Malen mit Sand

Die Ukrai­ne­rin Kseniya Simonova malt Bilder im Sand. Die junge Frau rührte in der ukrai­ni­schen Version von „Britain’s Got Talent“ das Publi­kum mit ihren in Sand gezeich­ne­ten Bildern zu Tränen und gewann die Talent­show. Die Bilder, die die 24-jährige Künst­le­rin anein­an­der­reihte, beschrei­ben die Gefühle zwischen Liebe und Gewalt, die die Ukraine während des Zweiten Weltkriegs fühlte. Diese Zeit ist für die Ukrai­ner mit schmerz­li­chen Erinne­run­gen verbun­den – fast ein Viertel der Bevöl­ke­rung wurde während des Zweiten Weltkrie­ges getötet.

Vor der Kamera zauberte sie verschie­dene Szenen mit dem histo­ri­schem Hinter­grund – nur mit Sand – auf eine beleuch­tete Glasflä­che, die für die Zuschauer auf eine Leinwand übertra­gen wurde. Unter­legt wurde ihre Darbie­tung mit passen­der Musik und Kerzen­schein.

(Quelle Text – Info beim Schat­ten­zwerg aus den Kommen­ta­ren geklaut.)

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Kraut und Rüben
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Zuhause in der DDR

So haben wir uns einge­rich­tet: Das DDR-Zuhause-Buch

Gut 20 Jahre ist sie nun vorbei, die Zeit der Sprelacart-Tische, der geschmie­de­ten Raumtei­ler und der in Fichte-Paneel verklei­de­ten Wohnungs­flure. Vorbei auch die Zeit der freiste­hen­den Badeöfen, des Linole­ums und der Gardi­nen mit großflä­chi­gen Blumen­mus­tern in aschgrau. Wer einen kleinen nostal­gi­schen aber nie verklä­ren­den Ausflug in die Wohn- und Lebens­kul­tur der DDR machen will, sollte den Buchhänd­ler seines Vertrau­ens mit einem Besuch beehren: Am 20. Septem­ber erscheint im Eulenspiegel-Verlag ein Buch bzw. Bildband unter oben genann­tem Titel.

In der Buchbe­schrei­bung des Verla­ges heißt es: Formge­stal­tung, Modebe­wusst­sein, Kochkünste, Freizeit in den eigenen vier Wänden. Dieses Buch lässt halbver­ges­sene Erinne­run­gen an das Alltags­le­ben zur DDR-Zeit wieder leben­dig werden. Dazu kommen Infor­ma­tio­nen zur Entste­hungs­ge­schichte der Gebrauchs­gü­ter, zur Versor­gungs­po­li­tik mit Waren des tägli­chen Bedarfs, Schil­de­run­gen von DDR-typischen Verwen­dun­gen, kuriose Begeben­hei­ten, Bezeich­nun­gen im Volks­mund, Volks­wit­ze­leien. Auch klein­so­zia­lis­ti­sches Besitz­stre­ben und andere »überwin­dens­werte Erschei­nun­gen« werden gegei­ßelt. Zum Beispiel: Wie meine Frau die Datsche zur Zweit­woh­nung ausstat­tete. (Quelle)

Im großen und ganzen bietet das Buch einen empfeh­lens­wer­ten und erhei­tern­den Blick in unsere Kinder­zim­mer und die Küchen unserer Mütter. Zur Einstim­mung und Begut­ach­tung ein paar meiner persön­li­chen Lieblings­bil­der, die mich einer­seits zwar schmun­zeln lassen, anderer­seits aber auch eine gewisse Wertschät­zung für unsere heutige Wohn- und Lebens­kul­tur fördern. Es geht doch nix über Wasser­hähne aus echtem Metall (statt Plastik) und Tische aus echtem Holz (statt Press­spä­nen). Gute Unter­hal­tung.



Erschei­nungs­da­tum: 20. Septem­ber 2009
192 Seiten
ISBN 978−3−359−02244−2
19.90 EUR

© Alle Bilder in diesem Artikel Eulenspiegel-Verlag bzw. die jewei­li­gen Fotogra­fen.

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor
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Uff Sand jebaut (watt fürt Oge!)

Uff Sand jebaut. Der janze Osten is uff Sand jebaut. Ditt Projekt is quasi von vornher­ein zum Scheitan vaurteilt! Allet umsonst, allet für die Katz! Für die Sandkatz! Ett jibt Sandkas­ten, Sandkuchn, Kwarz­sand und Sanda­ma­ria. Ett jibt einfach richtich viel mit Sand. Kiekt mal, watt man aus Sand nich allet machen kann:

Mehr davon jibt’s beim alten Harri seine Baustoff­bude. Von olle Harri sien Fru hab ick den Tipp mit den Sand bekomm, schön Dank ooch! Nächste Woche zeije ick euch denn een paar tolle Bilders von mit Schnee unn spreche wohl ooch widder normal. Ma sehn.

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor
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gigposters.com – Jetzt auch als Buch

Stunden über Stunden, Tage über Tage und Wochen über Wochen kann man sich auf gigposters.com rumtrei­ben, um dort die neues­ten Genie­strei­che diver­ser Designer zu begut­ach­ten. Auf der Website findet man Abbil­dun­gen von Konzer­pos­tern aus dem Indie-/Punk-Bereich. Außer­dem kann man dort selbst auch tauschen, kaufen oder verkau­fen. Inzwi­schen ist die Seite zum großen Teil leider kosten­pflich­tig gewor­den (im Rahmen einer Premium-Mitgliedschaft), zum Gucken und Staunen muß man aller­dings nix zahlen. Die Poster lassen sich z. B. nach Band oder Grafi­ker durch­su­chen, checkt doch einfach mal das Artwork eurer Lieblings­bands. Es sind wirklich ganz famose Sachen dabei!

Im April erscheint das Buch Gig Posters Volume I: Rock Show Art of the 21st Century“, das die besten und schöns­ten Motive aus der Geschichte der Bandpos­ter­his­to­rie vereint. Das Buch kostet 40 Dollar plus Versand, ist also durch­aus erschwing­lich. Das Buch wird im Format 11×18 Inch (ca. 28×46 cm) erschei­nen und 101 klein­for­ma­tige Poster zum Heraus­tren­nen und Hunderte von Postern in Klein­ab­bil­dung beein­hal­ten. Ich leg schon mal ein wenig Geld zurück.

Für jede/n Interessierte/n hier ein paar meiner Lieblinge in loser Folge. Das Nick Cave-Motiv unbedingt vergrö­ßern, absolut fantas­tisch!


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Kraut und Rüben Musik
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