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Küche

Neuig­kei­ten vom „eat&STYLE – Food Festi­val“ 2018 – der Messe für alle Jünger der Haute Cuisine. Die langkei­mige Super­kar­tof­fel „Knolli“ war der unbestrit­tene Star der Ausstel­lung. Sie überzeugte das Fachpu­bli­kum durch einen runden Geschmack, ihr hervor­ra­gen­des Pfannen­rutsch­ver­hal­ten und einwand­freien UKW-Empfang mittels integrier­ter Keiman­tenne. Eine lobende Erwäh­nung der Jury erhielt das Misch­brot „KING OF THE EMPIRE“, das zur Ausstel­lung gleich in mehre­ren Portio­nen antrat und sich später sogar einfrie­ren ließ. Verrückte Welt!

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Ach, die Backe­rei! Ich buk dereinst brett­harte Butter­kekse in Birming­ham. Ich kannte mich mit dem Engli­schen nicht übermä­ßig gut aus und verwech­selte demzu­folge Mehl mit Zement. Die Gäste der Keksbar in welcher ich mich befand, schlu­gen ihre Mäuler entschlos­sen in das von mir fabri­zierte Backwerk. Es fielen nicht nur derbe Worte. Es fielen Zähne. Mein Backen war Hass, so wie Black Metal Krieg ist. Andere backen besser, andere backen gut. Backen ist Frieden. Backen ist Liebe. Back, Bärbel. Backt auch ihr, Buben und Bädchen!



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Mein Name ist Gunnar Roß und ich bin ein europäi­scher Verbrau­cher. In meiner Eigen­schaft als solcher benutze ich Dinge und verbrau­che Energie. Als ich neulich beim Studium unserer Lokal­pos­tille über einen Artikel mit der Überschrift „Wissen­schaft­ler kriti­sie­ren Geschirrspül-Verhalten“ stolperte, ging mir die Hutschnur hoch. Dabei trage ich gar keine Hüte, höchs­tens mal am Sonntag, wenn ich pfauengleich durch meine weitläu­fi­gen Lände­reien stolziere. Doch zunächst zu gerade erwähn­tem Artikel. Lesen Sie mal rein:

Klicken Sie bitte hier um den ganzen Artikel lesen zu können.

Die älteren unter Ihnen, liebe Leserin­nen und Leser, werden sich vielleicht noch an eine Zeit erinnern, in der man als Verbrau­cher mündig war. Man hatte weitest­ge­hend die Freiheit, selbst zu entschei­den. Tagein, tagaus ratter­ten unsere abgrund­tief schlecht belade­nen Geschirr­spül­ap­pa­ra­tu­ren vor sich hin. Im ganzen Haus leuch­te­ten die guten alten Glühlam­pen stunden­lang und die Heizun­gen liefern immer mit den Thermo­sta­ten auf Anschlag gedreht. Auch im Sommer. Wir waren jung, dumm und unbeschwert und Energie war für uns etwas, das aus der Steck­dose kam. Keine Ressource, die es zu schonen galt, sondern ein jeder­zeit verfüg­ba­res Allge­mein­gut, das bezahlt werden mußte. Nun, die Zeiten ändern sich, und so ändern sich auch die Dinge. Da lassen sich also europäi­sche Verbrau­cher, wie auch ich einer bin, durch Webcams beobach­ten. Bezie­hungs­weise, sie senden freiwil­lig Fotos ihrer dille­t­an­tisch belade­nen Geschirr­spül­ap­pa­ra­tu­ren ein. Dann gibt es Wissen­schaft­ler, die sich diese Bilder ansehen und den bösen Verbrau­chern mal tüchtig die Leviten lesen. Du, du, du, du wider­li­ches Öko-Schwein!

In Zeiten wie diesen, ist Wider­stand nicht nur die erste Pflicht des Ignoran­ten, sondern auch unheim­lich einfach. Ich fordere sie alle auf, Ihre Geschirr­spül­au­to­ma­ten mit maximal einer, am besten nur leicht verschmut­zen Tasse zu beladen und die ganze Chose dann drei Stunden lang ordent­lich durch­zu­ko­chen. Das gleiche machen Sie dann bitte mit ihren Seiden­tü­chern in der Wasch­ma­schine – sagen wir 90 Minuten bei 90 Grad. Das sollte fürs Erste reichen. Jetzt werden Sie mich unver­nünf­tig und ignorant schimp­fen, aber ich sage Ihnen: Wenn das so weiter­geht mit der Bevor­mun­dung des ehemals mündi­gen Bürgers, dann gibt’s auch bald wieder Toilet­ten­pa­pier auf Zutei­lung. Wir müssen, ich betone – m ü s s e n – uns wehren. Wider­stand ist erste Bürger­pflicht. Kampf der völli­gen Rückver­dum­mung!

Wenn einer der Forscher bei Ihnen klingelt um sich zu beschwe­ren, ziehen Sie im eines von den ungespül­ten Frühstücks­brett­chen über den Hinter­kopf. Aber immer schön sachte, es soll niemand zu Schaden kommen.

Mit entset­zen Grüßen,
Ihr Gunnar Roß

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Mein Name ist Gunnar Roß und ich bin ein allein­ste­hen­der Schuh­ma­cher­meis­ter. Als solcher bin ich zwar um schlaue Sprüche nie verle­gen, dennoch mangelt es mir in bestimm­ten Berei­chen des Lebens an Erfah­rungs­wer­ten. So koche ich z. B. viel und gerne, meistens ganze Portio­nen. Sonntags gibt es im Hause Roß immer Phrasen­bra­ten. Den bekomme ich von den örtli­chen ABC-Schützen, welche morgens mit ihren Winchester-Büchsen auf Phrasen­jagd in die Wälder ziehen, frei Haus gelie­fert. Zweimal in der Woche esse ich Fisch, meistens Makrele oder Silber­fisch. Auf der Jagd nach guten Rezep­ten und hilfrei­chen Haushalts­tipps muß ich als allein­ste­hen­der Kapell­meis­ter immer häufi­ger auf das inter­na­tio­nale Daten­netz zurück­grei­fen. So fand ich vor kurzem diesen Filmbei­trag der Seite frag-mutti.de:

Ich habe die Zuberei­tung von Lachs­fisch im Geschirr­rei­ni­gungs­au­to­ma­ten selbst schon auspro­biert, es funktio­niert tadel­los. Meine Frage zielt auch nicht auf die Zuberei­tung ab. Ich habe ein anderes Problem: Jede Frau, der ich von der Zuberei­tung vom ehren­wer­ten Gevat­ter Lachs im Geschirr­rei­ni­gungs­ap­pa­rat berichte, verzieht entwe­der angewi­dert das Gesicht oder schlägt die Hände über dem Kopf zusam­men. Manch eine lief auch schon schrei­end davon und das einzig was ich noch von ihr vernahm war ein geschriee­nes „Herr Roß, wie können Sie nur?! Das ist ja wider­lich!“. Männer, denen ich von der ungewöhn­li­chen Zuberei­tungs­art berichte, nicken meist nur anerken­nend und loben meinen Pragma­tis­mus.

Wie also sieht es bei Ihnen aus? Können Sie, dürfen Sie, wollen Sie, würden Sie Quatsch mit der Spülma­schine veran­stal­ten und vielleicht auch mal ein zartes Fisch­lein darin dünsten?

Ich zähle auf Ihre Mitar­beit, dafür hat der liebe Herrgott die Kommen­tar­funk­tion ja immer­hin erfun­den.

Mit wie gewohnt wirren Grüßen,
Ihr Gunnar Roß


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… Mettschwein­chen.


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