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Kraut und Rüben

Idioten & Freiheit

Media­les Dauer­feuer seit März, fast ein ganzes Jahr beherrscht Corona die Medien­land­schaft. Wo früher mal Diskurs und Dialog waren, ist heute ALLE GEGEN ALLE. Nieder­brül­len statt disku­tie­ren … in diesem vollge­fres­se­nen Land da wird die Dummheit ewig siegen. Ein Licht­blick: Solange junge Menschen wie Rezo gekonnt die „Querden­ker“ zerle­gen, solange ist mir um die Jugend und die Zukunft dann vielleicht doch nicht mehr ganz so bange. Sehenswert!

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Kraut und Rüben

Veranstaltungshinweis

Da steppt der Bär, da tanzt die Gazelle, da lacht der Molch im Ketten­hemd: Winter-Klatsch mit Antje & Klaus und der Flöten­gruppe der Goethe-Grundschule Garde­le­gen. Jetzt Tickets sichern!

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Kraut und Rüben

Als Mutti in den Westen ging

Es ist eines der dunkels­ten Kapitel der Zeit kurz nach dem Mauer­fall. Hunderte Kinder wurden im Osten zurück­ge­las­sen – ihre Eltern suchten ihr Glück im Westen. In einem cross­me­dia­len Doku-Projekt erzählt der MDR jetzt die Schick­sale dieser Kinder. In Berlin lässt eine allein­er­zie­hende Mutter ihre drei kleinen Söhne zurück, in dem Wissen, sie niemals wieder­zu­se­hen. Dem 8‑Jährigen schreibt sie noch einen Zettel, wie er die 4- und 3‑Jährigen versor­gen soll. Dann legt sie Frühstücks­brote für den nächs­ten Tag hin und kommt nie wieder. Nur durch Glück können die Kinder auf sich aufmerk­sam machen, kommen danach mit teils schwe­ren Befun­den ins Krankenhaus.

Thomas Metz wird 1989 als Fünfjäh­ri­ger im Kinder­heim abgege­ben. In Origi­nal­auf­nah­men von damals sagt er, seine Mutti sei im Urlaub. Heute, 31 Jahre später, weiß er: Seine Mutti war nicht im Urlaub, sondern hatte mit ihrem Freund im Westen ein neues Leben angefan­gen. Die Bilder von damals – sie erschüt­tern noch heute. Dabei hatte Thomas Metz noch Glück. Er kam zu liebe­vol­len Pflege­el­tern und hilft heute als Sucht­the­ra­peut anderen Menschen mit schwe­ren Schicksalen.

Filmau­tor Adrian-Basil Müller, der sich schon in frühe­ren Filmen mit ostdeut­schen Biogra­fien beschäf­tigt hat, spricht mit den Kindern von damals über das seeli­sche Leid, das sie erfah­ren mussten und wie sie damit zurecht­kom­men, von den eigenen Eltern verlas­sen worden zu sein. Die Filme­ma­cher stoßen über 30 Jahre später auf Wunden und Fragen, die nie geheilt und nie beant­wor­tet wurden. Die Doku erzählt berüh­rende Fälle über diese nie öffent­lich beleuch­tete Kehrseite der Mauerfall-Euphorie.

Bereits im August dieses Jahres hatte der MDR über das Schick­sal von Kindern berich­tet, die in den Tagen unmit­tel­bar nach dem 9. Novem­ber 1989 von ihren Eltern in der DDR alleine gelas­sen wurden. Die in der „MDR Zeitreise“ geschil­der­ten Fälle beweg­ten damals viele Zuschaue­rin­nen und Zuschauer und lösten Mitleid und Verzweif­lung aus. Aus diesem Grund hat sich der MDR entschlos­sen, weiter zu forschen und den zweiten Teil seiner Recher­chen jetzt im Rahmen eines großan­ge­leg­ten cross­me­dia­len Doku-Projektes zu präsentieren.

Die Doku läuft morgen abend ab 22.10 Uhr im mdr-Fernsehen.

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Wasserstandsmeldung

Zurück aus dem Urlaub, eine Woche Vollpen­sion mit Schla­ger­abend an der Costa Corda­lis. Griechi­scher Wein, ist so wie das Salz der Erde. Während meiner Abwesen­heit haben PEPPONE das Bandhaus Leipzig mit einem tighten Set erschüt­tert, hier nachzu­se­hen. Einen Tag später waren BEN RACKEN mit der großen „Ben Racken-Lottoshow“ im Einsatz, hier ein lohnens­wer­tes Video des Auftritts.

Ansons­ten sind Bruce Springsteens „Letter To You“ und Die Ärzte mit „Hell“ als musika­li­sche Neuig­kei­ten zu vermel­den. Erste­res ist sehr sehr gut, zweite­res ist unerwar­tet großar­tig. So ein gutes Album hätte ich Die Ärzte nicht mehr zugetraut. Musika­lisch und textlich top, und wenn sich soviele AfDler von ihrem Auftritt in den Tages­the­men angep*sst fühlen, hat die Band sehr viel richtig gemacht. Alle auf Brille. Oi!

Außer­dem: Trash Wax veröf­fent­licht alle The Monte­sas Alben neu auf Schall­platte. Den Anfang macht „Rockers… Shakers!“ das schon erhält­lich ist. Ein lobens­wer­tes Unterfangen!

Die Fantas­ti­schen Vier veröf­fent­li­chen beide Unplug­ged-Alben ebenso erneut auf Schall­platte. Sehr schön, das nimmt den Mondprei­sen auf Discogs & Co. jede Grundlage.

Die Aeronau­ten veröf­fent­li­chen Anfang Novem­ber ihr letztes Album „Neun Extral­eben“ auf Tapete Records. HHV hat eine auf 150 Exemplare limitierte Version auf weißem Vinyl im Angebot. Ich hoffe, Guz schaut von oben zu und freut sich. Was hätte diese Band für eine Karriere verdient (gehabt). Ruhe in Frieden!

Lock- bzw. Shutdown 2 steht vor der Tür, dem satani­schen Hirse-Hitler und seinem Gefolge sei Dank! Was diesem Land/dieser Welt fehlt, sind keine pseudo-aufklärerischen Vollpfos­ten, sondern Anstand, Respekt und gegen­sei­tige Rücksicht­nahme. Verro­hung und Rücksichts­lo­sig­keit soweit das Auge reicht, kumuliert in den ganzen Auswüch­sen auf Unsocial Media.

Bis bald und schöne Grüße!

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Prunus Avium

Nordgerm­ers­le­ben, das Dorf der Wunder auf dem Konti­nent der Wunder in der Welt der Wunder: Neben dem ertrag­rei­chen Börde­bo­den, der das Dorf umflu­tet wie das Wasser seiner­zeit die Titanic…
… wachsen hier auch die weltweit einzi­gen Süßkir­schen­bäume, die Äpfel tragen.

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Wenn die DWS* persönlich wird

Hey, *Deutsche Wildtier Stiftung, jetzt seid ihr zu weit gegan­gen. Anzeige ist raus.

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Elbschifffahrtssause am 7. November

Ahoi Landrat­ten! Fünfzehn Mann auf des toten Mannes Truh … wenn der Klabau­ter­mann dreimal klingelt, wisst ihr: Es ist wieder Zeit, auf See zu fahren.
Am 7. Novem­ber macht die MS Marco Polo in Magde­burg die Leinen los. Die Shanties kommt dieses Mal von

pADDEL­N­oH­NE­kANU

Panik­raum

Ben Racken

Die Plätze sind begrenzt. Es gilt Mundschutz­pflicht. Alle näheren Infos und Details zum Einschif­fen gibt’s frisch aus der Kombüse unter ahoi@peppone.info.

Eine Veran­stal­tung vom Team Peppone & dem ehren­wer­ten Major Label.

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Absonderliches aus der Kreisstadt

Diese Welt ist verrückt gewor­den, dieses Jahr steht in der Hitpa­rade der Verrückt­hei­ten ohnehin ganz weit oben. Immer wenn ich denke, ich habe schon alles gesehen, kommt irgend­ein neuer Tölpel mit einer abstru­sen Idee daher: Dieses Mal eine Pilzaus­stel­lung (siehe oben). Die grausi­gen Details offen­ba­ren sich erst auf den zweiten Blick: Mushrooms & Poesie wird geboten. Das kann vieles bedeu­ten, zum Beispiel charmante Chüttel­reime mit Champi­gnons, perverse Pfiffer­lings­prosa, brutale Bovist­bon­mots, senile Steinpilz-Sonette, herrli­che Hallimasch-Hymnen oder göttli­che Glossen vom Gelben Knollen­blät­ter­pilz. Ich kann es nur vermu­ten und werde es doch nie erfah­ren, denn heute ist Montag und gestern war Sonntag. Und an dem Sonntag habe ich die Pilzaus­stell­lung verpasst.

Danke an die Pilzex­per­tin und Poesie­kö­ni­gin Heidrun Kaminske für die Einsendung.

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