Feeling B

flüstern & SCHREIEN/Schräge Zeit

flüstern & SCHREIEN läuft mal wieder im Fernse­hen — näm­lich am morgi­gen Dien­stag, ab 20.15 auf zdfkul­tur.

“Dieter Schu­mann und Jochen Wisotz­ki begleit­eten Bands wie “Sil­ly”, “Feel­ing B”, “Chicoree” und “Sandow” auf ihren Tourneen durch die DDR. Die Under­ground-Grup­pen sind im Konz­ert zu sehen, im Kon­takt mit ihrem Pub­likum. Im Gespräch mit den Fans erfährt Schu­mann von ihren Sehn­sücht­en, sich ohne Ein­schränkun­gen klei­den und bewe­gen zu dür­fen, zu wider­sprechen und nicht gle­ich als staats­feindlich abgestem­pelt zu wer­den, nur weil man an die Stelle von Arbeit und poli­tis­ch­er Organ­i­sa­tion andere Inter­essen stellt.

Rock­musik als Rebel­lion gegen ein eingeengtes Leben, abseits von FDJ-Liedern und blauen Blusen. Bis heute hat der Doku­men­tarfilm “Flüstern und Schreien” seine eigene Fange­meinde. Dabei war er nur durch das Genre Musik­film über­haupt genehmi­gungs­fähig. Heik­le Szenen wur­den hitzig disku­tiert, blieben aber im Film. Nach sein­er Pre­miere im Okto­ber 1988 ging der Film dann qua­si mit den Bands auf Tour und entwick­elte sich so zum Kulth­it. Im Jahr des Mauer­falls lief er auf der Berlinale.”

Gle­ich im Anschluß gibt es Schräge Zeit, auch dafür eine absolute Guck-Empfehlung.

Aljoscha Rompe

Anläßlich eines Ramm­stein-Konz­ertes im let­zten Herb­st in Basel hat das Schweiz­er Fernse­hen SF2 ein kurzes, aber sehr sehenswertes Porträt des Feel­ing B‑Masterminds Aljoscha Rompe erstellt. Neben eini­gen inter­es­san­ten Details zur dop­pel­ten Staats­bürg­er­schaft des Pro­tag­o­nis­ten, erfährt der inter­essierte Zuschauer z. B. auch, daß Rompe und Gre­gor Gysi qua­si Sand­kas­ten­fre­unde waren. Da guck mal ein­er an!

(via)

Achtung! Wir kommen.

… und wir kriegen Euch alle!

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So der Titel ein­er ger­ade erschiene­nen DVD, die vorgibt, die inof­fizielle Fort-Fort­set­zung zur DEFA-Doku­men­ta­tion flüstern & SCHREIEN zu sein. Nach mit­tler­weile gefühlten 10 Jahren der Ankündi­gung und eben­so langem Rechtsstre­it mit Rrrrrramm­stein (deren Mate­r­i­al ent­fer­nt wurde), hat es das Bild­ma­te­r­i­al tat­säch­lich auf den Sil­ber­ling geschafft.

Worum geht’s?

Die Drehar­beit­en began­nen im Früh­jahr 1990. Drei Jahre dokumen­tierten der DEFA-Kam­era­mann Stef­fen Sebas­t­ian und der Regis­seur Carl G. Hardt das Geschehen im Pren­zlauer Berg und Berlin Mitte: Das Beset­zen von Häusern wie die Schön­hauser 5, den Eimer und Red Pub, das Tacheles, das Auflösen und Entste­hen von Bands, Konz­erte in Thürin­gen und an der Ost­see, die Aktio­nen des Piratensenders “Radio P”, die Rekon­struk­tion der Syn­a­goge in der Oranienburgerstrasse …
Aljoscha “Alexan­der” Rompe — Front­mann der Band Feel­ing B — war ein­er der aktivsten Köpfe in dieser aufre­gen­den Zeit und Pro­tag­o­nist während der filmis­chen Materialsammlung.

1993 entsch­ieden der Auf­nah­meleit­er des DEFA-Kinofilms “flüstern & SCHREIEN” (1988) Stephan Roed­er und der Pro­duc­er des Filmes Carl G. Hardt — in ihrem Wahnsinn — einen neuen Musik­film zu pro­duzieren. Nun­mehr, nach 20 Jahren aufwendi­ger Drehar­beit­en liegt das Ergeb­nis vor. (Quelle)

Die DVD beleuchet und begleit­et also einige Bands in den Jahren nach der Wende. Vertreten sind Feel­ing B, Sandow, Frey­gang, San­ta Clan, Die Skep­tik­er, The Inchtabokat­a­bles, Blind Pas­sen­gers, Brain Drain sowie Cul­tus Fer­ox. Die bei­den let­zt­ge­nan­nten Bands sagen mir über­haupt nix, der Rest allerd­ings inter­essiert mich sehr.

Nach dem qua­si inof­fiziellen zweit­en Teil von flüstern & SCHREIEN (der bere­its 1994 erst­mals im dama­li­gen ORB lief), liegt somit der dritte Teil der Geschichte vor.

Der Trail­er wirkt lei­der ein bißchen wirr und zusam­men­hangs­los; ich hoffe mal, er ist kein Beispiel für die tat­säch­liche Film­fas­sung auf DVD. Meine Bestel­lung ist unter­wegs, Rezen­sion ergänze ich gegeben­falls. Ein paar weit­er­führende Links gibt’s unter dem Trailer.

Achtung! Wir kom­men. — Die Website

flüstern & SCHREIEN — Wikipedia / Amazon.de / Progress Film Verleih

Die Fort­set­zung von 1994 kann hal­be­gal bei Youtube ange­se­hen wer­den, hier der Link zum ersten von fünf Teilen, den Rest find­et ihr selbst.

Feeling B/Punk im Osten

Wer wis­sen will, wie Ramm­stein-Key­board­er Flake zu seel­i­gen Feel­ing B‑Zeiten aus­sah, sollte unbe­d­ingt mal hier vor­beis­chauen. Im Zuge des all­ge­meinen DDR-Punk-Revivals, bzw. der Erin­nerung daran, hat inzwis­chen auch die eines tages-Redak­tion ihr Herz für den Zonen­punk ent­deckt und mit Flake einen Autoren gefun­den, der weiß, wovon er spricht. Abso­lut lesenswert!

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Sehr sehenswert ist übri­gens auch die Ausstel­lung “Too much future” die noch bis Ende März in Halle/Saale zu sehen ist.

Zu guter Let­zt hält Ex-Parock­tikum-Mod­er­a­tor Lutz Schramm hier noch ein Schnäp­pchen für euch bere­it: Feel­ing B, live in der See­len­binder-Halle Berlin, am 2. Juli 1988. Prädikat: Beson­ders wertvoll.

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