DIY

Your Favorite Trainwreck

Bere­its Mitte Dezem­ber erschien auf dem Biele­felder Label Cof­fee­breath & Heartache eine ein­seit­ig bespielte EP von Your Favorite Train­wreck. Nach mit­tler­weile ausverkauften Veröf­fentlichun­gen von Iron Chic, den Ban­quets, Cap­tain Plan­et und den Sharks wurde mit YFT das näch­ste Kind der Labelfam­i­lie willkom­men geheißen.

Sollte der Band­name eini­gen vielle­icht nicht direkt bekan­nt vorkom­men so sollte bei Lieb­habern des 90er Emo / Postrocks doch spätestens bei den Namen Jeff Caudill (ex-Game­face) und Pop­eye V. (ex-Far­side) ein Lächeln über das Gesicht huschen, denn bei Your Favorite Train­wreck teilen sich diese bei­den Iko­nen, Song­writ­ing, Gesang und die Plätze an den Gitar­ren. Bei­de waren mit ihren früheren Bands maßge­blich daran beteiligt, einen Stil zu prä­gen, der später auch gerne ein­mal als Emo beze­ich­net wurde. Ihr Sound vere­int ihre Liebe für Vin­tage Pow­er Pop à la Elvis Costel­lo, Squeeze oder Joe Jack­son, mit der Prise Punkrock, für die ihre ehe­ma­li­gen Bands schon damals berühmt waren.

Auf der ein­seit­ig bespiel­ten 10“ wer­den 3 neue Songs sowie einen Remix des Titel­songs „The Bril­liance“ enthal­ten sein.

Auf der unbe­spiel­ten Rück­seite der schwarzen Scheibe prangt dazu noch — ganz label­typ­isch — ein wun­der­schön­er Sieb­druck. Die auf ins­ge­samt 300 Exem­plare lim­i­tierte Auflage verteilt sich auf drei Vari­anten mit je ander­er Sieb­druck­farbe, wobei eine Vari­ante auss­chließlich über die Cof­fee­breath & Heartache Home­page erhältlich sein wird.

Hier für alle Nerds die detail­lierten Press­ing Infos:
125 x schwarzes Vinyl mit blauem Sieb­druck / blauem Cover
125x schwarzes Vinyl mit rotem Sieb­druck / rotem Cover
50x schwarzes Vinyl mit sil­bernem Sieb­druck / davon 25 blaue Cov­er & 25 rote Cov­er (nur erhältlich im Cof­fee­breath & Heartache Onlineshop)

Bestel­lun­gen nehmen die fabel­haften Her­ren von Cof­fee­breath & Heartache wie immer gern über ihren Web­shop ent­ge­gen. Wer bei The Bril­lance mal rein­hören möchte — wir hat­ten den Song bere­its an einem Donnerstagnachmittag.

Banquets — Top Button, Bottom Shelf — Nachschlag!

Ab und an bekomme ich Anfra­gen, ob ich nicht mal über ein schönes Stück Seife bloggen möchte und dafür dann 20 EUR bekäme. Auch Anfra­gen zur Bewer­bung irgendwelch­er dus­seliger Soft­ware erre­icht­en mich schon. Ich lehne diese Art von Anfra­gen immer ab. Nicht, weil ich unab­hängig oder sonst­was bleiben möchte; son­dern ein­fach, weil ich mich nicht son­der­lich für Seife oder dus­selige Soft­ware inter­essiere. Bei Schallplat­ten aber sieht das ganz anders aus. Als Bas­t­ian vom kleinen aber feinen Biele­felder Label Cof­fee­breath And Heartache mit der Frage nach ein­er Review zum neuen Ban­quets-Album an mich her­antrat ((Im Gegen­zug erhielt ich exk­lu­siv­en Hörzu­gang.)) mußte ich nicht zweimal über­legen. ((Außer­dem finde ich, daß so liebevoll gemachte Releas­es, welche oben­drein für einen mehr als fairen Preis verkauft wer­den, ein­fach unter­stützt gehören. Für soviel Ide­al­is­mus sind wir ja alle irgend­wann mal ange­treten…)) Hier nun also meine kleine Plat­tenkri­tik ver­bun­den mit dringlich­er Kaufempfehlung.

Das Album heißt Top But­ton, Bot­tom Shelf und erscheint offiziell am 23. August. Die Plat­te ist so gut gewor­den wie erhofft. Nach der großar­ti­gen Noth­ing Is Fucked Here! ((einige Res­tex­em­plare der Zweitau­flage gibt’s noch im CAH-Shop! Und hier schon mal Son­ntag­mor­gen-Song gewe­sen.)) aus dem Jahr 2010, haben die Ban­quets nochmal kräftig ins Füll­horn des melodis­chen Punkrocks gegrif­f­en und überzeu­gen mit einem bun­ten Pot­pour­ri frisch­er Melo­di­en, fein­er Sin­ga­longs und ein­er fre­undlichen Bratzigkeit. Gegenüber ihrem Debüt auf CAH sind sie etwas düster­er gewor­den — ste­ht ihnen sehr gut. So darf Punkrock im Jahr 2011 gern klin­gen — dreck­ig, aber nur bis zum Hals; rotzig, aber nicht allzu ver­schnupft und hochmelodiös, aber nicht zu eingängig. Auf der einen Seite ste­hen Gaslight Anthem mit ihrer eher rock­i­gen Aus­rich­tung Spalier, während auf der anderen Seite die Get Up Kids, Hot Water Music und Jaw­break­er fre­undlich winken. Dazwis­chen ste­he ich und ärg­ere mich, das nach nur 25 Minuten schon wieder alles vor­bei ist. Das ist und bleibt aber der einzige Wer­mut­stropfen an diesem feinen Album.

Bei der Auf­machung haben die Herrschaften von CAH wieder ganze Arbeit geleis­tet: Top But­ton, Bot­tom Shelf ist das erste bei­d­seit­ige bespielte Release des Labels, so daß der gewohnte Sieb­druck auf der B‑Seite lei­der ent­fall­en musste. Den­noch wer­fen die Label­her­ren alles andere als eine lieblose„Standard-LP“ auf den Markt. Samm­ler­herzen dürften höher schla­gen, denn: Das mehr­far­bige Vinyl ist auf 200 Exem­plare lim­i­tiert, davon 100 in blau/pink und 100 in grün/weiß. Alle Cov­er sind per Hand im Sieb­druck­ver­fahren hergestellt und zwar nicht ein­fach auf nor­malre Pappe, son­dern auf die Innen­seit­en von alten Plat­ten­cov­ern (Heino, Musikan­ten­stadl, Andy Borg und ähn­liche Kaliber…). Außer­dem liegt der LP ein Poster bei, einen mp3-Down­load­code gibt es oben­drauf. Als weit­eres Pre­order-Spe­cial gibt es ein Bun­dle mit T‑Shirt (Bio-Fair­trade-Baum­wolle; Motiv nur im Pre­order erhältlich).

Vorbestel­lun­gen wer­den ab sofort auf coffeebreathandheartache.com entgegengenommen.

Wer rein­hören möchte kann das bere­its aus­führlich tun. Vier Songs des Albums sind bere­its als Stream und teil­weise als Down­load verfügbar:

Laßt euch dieses wirk­lich feine Album nicht ent­ge­hen bzw. fangt nicht an rumzu­jam­mern, wenn die LPs ausverkauft sind. Pro Plat­te ist auch nur ein läp­pis­ch­er Zehn­er fäl­lig — ich hab schon investiert, denn es lohnt sich definitiv! 😉

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