Leipzig

Leipzig im Herbst

Ein sehenswert­er Doku­men­tarfilm von Andreas Vogt aus dem Jahr 1990. Läßt sich lei­der nicht ein­bet­ten, hier geht’s zum Film.

Herb­st ’89, die Ereignisse auf den Straßen in Leipzig über­stürzen sich. Und doch sind nur wenige Doku­men­tarfilmer in diesen entschei­den­den Tagen mit der Kam­era dabei. “Leipzig im Herb­st” war die erste und ist die wohl umfassend­ste Doku­men­ta­tion der Ereignisse. Im Film kom­men Demon­stran­ten, Polizis­ten, Wehrpflichtige, Pas­toren, Arbeit­er und Funk­tionäre zu Wort, es zeigen sich Erbit­terung, Angst und Hoff­nung, und jene gefährliche Zus­pitzung der Lage, als fast jed­er mit Gewalt rechnete.

Neben der rev­o­lu­tionären Masse auf den Straßen wer­den die ver­schiede­nen Men­schen sicht­bar — auf bei­den Seit­en. Rev­o­lu­tion in Deutsch­land zwis­chen Erbit­terung und Hoff­nung — aus­ge­tra­gen zwis­chen Dien­stschluss und Schlafenszeit. 


Jauchzet, frohlocket!

Das ist Punk, man! Laßt euch die Haare schnei­den! Ein 50-minütiges Konz­ert aus Leipzig, man spielt Bachs Wei­h­nacht­so­ra­to­ri­um. Allerd­ings nicht in einem Konz­ert­saal, son­dern in ein­er WG. Ein­er WG voller Musik­er, Sänger und Zuhör­ern, aus­ges­tat­tet mit Noten­blät­tern und Bier, mit­ten drin der Organ­isator und Diri­gent – und alles gefilmt mit einem iPhone. Großartig.



Frank Turner/Social Distortion in Leipzig

Manch­mal muß man ein­fach weg. Wir schreiben das Jahr 2011, es ist der 2. Juni und Deutsch­lands Väter feiern ihren Vatertag. Die Straßen sind über­füllt mit voll­trunk­en­em Pöbel und mein väter­lich­er Nach­bar meint, er müsse den Nach­mit­tag mit Bums- und Fick­musik ((Man verzei­he mir die für meine Ver­hält­nisse ungewöhn­lich derbe Wort­wahl. Es ist, wie es ist.)) ausklin­gen lassen. Nicht nur, daß es nun laut Uff uff uff, heut’ fahr’n wir in den Puff schallt, nein, es ist ihm offen­bar auch nicht im ger­ing­sten pein­lich. Bevor ich also zur Axt greifen kann um dem Grauen ein ver­di­entes Ende zu bere­it­en, sat­tele ich meinen alten Klep­per und ori­en­tiere mich in Rich­tung Leipzig. Denn reich hat man mich beschenkt, eine Karte für Frank Turn­er und Social Dis­tor­tion bekam ich zu meinem Geburt­stag übereignet.

Die Löffelfamilie

Klick!

Die Leipziger “Löf­felfam­i­lie”: markant bei Nacht, wenn per Über­schal­t­ef­fekt ein leck­er Tellerchen Suppe gelöf­felt wird, ein far­ben­fro­her Anblick bei Tag. 1973 instal­liert, 1993 zum Kul­tur­denkmal erk­lärt und 1999 mit Hil­fe ein­er eine Spende­nak­tion saniert.

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