Abwanderung

Der Ossi als Problembär der Nation

In der Magde­burg­er Volksstimme von heute gibt es ein inter­es­santes Inter­view mit Rebec­ca Pates zu lesen. Rebec­ca Pates ist Poli­tik­wis­senschaft­lerin in Leipzig und in dieser Funk­tion leit­ete Pates eine Studie zum Image der Ost­deutschen. Der Tenor des Volksstimme-Inter­views ist ein­deutig: Der Ossi ist der Prob­lem­bär der Nation. Am Ende des Inter­views wird darauf hingewiesen, daß das Gespräch aus der Leipziger Volk­szeitung über­nom­men wurde. Hocher­staunt mußte ich beim Lesen des Bericht­es in der LVZ fest­stellen, daß diese zu einem völ­lig anderen Schluß kommt: Der Ossi war der Prob­lem­bär der Nation. Schon inter­es­sant, wie man Antworten inter­pretieren kann. Ich kann mich jet­zt lei­der für keinen der bei­den Sätze son­der­lich erwär­men und verbleibe somit voerst als

der Vielle­icht-Prob­lem­bär der Börde. Brumm.

The Grand Rapids Lipdub

Ende Jan­u­ar diesen Jahres veröf­fentlichte das Mag­a­zin Main­street unter der Über­schrift “Ster­bende Städte” eine Top Ten der amerikanis­chen Städte mit dem größten Bevölkerungss­chwund in den let­zten zehn Jahren.

Das sorgte bei den betrof­fe­nen Bewohn­ern in den entsprechen­den Städten für Unmut. Beispiel­sweise in New Orleans, das durch die vie­len Opfer des Hur­ri­cans Kat­ri­na beson­ders betrof­fen war. Auch beim Zehnt­platzierten Grand Rapids, ein­er Stadt im Bun­desstaat Michi­gan mit knapp 200.000 Ein­wohn­ern, war der Unmut groß. Man grün­dete Face­book-Grup­pen, beschw­erte sich bei Newsweek und präsen­tierte im Mai ein Video zum Beweis der Lebendigkeit der Stadt.

Rund 5000 Bewohn­er Grand Rapids legten zu ein­er Live-Ver­sion von Don McLeans Amer­i­can Pie ihre Innen­stadt lahm und eine flotte Sohle auf den Asphalt. Und das alles ohne einen sicht­baren Schnitt. Gute Unterhaltung!

Danke an Her­rn Wirt für den fre­undlichen Hinweis!

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