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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Harald Hauswald ist ein Foto-Gott

Harald Hauswald (* 1954 in Radebeul) ist ein deutscher Fotograf, der durch seine Alltags- und Berlin­fo­to­gra­fien bekannt wurde. Er ist Mitbe­grün­der der Berli­ner Fotoagen­tur Ostkreuz.

Nach einer Lehre als Fotograf und Arbeit in Radebeul zog Harald Hauswald 1977 nach Berlin um, wo er zunächst verschie­de­nen Tätig­kei­ten nachging, so als Heizer, Restau­ra­tor, Fotola­bo­rant und dann in seinem erlern­ten Beruf als Fotograf in der Stephanus-Stiftung in Berlin-Weißensee. 1989 wurde er in den Verband Bilden­der Künst­ler der DDR (VBK) aufge­nom­men. Vor allem durch das Buch „Berlin-Ost Die andere Seite einer Stadt“, das er zusam­men mit Lutz Rathe­now gemacht hat, gilt Hauswald als bedeu­ten­der kriti­scher Chronist der Endzeit der DDR. Seit 1990 arbei­tet er freibe­ruf­lich, so waren seine Foto-Reportagen unter anderem in der GEO, im Stern und im ZEITma­ga­zin zu sehen. 1997 erhielt Hauswald das Bundes­ver­dienst­kreuz und 2006 den Einheits­preis der Bundes­zen­trale für politi­sche Bildung. (Quelle: Wikipedia.de)

… und wer’s nicht glaubt, der guckt bitte selbst zuerst hier, dann hier, da noch, hier, da und natür­lich ganz unbedingt hier.

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Kraut und Rüben

Zeitreise – Die Kinder von Golzow

Heute mal ein kleiner TV-Tipp vom Behör­den­team: „Die Kinder von Golzow“ ist eine filmi­sche Langzeit­do­ku­men­ta­tion über die Schüler einer Schul­klasse aus dem branden­bur­gi­schen Golzow im Oderbruch. Von 1961 bis 2007 dokumen­tie­ren Barbara und Winfried Junge 18 Menschen auf ihrem Lebens­weg. Dabei entstan­den mehr als 45 Stunden Filmma­te­rial. Doch keine Angst: Es handelt sich nicht um „Big Brother“ für Intel­lek­tu­elle, sondern um ein filmhis­to­risch bedeu­ten­des und anspruchs­vol­les Werk.

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Kraut und Rüben Musik

„Am Abend jener Tage“ – Rock in der DDR

Durch beruf­li­che Umstände bin ich an ein Vorab-Exemplar des bald erschei­nen­den Buches „Am Abend jener Tage“ gelangt. Es handelt sich dabei um einen Bildband zum Thema Rock und Pop in der DDR. Wer Inter­esse an mitun­ter wirklich tollen Fotos und an der DDR-Musikgeschichte im allge­mei­nen hat, sollte unbedingt die Anschaf­fung des Buches in Erwägung ziehen…

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Kraut und Rüben

Schleimkeim

Dieses Buch hab ich gerade in atembe­rau­ben­der Rekord­zeit gelesen und möchte es hiermit wärms­tens empfeh­len. An dieser Stelle herzli­chen Dank an jeman­den, der mir dieses Buch gelie­hen hat und weiß wer gemeint ist. 😉

Da die einzige Amazon-Kundenrezension genau das aussagt, was auch ich gesagt hätte, übernehme ich den Text einfach mal ganz schamlos.

„Satan, kannst du mir noch mal verzeihen:
Otze Ehrlich, Schleim­keim und der ganze Rest“

Ich kann mich erinnern, in den frühen 90ern den ersten Post-Anschluss DDR-Punk-Sampler „Sicher gibt es bessere Zeiten (…)“ als LP erwor­ben zu haben, damals fiel mir eine Band durch ihren räudi­gen, derben Sound und den ungewöhn­li­chen Gesang beson­ders auf: Schleim­keim. Der Name war albern, die Texte simpel, die Musik primi­tiv, aber die Band hatte das gewisse Etwas und ließ die restli­chen Bands auf diesem Sampler alt ausse­hen. Mit den Jahren hatte ich die Band und die Punkszene weitge­hend aus den Augen verlo­ren, bis ich vor kurzem anfing, mich mit Musik­erbio­gra­phien zu befas­sen. Auf meiner Suche stieß ich dann auf dieses Werk und musste es sofort haben. Ich habe es in 1 12 Tagen verschlun­gen! Ähnlich wie in „Verschwende deine Jugend“ lässt man hier Wegge­fähr­ten und andere Zeitzeu­gen zu Wort kommen, so entsteht ein vielschich­ti­ges, insge­samt wenig schmei­chel­haf­tes Portrait eines genia­len, erfin­dungs­rei­chen Künst­lers, der stets mit dem Kopf durch die Wand ging und ohne Rücksicht auf andere oder sich selbst „sein Ding“ durch­ge­zo­gen hat. Erwar­tungs­ge­mäß fand die Geschichte des Dieter „Otze“ Ehrlich ein tragi­sches Ende, aber lest doch einfach selbst…

* Broschiert: 175 Seiten
* Verlag: Ventil; Auflage: 1 (März 2008)
* Sprache: Deutsch
* ISBN-10: 3931555690
* ISBN-13: 978–3931555696

Quelle / Bei Amazon bestellen.

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Musik

Depeche Mode in der DDR

Vor 20 Jahren: Depeche Mode in der Berli­ner Seelenbinder-Halle.

In der Halle warten 6000 Fans. Seinen vorsorg­lich mitge­nom­me­nen FDJ-Ausweis kann der 16-jährige Sascha Lange stecken lassen: Nichts deutet auf eine Geburts­tags­party der FDJ hin. Statt blauer Hemden fiebern schwarz geklei­dete Depeche-Mode-Doubles dem Auftritt entge­gen. Die DDR ist an diesem Abend unend­lich weit weg. In Grund und Boden gebuht, verlässt die ostdeut­sche Vorband Mixed Pickles die Bühne. Um 20.08 Uhr ist es endlich so weit: Als Sänger Dave Gahan „Good evening, East Berlin“ in den Saal ruft, drückt Rocco Ganzert aufge­regt die Aufnah­me­taste seines Kasset­ten­re­kor­ders. Nicht wenigen Fans laufen Tränen über das Gesicht. „Wir raste­ten total aus“, erinnert sich Sascha Lange. „Dieses Glück, diese Freude. Depeche Mode in der DDR – und ich war dabei!“ Selbst Produk­ti­ons­lei­ter Ponesky reißt die Stimmung mit: „Es war ein Konzert, das sich mit keinem anderen verglei­chen lässt. Die Band hatte eine Aura, die einen fast gläubig werden ließ.“ Als nach einein­halb Stunden das Saallicht angeht, spüren alle Betei­lig­ten, dass sie gerade etwas ganz Beson­de­res erlebt haben.

20 Jahre später. Depeche Mode sind nach wie vor eine großar­tige Band, die DDR ist inzwi­schen Geschichte. Ich kann mich noch gut erinnern, daß mir meine Mutter damals, ein oder zwei Tage nach dem Konzert, die gesam­mel­ten Zeitun­gen mit Berich­ten über das Konzert auf den Küchen­tisch legte.

Mein Gott, was hätte ich für eine Karte gegeben.

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Kraut und Rüben

Sturmwarnung

Am Wochen­ende wird es stürmisch, und zwar ziemlich. Machen Sie also bitte alle Schot­ten dicht, greifen Sie zur Jacke mit Lammfelli­mi­tat und warten Sie im Keller bis das Unbill vorüber­ge­zo­gen ist. Es sollte am Sonntag­nach­mit­tag soweit sein, bis dahin gehe ich ebenfalls auf Tauchstation.
Ich möchte außer­dem die Gelegen­heit nutzen, und mich bei allen ostdeut­schen Frauen ausdrück­lich dafür entschul­di­gen, daß ich nie behaup­tet habe, sie würden alle ihre Kinder töten, weil das ungebo­rene Leben früher eh nix wert war. Leber­wurscht und Leitungs­was­ser, so war das damals. Kann sich doch heute keiner mehr vorstellen!

Demnächst in diesem Blog: Einige knappe Sätze über die Bedeu­tung von Hasen­bro­ten und ein Ausflug in die Vergan­gen­heit mit dem Titel „Warum ostdeut­sche Väter dem Alkohol nicht abgeneigt waren, ihre Söhne aber dennoch am Leben ließen“.

Bleiben Sie gespannt!

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Musik

Feeling B/Punk im Osten

Wer wissen will, wie Rammstein-Keyboarder Flake zu seeli­gen Feeling B‑Zeiten aussah, sollte unbedingt mal hier vorbei­schauen. Im Zuge des allge­mei­nen DDR-Punk-Revivals, bzw. der Erinne­rung daran, hat inzwi­schen auch die eines tages-Redaktion ihr Herz für den Zonen­punk entdeckt und mit Flake einen Autoren gefun­den, der weiß, wovon er spricht. Absolut lesenswert!

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Sehr sehens­wert ist übrigens auch die Ausstel­lung „Too much future“ die noch bis Ende März in Halle/Saale zu sehen ist.

Zu guter Letzt hält Ex-Parock­ti­kum-Modera­tor Lutz Schramm hier noch ein Schnäpp­chen für euch bereit: Feeling B, live in der Seelenbinder-Halle Berlin, am 2. Juli 1988. Prädi­kat: Beson­ders wertvoll.

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