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Kraut und Rüben

Wasserstandsmeldung

Zurück aus dem Urlaub, eine Woche Vollpen­sion mit Schla­ger­abend an der Costa Corda­lis. Griechi­scher Wein, ist so wie das Salz der Erde. Während meiner Abwesen­heit haben PEPPONE das Bandhaus Leipzig mit einem tighten Set erschüt­tert, hier nachzu­se­hen. Einen Tag später waren BEN RACKEN mit der großen „Ben Racken-Lottoshow“ im Einsatz, hier ein lohnens­wer­tes Video des Auftritts.

Ansons­ten sind Bruce Springsteens „Letter To You“ und Die Ärzte mit „Hell“ als musika­li­sche Neuig­kei­ten zu vermel­den. Erste­res ist sehr sehr gut, zweite­res ist unerwar­tet großar­tig. So ein gutes Album hätte ich Die Ärzte nicht mehr zugetraut. Musika­lisch und textlich top, und wenn sich soviele AfDler von ihrem Auftritt in den Tages­the­men angep*sst fühlen, hat die Band sehr viel richtig gemacht. Alle auf Brille. Oi!

Außer­dem: Trash Wax veröf­fent­licht alle The Monte­sas Alben neu auf Schall­platte. Den Anfang macht „Rockers… Shakers!“ das schon erhält­lich ist. Ein lobens­wer­tes Unterfangen!

Die Fantas­ti­schen Vier veröf­fent­li­chen beide Unplug­ged-Alben ebenso erneut auf Schall­platte. Sehr schön, das nimmt den Mondprei­sen auf Discogs & Co. jede Grundlage.

Die Aeronau­ten veröf­fent­li­chen Anfang Novem­ber ihr letztes Album „Neun Extral­eben“ auf Tapete Records. HHV hat eine auf 150 Exemplare limitierte Version auf weißem Vinyl im Angebot. Ich hoffe, Guz schaut von oben zu und freut sich. Was hätte diese Band für eine Karriere verdient (gehabt). Ruhe in Frieden!

Lock- bzw. Shutdown 2 steht vor der Tür, dem satani­schen Hirse-Hitler und seinem Gefolge sei Dank! Was diesem Land/dieser Welt fehlt, sind keine pseudo-aufklärerischen Vollpfos­ten, sondern Anstand, Respekt und gegen­sei­tige Rücksicht­nahme. Verro­hung und Rücksichts­lo­sig­keit soweit das Auge reicht, kumuliert in den ganzen Auswüch­sen auf Unsocial Media.

Bis bald und schöne Grüße!

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Kraut und Rüben Musik

„Robert Smith – der depressivste Mann der DDR (äh, von England!)“

Grufties in der DDR. Ein kurzes aber schönes Fundstück dazu bietet der nachfol­gende Video­aus­schnitt. Grufties, die damals noch nicht Goths oder Waver oder Weißich­wie genannt wurden, gab es vor und nach dem Fall der Mauer so einige in der DDR. Junge Männer und Frauen mit toupier­ten Haaren und einer Vorliebe für The Cure. In ihren schwar­zen Klamot­ten warte­ten sie auf die drei Cure-Songs, die zu spielen sich der Discjo­ckey in der Dorfdisko erbarmte. Depeche Mode oder Die Ärzte gingen zur Not auch noch gut rein. Oder – aus mir heute nicht mehr nachvoll­zieh­ba­ren Gründen – The Catchs „25 Years“. Der DJ aus unserem kleinen Kuhdorf war übrigens fanati­scher Fancy-Fan. Lady of Ice und so … das machte das Warten auf The Cure in der Dorfdisko in Bülstrin­gen nicht unbedingt erträg­li­cher. In diesem Zusam­men­hang erinnere ich mich auch wieder an Camou­flages „The Great Comman­dment“ – auch dazu hotte­ten wir im Rahmen unserer Möglichkeiten…

Ich selbst war damals auch irgend­wie so 14 Gruftie und hab das (angeb­li­che) Robert Smith-Zitat „Das Leben ist sinnlos und depri­mie­rend. Irgend­wann buddeln sie Dich ein und verges­sen Dich.“, gesetzt in Fette Fraktur, an meiner Zimmer­wand hängend noch gut vor Augen… 😀

Hier jeden­falls jetzt das kurze Video über Grufties in der DDR, The Cure und Robert Smith – „den depres­sivs­ten Mann der DDR“. 😀

[Hier gefun­den.]

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