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Nur diese Woche im Angebot: Die Lebens­ein­stel­lung auf Holz, 30 x 80 cm. Gehört gleich neben das „Carpe Diem“ an die Wohnzim­mer­wand geklatscht. Gehe Deine Weg, bleib immer Du selbst, vertrau auf Deine Stärken, sei glück­lich, entde­cke die Welt, fälle einen Baum, fahr Dein Auto gegen eine Wand und hör niemals auf zu saufen. Und in der Küche dann Tapeten mit dem sich ewig wieder­ho­len­den Mantra „Café – Cappuc­cino – Espresso – Latte Macchiato“. Brech­reiz garan­tiert!

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Der Tag, an dem ich merkte, das es zwischen mir und meiner Edeltraud nicht mehr sonder­lich gut lief, war ein nebli­ger Mittwoch. Gerade hatte ich meiner Hilde­gard das Frühstück berei­tet, als es klingelte. Der Postmann stand vor der Tür und sein grenz­de­bi­les Grinsen verriet mir sofort, das es zwischen ihm und meiner Hanne­lore etwas geben mußte, das bis zu diesem nebli­gen Mittwoch­mor­gen im ebenso nebli­gen Tal meiner Vorstel­lungs­kraft verbor­gen lag. Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Sieglinde beich­tete mir alles sofort und nach kurzem Nerven­zu­sam­men­bruch meiner­seits, lud ich sie zu einem Abend ins Café Sahne­tört­chen ein. „Paarbis­tro – Zeit zu zweit“ hieß das Angebot und versprach einen „beson­de­ren Abend mit Ihrem Partner oder Ihrer Partne­rin abseits vom Alltag“. Das war nicht zuviel verspro­chen, denn meine Waltraud und ich wurden im Rahmen des Paarbis­tros wie die beiden alten Deutsch­lands wieder verei­nigt und sind seither wie ein Herz und eine Seele. Und morgen schon feiern wir Eiserne Hochzeit. Und Sie sind alle einge­la­den. Sofern Sie die Adresse kennen. Die ich aber nicht verrate, denn ich bin sehr arm und kann mir keine Schma­rot­zer am Tisch leisten.

Einen schönen Abend
Ihr glück­li­cher Gunnar Roß

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Eine schöne Sendung im NDR‐Nachtclub über das Parock­ti­kum, DT64, Lutz Schramm und die Indie‐Szene der DDR Ende der 80er Jahre. Natür­lich mit viel Musik aus der Zeit. Absolut hörens­wert!

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Kurz vor dem Jahres­wech­sel hat es uns nach Thürin­gen verschla­gen. Erfurt ist wirklich eine schöne Stadt; bräuchte es ein Muster­bei­spiel für den „Aufbau Ost“, sollte man Erfurt zu Rate ziehen. Am letzten Tag unseres Kurzur­lau­bes waren wir die Gedenk­stätte Buchen­wald auf dem Gelände des ehema­li­gen Konzen­tra­ti­ons­la­gers besuchen. Ich war bereits 1986 dort, auf der obliga­to­ri­schen Klassen­fahrt der 8ten Klassen einer jeden DDR‐Schule. Gänzlich unbekannt war mir der Fakt, das das Lager noch bis 1950 von der Sowjet­union als Gefan­ge­nen­la­ger genutzt wurde. Auch der beinahe vollstän­dige Abriß fast aller Gebäude wurde uns auf einer Führung damit erklärt. Die Sowjets wollten jedes Zeugnis ihres Lagers vernich­ten. Die Nutzung des Lagers bis 1950 wurde in der späte­ren DDR komplett totge­schwie­gen, ich hatte nie davon gehört.

Eindring­lich darge­stellt werden die Zeugnisse der Naziherr­schaft. Ob Krema­to­rium, Fleckfieber‐Versuche an Häftlin­gen, eine getarnte Genick­schuß­an­lage oder der ans Lager grenzende Zoo für ein bißchen Enter­tain­ment neben der Folter­herr­schaft – der übrigens auch für die Weima­rer Bevöl­ke­rung geöff­net war – die Eindrü­cke dort sind bedrü­ckend. Im ehema­li­gen Gebäude der Effekten‐, Kleider‐ und Geräte­kam­mer gibt es eine mehr als sehens­werte Ausstel­lung zur Geschichte des Lagers von 1937 – 1950 zu sehen. Für den Besuch allein der Ausstel­lung sollte man als Interessierte/r mindes­tens 2 Stunden einpla­nen. Neben jeder Menge Anschau­ungs­ma­te­rial und Original‐Dokumenten gibt es eine exzel­lent aufbe­rei­tete und chrono­lo­gisch angelegte Zeitachse „abzulau­fen“, auf deren Verlauf man die Lager­ge­schichte vom Bau bis zum Ende bis ins Detail verfol­gen und begrei­fen kann.

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Wieder zuhause, habe ich reich­lich Wikipedia‐Artikel zum Thema verschlun­gen. Wer weiter­le­sen möchte, dem seien die Artikel über den 1. Lager­kom­man­dan­ten Karl Koch, seine Frau Ilse, die Stadt Weimar zur Nazizeit empfoh­len.

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Aus unserer Rubrik „Bildun­ter­schrif­ten aus der Hölle“:

Schlüpfer‐Held: Thomas Seitel holte 2008 den Guinness‐Rekord fürs Überzie­hen von 82 Unter­ho­sen in fünf Minuten.

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Aus unserer Rubrik „Bildun­ter­schrif­ten aus der Hölle“:

Heino genießt 1970 eine Suppe.

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