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Der Schlüpfer von Steve Jobs

Wir heben unsere San­dale (nur eine!) und fol­gen dem Mes­sias ins gelobte Land. Höre ich da jeman­den Jeho­va rufen?! Werft den Purschen zu Poden!

Der iGod ist tot. Der Jesus der Gen­er­a­tion iPod ist verblichen. Der let­zte große Philosoph des noch jun­gen Jahrtausends ist von uns gegan­gen. Was soll nun aus der Welt wer­den? Dunkel­heit, Kälte und Ver­damm­nis wer­den Einzug hal­ten. Nichts wird mehr sein, wie es ein­mal war.

Was neben der furcht­baren Fin­ster­n­is bleibt, sind die Erin­nerun­gen an den Meis­ter. Wir wollen sein wie er. Wie wollen sprechen, wie er zu uns sprach. Wir wollen speisen, was er speiste und wir wollen die Gewän­der tra­gen, die auch er trug. Was schwierig wer­den kön­nte, denn wie man liest, kommt der Her­steller der Rol­lkra­gen­pullover welche unseres Meis­ters Leib bek­lei­de­ten, kaum mit der Pro­duk­tion nach. Da müssen wir wohl oder übel unsere geschun­de­nen Leiber nackt in die Einkauf­szen­tren in Stadt und Land schieben. Bess­er noch in einen Apple Store… Sollte es neblig sein — ich erwähne hier auch expliziert den Nebel im Geiste — oder wir ander­weit­ig schlecht sehen kön­nen, kön­nten wir immer noch zu des Meis­ters Brille greifen. Aber hur­tig, denn bald dro­ht auch dort der Lief­er­eng­pass.

Ich würde wirk­lich einiges dafür geben zu erfahren, welche Gum­mistiefel-Marke Steve Jobs trug, wenn es in Cuper­ti­no mal reg­nete. Oder welch­es Auto er fuhr, welchen Käse er aß und was er abends so im Fernse­hen schaute. Mehr noch — sollte mir jemand ver­rat­en kön­nen, welche Box­er­shorts ich zukün­ftig kaufen kön­nte um mit dem Meis­ter im unter­hosi­gen Ein­klang zu leben, gehörte ihm meine Seele. Versprochen.

Maschinenstürmer

Maschi­nen­stürmer waren lt. Wikipedia eine rev­o­lu­tionäre Bewe­gung gegen die von kap­i­tal­is­tis­chen Unternehmern vorgenommene Mas­chin­isierung in der Indus­triellen Revolution.

Mit dem Ein­set­zen der Indus­tri­al­isierung im aus­ge­hen­den 18. Jahrhun­dert erfuhren viele Men­schen, dass der zunehmende Ein­satz von Maschi­nen Arbeit­splätze ver­nichtete; in der Folge zer­störten empörte und rebel­lierende Arbeit­er wieder­holt Maschi­nen. Der soge­nan­nte Maschi­nen­sturm nahm in Deutsch­land und Eng­land unter­schiedliche Aus­maße an. (Link)

Oben­ste­hen­des Video ist aller Wahrschein­lichkeit nach Teil ein­er viralen Mar­ket­ing-Kam­pagne der Fir­ma Microsoft. Ich dachte eigentlich, die Zeit­en des Krieges der Betrieb­ssys­teme wären vor­bei. In den seli­gen 90igern kon­nte man Win­dows-Nutzer mit dem Geständ­nis “Ich arbeite mit einem Pow­er­Mac!” noch ins Bluthochdruck­land zwis­chen Wut und Wahnsinn treiben; heute hinge­gen ist der Mac sowas von hip, trendy und [hier Bäh-Wort Ihrer Wahl ein­tra­gen], das die coolen Säue längst wieder Win­doof nutzen.

Wie auch immer — das Video find ich ganz witzig.

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