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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Helenes Neuer

Aus unserer Rubrik „Bildun­ter­schrif­ten aus der Hölle“:

Schlüpfer-Held: Thomas Seitel holte 2008 den Guinness-Rekord fürs Überzie­hen von 82 Unter­ho­sen in fünf Minuten.

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Heino genießt 1970 eine Suppe

Aus unserer Rubrik „Bildun­ter­schrif­ten aus der Hölle“:

Heino genießt 1970 eine Suppe.

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Kraut und Rüben Musik

Scheissegaler

Morgens, 7.00 Uhr in Deutsch­land. Gibt es einen besse­ren Sound­track als Schrapp­mes­sers Scheiß­ega­ler für den letzten Arbeits­tag vor dem Weihnachts­ur­laub? Endlich raus aus dem Dreckstrott und ein paar Tage Ruhe. Juchhei! 🙂 Schrapp­mes­ser heitern mich ähnlich auf, wie es sonst vielleicht nur das Die Ärzte Album 5, 6, 7, 8 – Bullen­staat! schafft. Da zitiere ich mich an dieser Stelle doch gleich mal selbst: Punkrock in Deutsch­land ist vieles gewor­den. Vor allem langwei­lig. Die ewigglei­chen Dackelblut- und Turbostaat-Klone schleu­dern ihre (post-)pubertären Weishei­ten verklau­su­liert unters Volk. Es herrscht eine gewisse Art von konser­va­ti­vem Starr­sinn: Alle sind für die gleichen guten Sachen und gegen die gleichen schlech­ten Dinge. Provo­ka­tion findet kaum noch statt. Man ist sich einig, hat sich einge­rich­tet und beschäf­tigt sich ansons­ten viel mit sich selbst und seinen Gedan­ken. Ich könnte jetzt x Bands nennen, aber ich will a) nieman­den dissen, und weiß b) daß das hier eh kaum jemand lesen wird. Schrapp­mes­ser jeden­falls – um zum Album zurück­zu­kom­men – sind anders. Ganz anders. Schrapp­mes­ser bringen dem Punkrock den Humor zurück. Und was für welchen! Punkrock mit platt­deut­schen Einspreng­seln, jeder Menge Genre-Zitate und Songti­teln für die Ewigkeit: „Half Besuo­pen Is Wechsch­mä­ten Geld“, „Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Krümmer Absägen, Cuppi­ni­len­ker, Refrain“. Und die B‑Seite erst: 20 Minuten lang Bauernhof-Geräusche. Da muß man erstmal drauf kommen. Ich hab mich lange nicht so sehr mit einer Platte vergnügt, wie mit diesem Album. Beste Momente: „Ich muß hier nur zwei Dinge halten: Ein Bier und Schnauze. Ich wachs mit meiner Aufgabe und meiner Plauze…“

Schöne Weihnach­ten allseits und macht euch ein paar entspannte Tage!



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Kraut und Rüben

Alter Plunder in neuer Optik

Der *hüstel* massive Besucher­an­sturm der letzten Jahre und das *hüstel hüstel* geradezu epische Ausmaß an Inhal­ten machten es nötig: Die Börde­be­hörde erscheint seit heute in einem neuen Gewand. Das neue Theme heißt Basker­ville 2 und ersetzt die bishe­rige alte Thesis-Version. Irgend­wie waren wir der thesi­schen Thesis überdrüs­sig, auf die Version 2.0 sind wir ohnehin schon nicht mehr gewech­selt, weil uns die Konfi­gu­ra­tion und Anpas­sung viel zu umständ­lich erschie­nen. Alles, was sich früher rechts als Widget tummelte, tummelt sich jetzt unten als Widget. Die Naviga­tion oben wurde deutlich verschlankt und einige Inhalte sind nicht mehr verlinkt. Wir bedan­ken uns für die noch verblie­be­nen Besucher im letzten Jahr und geloben weiter­hin, gefühlt eine der letzten selbst gehos­te­ten aufstän­di­schen Bastio­nen im Zeital­ter von Social Media zu bleiben.

Herzli­che Grüße senden Ihnen
Ihr Herr Amtsvor­ste­her
Ihr ehren­wer­ter Herr Gunnar Roß


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Musik

Morrissey – Poetry Hour – Colorado Broadcast 1992

Zeychen & Wunder: Ein gutes neues Morris­sey-Bootleg ist dieser Tage auf Sonic Boom erschie­nen. Trotz der unkla­ren Rechts­lage, bzw. einem eindeu­ti­gen Verbot derar­ti­ger Veröf­fent­li­chun­gen, schafft es immer mal wieder jemand, inoffi­zi­elle (Live-)CDs im großen Stil zu vertrei­ben. Der Tonträ­ger ist für kleines Geld z. B. beim großen bösen A erhält­lich und enthält einen fantas­ti­schen Mitschnitt der Your Arsenal-Tour von 1992.

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Neu am Kiosk: Leben & Wohnen

Ebenso neu am Kiosk: Leben & Wohnen in der Ausgabe 1. Themen: Große Homestory: Zu Gast bei Starschau­spie­le­rin Melitta Bosorsky, NEU: Bauen mit Wurst, TREND: Heizen im Winter, HOT: Kochen mit Induk­tion. Einfüh­rungs­preis: Nur 1,- €!

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Neu am Kiosk: Meine Schuld

Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie ist sie ist. Es wär’ nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt. Was die Heraus­ge­ber dieser Publi­ka­tion bewogen hat, sie auf den Namen „Meine Schuld“ zu taufen, bleibt rätsel­haft. Mutmaß­lich führten empiri­sche und psycho­lo­gi­sche Feldstu­dien inner­halb der poten­zi­el­len Zielgruppe zu dieser Entschei­dung. Also rufe ich allen Frauen die glauben, es wäre ihre Schuld, zu: Es ist nicht Deine Schuld, es ist (fast) immer die Schuld des anderen. 😉 Inter­es­san­ter­weise steht diese Zeitschrift an dersel­ben Stelle, an der schon Meine Lebens­lüge stand. Ich behalte das Regal im Blick.

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Butterfahrt nach Bitterfeld

Da es so unglaub­lich leicht ist, die dunklen Orte des Ostens in dunklen Farben abzulich­ten, hier meine fotogra­fi­schen Impres­sio­nen aus Bitter­feld. Wer nur das Schlechte sehen will, sieht auch nur das Schlechte. Blühende Landschaf­ten, Dr. Kohl, usw. usf.… Demzu­folge gibt es hier einen vollstän­dig subjek­ti­ven Blick ins Chemie­drei­eck. Sehr wahrschein­lich gibt es dort auch schöne Ecken, und sehr wahrschein­lich liegt es an mir, dass ich diese nicht gesehen habe. Wer nach diesen Bildern noch nicht genug von der (ehemals) geplag­ten Region hat, sollte mal nach Bitter­feld auf Youtube suchen.


Gefan­gen im Chemie­drei­eck. Es sieht an allen Ecken aus wie in einem gigan­ti­schen Gewer­be­ge­biet bzw. wie beim VEB Petrol­che­mi­schen Kombi­nat Ernst Thälmann.


Unter dieser Brücke soll eine Szene von „Go Trabi Go“ spielen. Ich habe den Film schon länger nicht mehr gesehen (nie?), weshalb ich diesen Fakt weder bestä­ti­gen noch demen­tie­ren kann.


Im August 2019 spielen Die Amigos auf dem Rathaus­platz in Wolfen. Backstage gibt es wie immer Leber­wurscht­bröt­chen und Kippen. Die Amigos sind sowas wie die Rolling Stones des Chemie­fach­ar­bei­ters. Einfa­che, ehrli­che und hirntote Musik für den einfa­chen, ehrli­chen und hirnto­ten Mann. Musik für ein Publi­kum, bei dem ich nie weiß, ob ich traurig oder neidisch sein soll.


Weihnach­ten ist Party für Jesus. Ein Stand auf dem Bitter­fel­der Weihnachts­markt. Ja, Bitter­feld hat tatsäch­lich einen Weihnachts­markt. Der ist weit weg von roman­tisch oder besinn­lich; aber auch nicht so schlimm, wie man beim Ausdruck „Weihnachts­markt in Bitter­feld“ befürch­ten könnte. Papier­krieg aus Frank­furt an der Oder hatten übrigens mal einen schönen Song namens Bitter­feld, der mir beim Besuch des Weihnachts­mark­tes ziemlich penetrant im Ohr wurmte.


Wer noch ein persön­li­ches Weihnachts­shirt benötigt, schaut bitte bei City Sport Wilke in Bitter­feld vorbei.


Wir sind die fleißi­gen Handwer­k­er­lein, für Euch veredeln wir das Schwein! tönt es im Schau­fens­ter der Fleische­rei.


Playtime is every time and every time is good time!


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