Monat: April 2017

Zeitzeugen gesucht: Depeche Mode-Fans in der DDR

Depeche Mode waren meine erste große musikalis­che Liebe, deshalb unter­stütze ich dieses Pro­jekt mit ein wenig Zuar­beit und rufe hier­mit auch andere Zeitzeu­gen und DeMo-Senioren auf, es mir gle­ichzu­tun: Die Autoren der Depeche Mode-Bibel MONUMENT, Sascha Lange und Den­nis Burmeis­ter suchen für ihr näch­stes Buch­pro­jekt zum The­ma “Depeche Mode-Fankul­tur in der DDR” Mate­r­i­al und Zeitzeu­gen. Gesucht wird ins­beson­dere nach Bild­ma­te­r­i­al, Brief­fre­und­schaften (auch und ger­ade zwis­chen DDR- und BRD-Fans), Anek­doten usw. usf. Die Her­ren sind über die Face­book-Seite oder per E‑Mail (Sascha Lange, Den­nis Burmeis­ter) zu erre­ichen. Ich freue mich schon sehr auf das Buch, das im Früh­jahr 2018 im Auf­bau-Ver­lag erscheinen soll und mit Mit­teln der Sti­fung zur Aufar­beitung der SED-Dik­tatur co-finanziert wird.


The Cure – Greatest Hits & Acoustic Hits

Die famosen “Acoustic Hits” der The Cure, ursprünglich als Bonus-CD zum “Great­est Hits”-Album 2001 erschienen, erfuhren im Zuge des Record Store Day 2017 eine Erstau­flage auf Vinyl. Ich war am RSD selb­st ver­hin­dert, kon­nte online aber noch jew­eils eine Kopie für okaye 28,99 € ergat­tern. Ich bin etwas skep­tisch ob der VÖ als Pic­ture Disc, die erfahrungs­gemäß nicht den besten Klang liefern. Ersten Stim­men zufolge, sollen die Plat­ten aber recht ordentlich klin­gen. Ich bin ges­pan­nt, heute abend wird probege­lauscht. Die Songs und ganz beson­ders die Akustikver­sio­nen sind jeden­falls musikalisch über jeden Zweifel erhaben. Groß!


RSD flippers are scum!

Jedes Jahr das gle­iche trau­rige Bild: Massen von Verkäufern machen Massen von Geld mit dem Verkauf von Record Store Day-Edi­tions. Da bin ich fast schon froh, nicht am RSD unter­wegs gewe­sen sein zu kön­nen. Die einzige Plat­te die mich inter­essiert hat (The Cure — Acoustic Hits), habe ich ger­ade online bei hhv.de für 28,99 € bestellt. Bei Discogs ab 60,00 € zu haben, bei eBay ab 75,00 € … 🙁 An dem Tag, an dem sich diese Scheiß Geld­mach­er und diese Scheiß Hip­ster aus unserem Hob­by (“Allein mit unsern Plat­ten in den Zim­mern einges­per­rt…”) ver­pis­sen, mache ich zur Feier des Tages eine Pulle Pep­si-Cola auf… SCUM!!!

Wil Wagner wirkt gehetzt

An dieser Stelle seit län­ger­er Zeit mal wieder eine Musikempfehlung. Das neue Album der The Smith Street Band „More Scared Of You Than You Are Of Me“ ist am 7. April offiziell erschienen.

Ich hat­te nach „Throw Me In The Riv­er“, das auch schon wieder 2 1/2 Jahre zurück­liegt, die höch­sten Erwartun­gen und ich wurde nicht ent­täuscht. Das neue Album bietet erneut eine furiose Achter­bah­n­fahrt der Gefüh­le. Wil Wag­n­er wird von „sein­er“ Band durch das Album gehet­zt; man kön­nte es auch ander­srum sehen. Ich bin ein schlechter Musikkri­tik­er und mis­er­abel im Beschreiben von Musik. Deshalb kann ich nur fest­stellen, das ich von diesem Album eben­so geflasht bin, wie ich es vom Vorgänger war. Hoch-emo­tionaler Punkrock auf einem her­vor­ra­gen­den spiel­tech­nis­chen Niveau, berührend, mitreißend und auf­peitschend. Schön, daß es sowas heute über­haupt noch gibt.

Klein­er Wer­mut­stropfen: Ich kon­nte mich wieder nicht zurück­hal­ten und habe ins­ge­samt drei ver­schiedene Pres­sun­gen gekauft. Zum einen die deutsche Deluxe-Aus­gabe auf Uncle M Music (lim­i­tiert auf 100 Exem­plare, mit wun­der­schönem eingek­lebtem 16-seit­i­gen Book­let im Voll­for­mat), die auf 150 Exem­plare lim­i­tierte Pink Splat­ter UK-Ver­sion auf Spe­cial­ist Sub­ject Records und die aus­tralis­che Pres­sung auf Poi­son City Records (exk­lu­sive Farbe, 400 Exem­plare). Alle Plat­ten sehen toll aus und sind super aufgemacht, doch jet­zt kommt das große ABER: Sie klin­gen scheiße und sind min­der­w­er­tig gepresst. Es ist ja grund­sät­zlich ein Prob­lem, das die heutige Fer­ti­gungsqual­ität mit der Massen­pro­duk­tion der 70er und 80er Jahre längst nicht mehr mithal­ten kann; aber was in diesem Fall abgeliefert wurde, ist wirk­lich besorgnis­er­re­gend: Alle Pres­sung sind „off-cen­tre“ (also nicht exakt mit­tig gelocht), die Plat­ten haben einen mehr oder weniger starken Höhen­schlag und all­ge­mein herrscht ein hohes Niveau an Rauschen und Nebengeräuschen. Das hab ich so krass noch nicht erlebt und sollte für die Zukun­ft keine Schule machen. Ich bin kein audio­philer Voodooonkel, aber was in diesem Falle an Qual­ität abgeliefert wurde, ist wirk­lich unterirdisch. Und sehr schade. 🙁

Nichts­destotrotz: Ein großar­tiges Album, das berührt wie nur wenig heutzu­tage. Toll, daß Punkrock im Jahr 2017 noch so begeis­tern kann.

Ein sehr schönes und inter­es­santes Track-By-Track-Inter­view gibt’s bei Uproxx..


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