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Feeling B/Punk im Osten

von Torsten am 27. Februar 2008 · 8 Kommentare

in Musik

Wer wissen will, wie Rammstein‐Keyboarder Flake zu seeli­gen Feeling B‐Zeiten aussah, sollte unbedingt mal hier vorbei­schauen. Im Zuge des allge­mei­nen DDR‐Punk‐Revivals, bzw. der Erinne­rung daran, hat inzwi­schen auch die eines tages‐Redaktion ihr Herz für den Zonen­punk entdeckt und mit Flake einen Autoren gefun­den, der weiß, wovon er spricht. Absolut lesens­wert!

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Sehr sehens­wert ist übrigens auch die Ausstel­lung „Too much future“ die noch bis Ende März in Halle/Saale zu sehen ist.

Zu guter Letzt hält Ex‐Parock­ti­kum-Modera­tor Lutz Schramm hier noch ein Schnäpp­chen für euch bereit: Feeling B, live in der Seelenbinder‐Halle Berlin, am 2. Juli 1988. Prädi­kat: Beson­ders wertvoll.

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Zitat aus der Magde­bur­ger Volks­stimme vom 22. Februar 2008
http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/sachsen_anhalt/?em_cnt=738295

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Langen­wed­din­gen. Immer mehr Sachsen‐Anhalter packt die Jagdlei­den­schaft : Nach Verbands­an­ga­ben haben so viele Menschen einen Jagdschein wie noch nie. “ Derzeit sind 11 800 Männer und Frauen im Besitz eines solchen Scheins „, sagte der Geschäfts­füh­rer des Landes­jagd­ver­ban­des, Dietrich Kramer. Kramer zufolge ist die hohe Zahl mit dem verstärk­ten Werben der einzel­nen Jäger­schaf­ten um Nachwuchs zu erklä­ren. “ Wir haben gemerkt, dass wir überal­tern. Jetzt liegt es an uns, dem entge­gen­zu­wir­ken. “ Allein im Harzkreis laufen derzeit zwei Kurse mit 35 Jungjä­gern. Kramer rechnet in diesem Jahr mit rund 300 Jägern, die aus der verbands­ei­ge­nen Nachwuchs­för­de­rung kommen.
[…]
Unter den rund 8600 im Verband organi­sier­ten Jägern sind Kramer zufolge etwa acht Prozent Frauen. “ Sie brechen immer öfter in die Männer­do­mäne ein, oft aus Famili­en­tra­di­tion. Großva­ter und Vater haben es ihnen in die Wiege gelegt „, sagte Kramer.

Liebe Frauen,

ich glaube, gut verste­hen zu können, daß ihr euch in dieser (immer noch!) patri­ar­chai­schen Gesell­schaft behaup­ten müßt. In den Vorstän­den der großen natio­na­len und inter­na­tio­na­len Unter­neh­men seid ihr praktisch nicht vertre­ten, in den Geschäfts­füh­run­gen des Mittel­stan­des trifft man euch auch eher selten an, einzig im Einzel­han­del und der Gastro­no­mie übernehmt ihr häufi­ger Führungs­po­si­tio­nen.

Jetzt habt ihr also die Jagd als Mittel zur Selbst­be­haup­tung entdeckt. Tiere im Wald abknal­len, um es mal etwas profa­ner auszu­drü­cken. Müßt ihr den Männern jeden Unsinn nachma­chen? Bisher hielt ich euch für den fried­fer­ti­ge­ren Teil der Weltbe­völ­ke­rung, und jetzt das!

Liebe Frauen, bitte verschwen­det eure wertvolle Lebens­zeit nicht mit so unnüt­zen Dingen! Bleibt der Jagd und den Waffen fern, es gibt so viele schöne Hobbies: Wasser­ski fahren, Brief­mar­ken sammeln, alte Männer piesa­cken! Wenn ihr unbedingt jagen wollt, dann jagt doch bitte die richti­gen. Mir fielen da sofort hundert poten­zi­elle Opfer ein, und nicht ein einzi­ges Tier müßte sein Leben lassen.

Im Übrigen: Diese Pose dort oben auf dem Foto, auf das Gewehr gestützt, das tote Tier zu Füßen ausge­brei­tet:

Steht euch nicht.

Steht nieman­dem.

Das sieht einfach nur wider­lich aus.

Waidmanns Dank!
euer Amtsvor­ste­her

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In Love with the Ocean

von Torsten am 22. Februar 2008 · 1 Kommentar

in Musik

Oh mein Gott, nicht schon wieder! Ich habe mich in einen Song verliebt. 🙂

If I could have chosen
where God would hide his heaven
I would wish for it to be
in the salt and swelly the ocean.
Carried by the currents
to all conti­nents‘ shores.
Reaching into depths where the sun’s light has never shown.
Mixed with algae and coral.
Breathed in by sharks and dolphins.
Sailed by tanker ships, private yachts, swam in by tourists.
Working its way up through inlets, lakes, and rivers,
swamps, and estua­ries.
Down through limestone into the aquifer.
Purified by the county,
pumped through pipes and out faucets.
Filled into a glass to meet the thirst of our child­ren.

If I could have chosen, I would have been born a woman.
My mother once told me
she would have named me Laura.
I would grow up to be strong and beauti­ful like her.
One day I’d find an honest man
to make my husband.
We would have two child­ren,
build our home on the Gulf of Mexico.
Our family would spend hot summer days at the beach together.
The sun would kiss our skin as we played in the sand and water.
We would know we loved each other without having to say it.

At night we would sleep with the windows of our house left open.

Letting the cool ocean air
soothe the sunbur­ned shoul­ders
of our child­ren.

there is an ocean
in my soul
where the waters
do not curve

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Supernatural Superserious

von Torsten am 21. Februar 2008 · 0 Kommentare

in Musik

Beim Heraus­kra­men der alten R.E.M.-Unplugged-Aufnahmen von 1991 fiel mir wieder auf, wie großar­tig diese Band einmal war. Wie habe ich R.E.M. geliebt, damals. Großar­tige Alben hat die Band veröf­fent­licht: Murmur, Document, Automa­tic for the People, New Adven­tures in Hi‐Fi. Irgend­wann kamen dann die musika­lisch belang­lo­sen Reveal und Around the Sun und jetzt also die erste Single „Super­na­tu­ral Super­se­rious“ vom kommen­den Album Accele­rate.

Was ich da höre, hat leider leider leider nix mit der Größe vergan­ge­ner Tage zu tun, ich höre nur einen müden Abklatsch von „Imita­tion of Life“, gepaart mit ein paar auf Rock getrimm­ten E‐Gitarren. Belang­los, einfalls­los, Formatradio‐kompatibel. Was ist mit Michael Stipes Texten passiert? Wo ist die ehemals so metaphern­rei­che Lyrik? Muß man mit inzwi­schen 48 Jahren noch von der „Teenage Station“ und „you cry, you cry, you cry“ schwa­feln?

HALT! Hier breche ich ab, um mich nicht komplett im waswardochfrüherallesbesser‐Brei zu suhlen, und mir ein Hinter­tür­chen offen­zu­hal­ten. 😀 Für das kommende Album, falls es wider Erwar­ten doch großar­tig ausfal­len sollte.

Ich bleibe gespannt.

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Zum Teufel mit Zumwinkel

von Torsten am 21. Februar 2008 · 0 Kommentare

in Politik

Rund fünf Millio­nen Euro hat der Bundes­nach­rich­ten­dienst nach SPIEGEL‐Informationen für Daten über Steuer­sün­der in Liech­ten­stein gezahlt. Bundes­fi­nanz­mi­nis­ter Stein­brück war persön­lich in die Trans­ak­tion einge­weiht. Ich rufe: Bravo BND, fein gemacht.

Ich meine, daß die 5 Millio­nen Euro über Steuer­rück­for­de­run­gen, Bußgel­der und Geldstra­fen wieder reinge­holt werden sollten. Dem BND jetzt vorzu­wer­fen, er habe unwirt­schaft­lich gehan­delt, ist Blödsinn. Aller­dings nur, wenn man jetzt unsere lieben Steuer­ver­mei­der tatsäch­lich verfolgt und zur Rechen­schaft zieht. Und genau danach sieht’s ja gerade aus.

Allein Klaus Zumwin­kel soll über eine Million Euro hinter­zo­gen haben, mehr als tausend Namen von verdäch­ti­gen Leistungs­trä­gern der bundes­deut­schen Gesell­schaft liegen der Staats­an­walt­schaft vor. Laut SPIEGEL soll von diesen Mitglie­dern der deutschen Elite nach konser­va­ti­ven Schät­zun­gen insge­samt mindes­tens 300 Millio­nen Euro am deutschen Fiskus vorbei­ge­schleust worden sein, nach anderen Angaben bis zu vier Milli­ar­den Euro.

Die Linke moniert, die Angele­gen­heit läge nicht in der Zustän­dig­keit des BND. Hallo? Jemand zuhause??? Habt ihr eure Liebe zum Kapital entdeckt? Aufgabe des BND ist unter anderem die Aufklä­rung und Bekämp­fung organi­sier­ter Krimi­na­li­tät. Organi­sierte Krimi­na­li­tät ist die „von Gewinn‐ oder Macht­stre­ben bestimmte planmä­ßige Begehung von Straf­ta­ten, die einzeln oder in ihrer Gesamt­heit von erheb­li­cher Bedeu­tung sind, wenn mehr als zwei Betei­ligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeits­tei­lig zusam­men­wir­ken.“

Tatbe­stand erfüllt.

Das Vermö­gen der Verbre­cher resozia­li­sie­ren und ab in den Knast mit denen.
Und wehe ich höre nochmal ein Wort über die „HartzIV‐Betrüger“…

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Arcade Fire in Paris

von Torsten am 19. Februar 2008 · 1 Kommentar

in Musik

Hier ausge­lie­hen:

Abt. ‚Innova­tion‘ und so: Die Concerts A Emporter des franzö­si­schen Video‐Blogs Le Blogo­thèque haben mittler­weile schon Kult‐Status und es sind nicht nur kleine und unbekannte Szene‐Bands, die ihre kurzen Unplugged‐Sets an ungewöhn­li­chen Orten in Paris spielen. Da gibt es Aufnah­men der Cold War Kids im Schul­bus, Neil Hastead von Mojave 3 im Fenster eines pittoresk‐französischen Altbaus, The Divine Comedy an einer Straßen­ecke und The Hidden Cameras am Canal Saint Martin. Es ist schön, diese Videos zu sehen, unabhän­gig von den immer tollen Neu‐Interpretationen und Umdich­tun­gen, sie zeigen vor allem, dass die Indie‐Szene tatsäch­lich noch zu funktio­nie­ren scheint, egal, wie oft ihr Tod angesichts kommer­zi­el­len Erfolgs noch herbei­ge­re­det wird. So ist es beson­ders schön, dass eines der beein­dru­ckends­ten Dokumente der Reihe nun ausge­rech­net Arcade Fire zeigt. Da steckt die komplette Band, inklu­sive Bläsern und vielen Strei­chern, also in durch­aus monumen­ta­ler Beset­zung, eng gepresst im Aufzug des Pariser Clubs Olympia und spielt eine wunder­schöne Version vom neuen Track Neon Bible, bevor sich schließ­lich die Türen öffnen und eine überwäl­tigte Menschen­menge im Foyer den Klassi­ker Wake Up feiert. Atmosphä­risch unglaub­lich dicht und leiden­schaft­lich einge­fan­gen hat das Ereig­nis Vincent Moon. Großar­ti­ges Dokument einer großen, einer ganz großen Band.

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