Unsinn zur Mittagsstunde

Ein untrüg­li­ches Zeichen alter­na­ti­ver Nahrungsmittel-Versorgung in der elenden Pampa ländli­chen Gebie­ten sind die zahlrei­chen rollen­den Verkaufs­wa­gen, die mein Dorf zu jeder Tages- und nicht Nacht­zeit mit ihrer vorüber­ge­hen­den Anwesen­heit beehren. Ob Wurst­wa­gen, Bäcker­auto oder Fisch­fahr­zeug; sie alle rollen durch des Dorfes holprige Gassen und preisen ihre Waren an. Jeden Freitag z. B. hupt zu unchrist­li­cher Zeit das Mortadella-Mobil meinen Schlaf mit wursti­ger Arroganz in Scher­ben. Derart wachge­rüt­telt eile ich auf flinken Füßen zum Wurst­pan­zer um mich für mindes­tens die nächs­ten 6 Wochen mit Hackfleisch einzu­de­cken. Mit Schub­kar­ren voller Mett in der heimi­schen Küche einge­trof­fen, geht es munter ans Bulet­ten brutzeln. 400 Stück, gebra­ten in der Riesen­pfanne, die Villa­riba (oder war’s Villa­ba­cho?) jetzt fehlt. 400 Bulet­ten in 6 Wochen, das sind fast zehn Bulet­ten täglich. Ein Fluch für meine Körper­pro­por­tio­nen, ein Segen für die Fleisch­in­dus­trie! Mahlzeit!

Steht’s Hack zu lang in der Sonne, fängt’s an zu blühen.
Die Blaska­pelle spielt den Mettmeis­ter­marsch, ein bißchen Show muß sein.

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Kraut und Rüben

Kampf der Komplexität! Alles Scheiße!

Diese Welt ist komplex gewor­den. Alles hängt mit allem zusam­men. Biosprit für Europa tötet Maisbau­ern in Mittel­ame­rika. Sollte ich bei einer Marken­tank­stelle tanken oder besser bei der preis­wer­te­ren Alter­na­tive? Darf ich Lidl, Aldi & Co. noch mit meinem Geld beglü­cken oder ausschließ­lich den moralisch korrek­ten Biobau­ern von nebenan? Wenn ich den Licht­schal­ter der Behörde betätige, fördere oder schädige ich dann erneu­er­bare Energien? Sind meine Klamot­ten korrekt oder von minder­jäh­ri­gen Asiaten unter menschen­ver­ach­ten­den Bedin­gun­gen zusam­men­ge­schus­tert? Man traut sich schon gar nicht mehr, überhaupt noch irgend­was zu konsu­mie­ren oder einen klaren Stand­punkt zu bezie­hen. Das einzige, was noch klar zu sein scheint, ist der CD-Kauf bei meinem Lieblings-Mailorder anstatt bei Amazon und Konsor­ten. Auch wenn’s deutlich teurer ist.

Wir sollten wieder mehr schwarz-weiß denken. Mehr eindeu­tige Stand­punkte. Mehr radikale Meinun­gen. Schluß mit Verständ­nis für alles und jeden, sei sein Anlie­gen auch noch so komplex! Überhaupt: Nieder mit der Komple­xi­tät, her mit einfa­chen Verhält­nis­sen. Was Scheiße ist, soll bitte auch wieder so genannt werden, Schluß mit „subop­ti­ma­len Zustän­den“, her mit eindeu­ti­gen Aussa­gen!

Alles Scheiße!

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Kraut und Rüben Politik

Video – The Weakerthans live in Berlin ’07

Frisch einge­trof­fen: Ein Video der großar­ti­gen The Weakerthans im Dezem­ber 2007 live im Berli­ner Lido. Wer genau hinsieht, sieht sogar meine Wenig­keit im Dunkeln tanzen. Über das Konzert selbst hab ich schon einmal meinen Senf abgege­ben … Gute Unter­hal­tung!

Hier gibt’s das Video in bildschirm­fül­len­der Quali­tät.

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Musik
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Firlefanzen am Finanzmarkt

Nach der überra­schen­den Senkung der Rüben­zin­sen in der Börde hat sich die Situa­tion an der Oschers­le­ber Börse wieder etwas beruhigt. Wir sehen einer ruhigen Nacht entge­gen. Der Dachs stieg am frühen Nachmit­tag auf über 7400 Meter, kam zurück und tanzte. Wie er das ohne techni­sche Hilfs­mit­tel schaffte, blieb zunächst unklar. Morgen schießt die Börde­be­hörde 17 Milli­ar­den Dollar in den ungesät­tig­ten Markt. Da heißt es Augen – und vor allem – die Taschen auf!

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Fundsachen
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