Ost

Nur ein Zeichen für den kommen­den Aufschwung: Auf dem Dach der Mühle gegen­über klappern zwei Störche. Danke, Dr. Kohl.

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Kraut und Rüben Musik

World Peace Is None Of Your Business – Morrisseys neues Album

Das neue Morris­sey-Album World Peace Is None Of Your Business erscheint am 15. Juli (hier gibt’s einen Album­stream). Nachfol­gende Zeilen vermit­teln einen ersten Eindruck…

Ich hab das Album in der Deluxe-Version (6 Bonus­songs) jetzt mehrfach angehört und werde einfach nicht warm damit. Was mich selbst überrascht, denn bislang konnte ich jedem Morrissey-Album wenigs­tens irgend­was abgewin­nen.

Im Frühjahr 1990 hab ich mir Viva Hate auf Kassette gekauft. Eigent­lich sollte es einen LP werden, aber die war gerade nicht vorrä­tig. Ich hatte gerade erst über irgend­wel­che Kanäle erfah­ren, daß es überhaupt ein Soloal­bum von Morris­sey gibt. Durch den eiser­nen Vorhang sicker­ten Infor­ma­tio­nen dieser Art nur spärlich und von meinen gelieb­ten The Smiths hatte ich derzeit nur die polni­sche Tonpress-Pressung des Debüt­al­bums als echten Tonträ­ger sowie alle anderen Alben auf überspiel­ten Kasset­ten von Freun­den.

The Smiths hatten immer eine beson­dere Bedeu­tung für mich. Tolle Popsongs (damals nannten wir das Indepen­dent, hatten aber keine Ahnung, daß der Begriff genau­ge­nom­men keine Musik­rich­tung, sondern eher eine Vertriebs­art kennzeich­net) in Verbin­dung mit großar­ti­gen Texten (von denen ich damals wenig verstand, aber fühlte, das sie gut sein mussten!).

Womit wir beim ersten Kritik­punkt von World Peace… wären: Die Texte. Sie sind stellen­weise recht flach geraten, lassen Romance und Teenage Angst – zwei bestim­mende Themen der alten Tage – schmerz­lich vermis­sen, sind keine bissige Anklage gegen Gott und die Welt mehr. Statt­des­sen scheint es, als habe Meister Morris­sey sein Wörter­buch gezückt und dort ein paar billige Reime abgeschrie­ben: „Mad in Madrid, ill in Seville, lonely in Barce­lona. Then, someone tells you and you cheer… Hooray!, hooray!, The bullfigh­ter dies! And nobody cries… Nobody cries, because we all want the bull to survive. Gaga in Málaga, no mercy in Murcia, mental in Valen­cia…“ (aus The Bullfigh­ter Dies). Wenn Morris­sey Forgive Someone singt, ist das so, als würde Hanni­bal Lecter vegeta­ri­sche Lasagne zu seinem Lieblings­ge­richt erklä­ren. Oder auch Kiss Me Alot, der Song, der eben diese drei Worte mantra­haft bis zum Erbre­chen wieder­holt.

Zweiter Kritik­punkt sind die größten­teils völlig uninspi­rier­ten und uninspi­rie­ren­den Songs, die es in frühe­ren, besse­ren Tagen nicht mal zur B‑Seite geschafft hätten. Es gibt kaum etwas, das hängen­bleibt, nichts das sich einprägt. Die hohe Kunst des Schrei­bens eines guten Songs sucht man auf diesem Album leider weitest­ge­hend vergeb­lich. Wie sagte Rossini doch einst über Richard Wagner: „Wagner hat wunder­volle Momente, aber schlechte Viertel­stun­den in seiner Musik.” Und genauso fühle ich über dieses Album.

Letzter Punkt: Die Produk­tion. Die ganze Platte klingt sehr flach und unpro­fes­sio­nell gemischt und gemas­tert. Die Instru­mente klingen durch­gän­gig so, als kämen sie komplett aus dem Compu­ter. Vielleicht kommen sie sogar daher, wer weiß.

World Peace… ist alles andere als ein Glanz­punkt in Morris­seys Schaf­fen. Es liegt irgendwo im unteren Mittel­feld, ziemlich in der Nähe von Kill Uncle. Es ist schön, seine Stimme mal wieder zu hören, auch wenn er nichts neues zu sagen hat.

Ich jeden­falls bin enttäuscht, gebe die Hoffnung auf bessere Zeiten und substan­ti­el­lere Alben aber nicht auf.

P.S. Auf Facebook und in einschlä­gi­gen Foren bin ich für eine Zusam­men­fas­sung dieser Album­kri­tik übrigens schon ordent­lich beschimpft wurden. Hier mein Lieblings­kom­men­tar, der kaum noch etwas mit der Musik zu tun hat und ganz gut zeigt, wie fatalis­tisch und verbohrt die Fans des Meisters (zu denen ich mich zähle (zählte?)) sein können:


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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

FvRvLKW*: Szwindelfrei

Great R’n’R Szwin­del

Die feinste Art, in Deutsch­land für polni­sches Bier zu werben. An der Seiten­plane stand noch ein Satz mit „Majzterstyck“ und auch die Website der Biermarke ist voll mit einge­pol­nisch­tem Phone­ten­deutsch. Toll!

*Fotos von Rückan­sich­ten von Lastkraft­wa­gen.

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