Afrika

Kinshasa Symphony

Neulich nacht in der Börde: Ich zappe durch die Kanäle und bleibe tief im West­en hän­gen. Im WDR läuft Kin­shasa Sym­pho­ny, ein mir bis dato völ­lig unbekan­nter Doku­men­tarfilm über das einzige Sym­phonieorch­ester Zen­tralafrikas. Kri­tik­er-Krö­sus Mike Beil­fuss stellt fest: “Es geht dem Film nicht darum, dass das L’Orchestre Sym­phonique Kim­ban­guiste oft noch klingt wie ein besseres deutsches Schu­lorch­ester – es geht ihm um Freude und die Bere­itschaft, etwas zu ler­nen und zu verän­dern. Ein Funke Hoff­nung auf dem schw­er gebeutel­ten und ver­nach­läs­sigten Kon­ti­nent, her­vorgerufen durch Men­schen mit großer Kraft und dem Willen, sich nicht kampf­los in ihr Schick­sal zu ergeben. Wenn die Kam­era während des großen Konz­erts über glück­liche und zufriedene Gesichter gleit­et, dann ruft dies echte, nach­haltige Bewun­derung für jeden einzel­nen Pro­tag­o­nis­ten her­vor.” Dem schließe ich mich an und füge hinzu: Wenn ihr mal die Chance habt, unbe­d­ingt ansehen!

Die Zeit hält einen lesenswerten Artikel über das Orch­ester bereit.

Baden mit dem Teufel

Der Devil’s Pool ist eine Badestelle nah am Rand der Vic­to­ria Falls in Sim­bab­we. Wenn der Wasser­stand des Flußes auf einem sicheren Lev­el ist (nor­maler­weise ist er das in der Trocken­zeit von Sep­tem­ber und Dezem­ber), kann man ganz dicht an den Rand der Vic­to­ria Falls schwim­men. Möglich ist dies auf­grund ein­er unterirdis­chen Fel­swand dicht unter dem Wasser.

Bei Hochwass­er fließen cir­ca 10.000 Kubik­me­ter Wass­er pro Sekunde (in der Trocken­zeit sind es nur 170 Kubik­me­ter) über eine Bre­ite von mehr als 1700 Metern in die Tiefe. Die Wasser­massen des Sambe­si stürzen 110 Meter tief. Der dadurch entste­hende Sprüh­nebel steigt bis zu 300 Meter hoch und ist noch in 30 Kilo­me­tern Ent­fer­nung zu sehen.

Durch­schnit­tlich ein Men­sch pro Jahr kommt beim Baden im Devil’s Pool ums Leben.

Auf Video sieht das Ganze noch furchte­in­flößen­der aus.

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