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Marcel Bontempi

Bury All My Troubles

von Torsten am 4. September 2017 · 0 Kommentare

in Musik

Neues aus dem Hause dessen zu Bontempi, grade heute frisch in meinem Postkas­ten: Bury All My Troubles / Dig A Hole im schönen Sieben­zöl­lerfor­mat. Gewohnt großar­tige Kost vom Multi­in­stru­men­ta­lis­ten und leiden­schaft­li­chen Freimau­rer aus Kassel. Ebenso wieder auffäl­lig ist das fantas­ti­sche Artwork, eine Mischung aus Räuber Hotzen­plotz und dem Wirts­haus im Spessart. Übrigens angelehnt an dieses Origi­nal.


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Marcel Bontempis schwarze Katze ist heute endlich bei mir einge­trof­fen. Und das in gewohnt hervor­ra­gen­der musika­li­scher wie optischer Quali­tät. Merke: Ein Bontempi kann keine schlech­ten Songs schrei­ben oder covern!


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Wer hier länger mitliest, wird schon öfter mitbe­kom­men haben, wie sehr ich Herrn Marcel Bontempi für sein musika­li­sches und grafi­sches Schaf­fen verehre. Irgend­wann hab ich die Monte­sas entdeckt, Mr. Bontem­pis Hully Gully‐Hausband. Die Band spielt einen fantas­ti­schen Mix aus 60s Beat, Rock’n’Roll, Pop und einer Spur Rocka­billy. Sehr eigen­stän­dig, sehr authen­tisch und voller Allein­stel­lungs­merk­male. Was wohl nicht zuletzt an Bontem­pis Stimme liegt. Die Monte­sas liegen inzwi­schen wohl auf Eis, ich hoffe aller­dings sehr, daß das kein Dauer­zu­stand bleibt. Schein­bar ganz neben­bei ist Herr Bontempi aller­dings auch sehr viel solo bzw. neuer­dings mit seiner Snake Oil Company unter­wegs. Letztere haben diverse Klassi­ker der fünfzi­ger und sechzi­ger Jahre noch ein paar Dekaden zurück­ver­setzt und spielen sie im Country‐/Hillbilly‐Stil. Ihr Debüt­al­bum gibt’s aktuell noch bei Squoodge Records – man sollte sich aller­dings beeilen, da sämtli­che Releases unter Mitwir­kung des geschätz­ten Herrn Bontempi immer zügig über die Laden­theke gehen.

Das Solowerk von Marcel Bontempi ist ebenso bedin­gungs­los zu empfeh­len, eine Übersicht über seine veröf­fent­lich­ten Singles gibt’s bei discogs. Aller­dings sind auch davon viele bereits längst nicht mehr erhält­lich. Für Einstei­ger empfiehlt sich die Compi­la­tion Witches, Spiders, Frogs & Holes auf Stag‐O‐Lee, erhält­lich als LP + 7″ und auch auf CD.

Neben seinem musika­li­schen Schaf­fen ist Herr Bontempi auch für das Artwork seiner eigenen und vieler anderen Releases verant­wort­lich. Der Mann ist ein exzel­len­ter Illus­tra­tor und Grafi­ker, hat ein super Händchen für Details und einen hervor­ra­gen­den Humor, der sich beson­ders oft in den Liner Notes entde­cken läßt. Noch dazu erkennt man einen Bontempi auf den ersten Blick; ein Merkmal, das gerade bei der Platten­ge­stal­tung eher selten anzutref­fen ist.

Letzte Woche nun war Marcel so freund­lich, mir für mein jahre­lan­ges Fantum eine Testpres­sung meiner Lieblings­sin­gle „The Headless Horse­man And Other Tales…“ zu überlas­sen. Davon gibt es ganze 10 Exemplare, jede davon ist unter­schied­lich gestal­tet bzw. handbe­schrif­tet. Herzli­chen Dank dafür! Ich werde das gute Stück in Ehren halten. 🙂

Der kopflose Reiter

Zum Abschluß noch einige Hits aus dem Schaf­fen des Großmeis­ters Bontempi:


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Der Hesse reitet wieder

von Torsten am 23. April 2014 · 0 Kommentare

in Musik

Das neue Werk von Großmeis­ter Marcel Bontempi. Wie alle Veröf­fent­li­chun­gen des fleißi­gen Hessen erneut ein stimmi­ges Gesamt­pa­ket aus tollen Songs und fantas­ti­schem Artwork. Da hau ich doch gern mal einen Euro raus, wenn eine Platte mit soviel Leiden­schaft und Liebe zum Detail gemacht wurde. Die 7″ gibt’s seit heute bei Squoodge Records. Bontempi, umtrie­big wie eh und je, veröf­fent­licht übrigens im Herbst eine LP mit seiner neuen Forma­tion namens Dr. Bontempi’s Snake Oil Company.

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Lieblingsplatten 2011

von Torsten am 27. Januar 2012 · 0 Kommentare

in Musik

Wie immer mit leich­ter Verspä­tung: Eine kleine Übersicht über meine persön­li­chen Lieblings­al­ben des Jahres 2011. Wie immer gilt auch in diesem Jahr: Das Album muß nicht zwangs­läu­fig im letzten Jahr veröf­fent­licht worden sein; als Krite­rium gilt ausschließ­lich die persön­li­che Entde­ckung der entspre­chen­den Platte in 2011. Es kann also durch­aus ein Album aus dem Jahre 1695 sein..

CoverEA80 – Defini­tiv: Nein! /// Plötz­lich ist alles wieder wie früher. Teenage Angst, Melan­cho­lie und diese unerklär­li­che Wut, die tief aus dem Bauch kommt. Ich fühle 1992 förmlich in den Knochen und EA80 sind immer noch dabei, wie ein guter Freund der mit Dir alt gewor­den ist und Dir den Kopf hält, wenn Du kotzen mußt. Bestes Kopfkino und demoti­vie­rends­tes Zumfrühdienstfahr‐Album aller Zeiten. Beste Momente: Die „drei Songs in einem“ und das Hymnen­hafte in Bestand­teile und – natür­lich! – das epische Die Suche, der passendste aller Silves­ter­songs.
CoverEF – Mourning Golden Morning /// Von ihrer Reise ins schöne Schwe­den brachte uns die Chris­tel von der Post den gleich­na­mi­gen Rock mit. Schöner hat Chris­tels Postrock nie geklun­gen: Wunder­bar entspannt, schein­bar wie locker aus dem Ärmel geschüt­telt und dennoch struk­tu­riert und drama­tisch. Würde ich Drogen nehmen, würde ich sie zu dieser Musik nehmen. Beste Momente: Das Schlag­zeug am Beginn von K‐141 KYPCK und das wunder­bare Longing For Colors mit seinem zweistim­mi­gem Gesang der mich schwer an Monochrome erinnert.
CoverFix‐It – Kill Kill Kill /// Go Fuck Yours­elf! Gleich im ersten Song des Albums machen Fix‐It alles klar. We are Fix‐It we fight them all! So mag ich meinen Punkrock: Rotzig, mitten in die Kauleiste, ordent­lich garagig (aber nicht zu dreckig) und mit schwe­rem ’77‐Einschlag. 100% DIY und nicht der übliche Industrie‐Dreck, der den Kids von heute als Punk verkauft wird. No Passion, No Reaction! Das Bild links zeigt übrigens auch das zweite Album namens Who’s The Pig? welches ich ebenso unein­ge­schränkt empfeh­len kann. Beste Momente: Das ganze verdammte Album, Alter! We need to feel the fire inside!
CoverIvan Mládek Mit Seiner Hexenschuss‐Band – Guten Tag! /// Mein persön­li­cher Running Gag des Jahres: Ursprüng­lich hatte ich mal das inzwi­schen wohl weithin bekannte Jožin Z Bažin von der Banjo Band Ivana Mládka entdeckt. Ivan Mládek ist in Tsche­chien und der Slowa­kei ein großer Star. 1982 veröf­fent­lichte seine Banjo‐Band ein Album mit ihren größten Hits – gesun­gen auf Deutsch. Dazu wurden alle tsche­chi­schen Origi­nal­texte mehr oder minder sinnvoll einge­deutscht und heraus kam ein lusti­ges und stellen­weise absur­des Kleinod. Um diese Platte zu lieben braucht man wohl einen merkwür­di­gen Humor … ich jeden­falls liebe sie und habe sehr lange nach ihr gesucht. Schlu­ßend­lich fand ich sie für nur 5 EUR auf eBay… Beste Momente: So richtig eigent­lich keiner. Irgend­wie aber auch alle. 😀
CoverOut On A Limb – Drowned /// Den Postrock hatten wir weiter oben schon, hier kommt der Postpunk aus Karl‐Marx‐Stadt. Schön new wave‐ig, dunkel, treibend und wie aus einer anderen Zeit. Das Beste vom Guten, irgendwo zwischen Serene Fall und den mittel­schnel­len Momen­ten von Die Art. Gute Musik, um nachts Auto zu fahren. Eingän­gig, aber nicht so eingän­gig, daß einem die Songs nach 10 Durch­läu­fen schon aus den Ohren hängen. Komplex, aber nicht so komplex, das es anstren­gend wird. Ein tolles Album, das im schlimms­ten Falle sträf­lich unter­be­wer­tet irgend­wann für einen Euro auf eBay landen wird. Nehmen die Dinge aber eine positive Entwick­lung, wird man irgend­wann auf das hervor­ra­gende Debüt einer großar­ti­gen Band zurück­bli­cken können. Noch ist nichts verlo­ren! Geheim­tipp! Beste Momente: Das Album wirkt wie aus einem Guß, aber Opener und Titel­track sind beson­ders großes Kino.
CoverDan Mangan – Nice, Nice, Very Nice /// Kein Album zum Neben­bei­hö­ren, ein Album zum Genie­ßen. Ein guter Song jagt den nächs­ten, und wenn die beiden damit fertig sind, fangen sie von vorne an. Meist sparsam instru­men­tier­ter Folkrock­pop, der in seinen besten Momen­ten wirklich große Kunst ist. Mangans Nachffol­ge­werk Oh Fortune soll noch deutlich ruhiger ausge­fal­len sein, was auch der Haupt­grund ist, warum ich mich bisher weigerte, in Oh Fortune reinzu­hö­ren. Es kann einfach nur schlech­ter sein, denn ein besse­res Album ist nur schwer vorstell­bar. Beste Momente: Robots need love too … they want to be loved by you!
CoverThe Monte­sas – Midni­ght Beat /// Dieses Album steht hier eigent­lich nur stell­ver­tre­tend für all die tollen Montesas‐Alben, die ich im letzten Jahr hören durfte. Neben dem Soul – siehe den nächs­ten Eintrag – haben auch der Beat, der Twist, der Hully Gully und der Rock’n’Roll Einzug in meine musika­li­sche Welt gehal­ten. Und zwar fast ausnahms­los in Gestalt der Monte­sas! Auch hier jagt ein Hit den nächs­ten. Diese Platte macht einfach nur gute Laune und läßt das Tanzbein zucken. Wie schade, wenn man dann gar nicht tanzen kann. Das muß wohl die vielbe­schrie­bene Ironie des Schick­sals sein… trotz­dem freue ich mich schon auf The Monte­sas im Februar live und in Stereo in Leipzig. Beste Momente: Last Summer­days, Midni­ght Beat und Can’t be your lover
CoverSharon Jones & The Dap‐Kings – Soul Time! /// 2011 wird als „das Jahr in dem auch der Soul Einzug hielt“ in meine private Musik­ge­schichte einge­hen. Eine Compi­la­tion der ungekrön­ten Königin des Soul – Sharon Jones. Eine Platte die klingt, als wäre sie 40 Jahre alt. Die Band arbei­tet ausschließ­lich mit Vintage‐Instrumenten und lehnt jegli­chen neumo­di­schen Schnick­schnack ab. Heraus­ge­kom­men ist ein Album voller Herzblut und Energie. „You may feel this LP is a lesson in soulful and funky music. It’s the coolest school you’ll ever see, brought you by Sharon Jones.“ Beste Momente: Der B‐B‐Beat in New Shoes und das Kopfkino, das auf die Frage What if we all stop paying taxes? folgt.
CoverSniffing Glue – s/t /// Deutsch­lands beste Hardcore­band. Aggres­sive Musik mit wüten­den Texten. Punkt.










CoverSchon wenn die Ouver­türe in Form von Eulogy erklingt wird klar, daß etwas Großes beginnt. Turners Durch­que­rung seines Vater­lan­des in 15 Songs, die Bonus­tracks der Deluxe‐Version einge­schlos­sen. Perfek­ter Rock’n’Roll-Zirkus mit großar­ti­gen Folkrock(was für ein wider­li­ches Wort!)-Songs und Texten und Worten und Zeilen, die oft ein Tattoo wert wären. Live eine Wucht. Beste Momente: Die positive Wut mit der Turner in One Foot Before The Other seine Asche in die Kanali­sa­tion spülen läßt und die Drama­tik­kurve in Redemp­tion.




Das soll’s auch schon gewesen sein. Für sachdien­li­che Hinweise sind wie immer Kommen­tare sehr gern gesehen!

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Schicke Scheiben!

von Torsten am 4. Januar 2012 · 2 Kommentare

in Musik

Ein neues Jahr, eine neue Serie: Schicke Schei­ben! präsen­tiert in loser Folge einige meiner Lieblings­plat­ten. Haupt­kri­ter­itum ist dabei ausnahms­weise nicht die Musik, sondern die Gestal­tung von Platte und/oder Cover. Wobei es natür­lich von Vorteil ist, wenn auch die Musi stimmt… Wir begin­nen heute mit

Die Montesas – Girl, Du machst mich so an!

Die Monte­sas (auch The Monte­sas) sind eine Beat‐, Twist‐, Shimmy‐ und Hully Gully‐Band aus Kassel. Ihre Veröf­fent­li­chun­gen, die übrigens allesamt erstklas­sig ausse­hen, werden von Bandlea­der Marcel Bontempi gestal­tet. Auch die Illus­tra­tio­nen stammen von Bontempi selbst. Retro, Retro, Retro, soweit das Auge blickt. Wunder­ba­res und großar­ti­ges Design im Stil der späten 50er/frühen 60er Jahre. Hier stimmt einfach alles, ob Typogra­fie, Licht­bild­kunst oder der Schreib­stil der Bandvor­stel­lung auf der letzten Seite.

Die 7″ kommt im Klapp­co­ver. Auf der Innen­seite finden sich das Halbstarken‐Lexikon (alle Bilder sind nach Klick vergrö­ßer­bar!) und eine Anzei­gen­seite sehr amüsan­ten Inhalts. Die Rückseite hat einen erläu­tern­den Text zur Band; so, wie das damals eben üblich war. Zusätz­lich kommt die Single mit einem Origi­nal Montesas‐Kamm. Ohne meine Tolle damit nachge­zo­gen zu haben, gehe ich nicht mehr aus dem Haus … Insge­samt ein absolut hinrei­ßen­des Stück. Bilder sagen mehr als Worte, deshalb seht selbst:

Soviel zur Gestal­tung, die Musik ist natür­lich auch aller­erste Sahne:

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