Mauerbau ’61

Passend zum Tag des Mauer­baus heute vor 57 Jahren haben wir gestern das Grenz­denk­mal in Hötens­le­ben besucht. Ein Ort der Besin­nung und des Verste­hens. Ich kann jedem, der sich heute wieder auf Facebook in den Kommen­ta­ren auskotzt (Ost <-> West) nur wärms­tens den Besuch empfeh­len. Kühlt das Gemüt, bildet und tut auch gar nicht weh… Einen inter­es­san­ten wenn auch kurzen artour-Beitrag zur Entste­hung und den massi­ven Wider­stän­den gibt es hier zu sehen.

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Kraut und Rüben Politik

Leipzig im Herbst

Ein sehens­wer­ter Dokumen­tar­film von Andreas Vogt aus dem Jahr 1990. Läßt sich leider nicht einbet­ten, hier geht’s zum Film.

Herbst ’89, die Ereig­nisse auf den Straßen in Leipzig überstür­zen sich. Und doch sind nur wenige Dokumen­tar­fil­mer in diesen entschei­den­den Tagen mit der Kamera dabei. „Leipzig im Herbst“ war die erste und ist die wohl umfas­sendste Dokumen­ta­tion der Ereig­nisse. Im Film kommen Demons­tran­ten, Polizis­ten, Wehrpflich­tige, Pasto­ren, Arbei­ter und Funktio­näre zu Wort, es zeigen sich Erbit­te­rung, Angst und Hoffnung, und jene gefähr­li­che Zuspit­zung der Lage, als fast jeder mit Gewalt rechnete.

Neben der revolu­tio­nä­ren Masse auf den Straßen werden die verschie­de­nen Menschen sicht­bar – auf beiden Seiten. Revolu­tion in Deutsch­land zwischen Erbit­te­rung und Hoffnung – ausge­tra­gen zwischen Dienst­schluss und Schla­fens­zeit.


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Fundsachen Politik

Magdeburg, 1990

Ein Video aus der Landes­haupt­stadt Magde­burg, aufge­nom­men 1990. Die Älteren unter uns werden sich noch erinnern. Erinnern an eine Stadt, deren ruinö­ses Grau inzwi­schen durch die Glitzer­fas­sa­den von City Carré, Allee-Center & Co. aufge­hübscht wurde. Erstaun­lich, wie schnell die Zeit vergeht und erstaun­li­cher, was sich in gut 20 Jahren so alles ändern kann. Man könnte fast wehmü­tig werden, erinnern die grauen Bilder doch auch an die eigene graue Jugend zwischen Gulag und Stahl­be­ton… 😉



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Fundsachen Kraut und Rüben
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Geheimsache Mauer

Im August jährt sich der Bau der Berli­ner Mauer zum 50. Mal. Mit dem monströ­sen Bauwerk verbin­den sich ungezählte mensch­li­che Dramen. An sie erinnert der MDR mit einer TV-Doku und dem Webpro­jekt „Geheim­sa­che Mauer“. Die gleich­na­mige Dokumen­ta­tion läuft am Diens­tag in der ARD, läßt sich jetzt aber bereits auf arte.tv ansehen. Weitere Infos gibt’s auf der inter­ak­ti­ven Website www.geheimsache-mauer.de.



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Kraut und Rüben Politik

Helmut Kohl brachte die Einheit, aber was brachte die Einheit Helmut Kohl?

Helmut Kohl, 86, ist seit 60 Jahren verheiratet und wohnt seit 1994 mit seiner Frau in Wolfen-Nord. © Foto Hanfgarn & Ufer Filmproduktion
Helmut Kohl, 86, ist seit 60 Jahren verhei­ra­tet und wohnt seit 1994 mit seiner Frau in Wolfen-Nord. © Foto Hanfgarn & Ufer Filmpro­duk­tion

Helmut Kohl hat Deutsch­land die Einheit gebracht. Was aber hat die Einheit Helmut Kohl gebracht? In Deutsch­land gibt es eine Reihe von Männern, die den Namen Helmut Kohl tragen. Zum Beispiel in Wolfen: Helmut Kohl hat alles von damals verlo­ren, aber es hätte auch noch schlim­mer kommen können. Der DDR-Rentner nimmt Abschied von seiner alten Heimat. Oder in Crimmit­schau: Für Helmut Kohl ist es seit der Wende nicht schlecht, aber früher war alles besser. Der Gastwirt hat zwar das System gewech­selt, die Haltung aber nicht. Helmut Kohl in Lorscheid meint: Alles ist ok in Deutsch­land, aber eigent­lich könnte alles besser sein. Der fleis­sige Westler fühlt sich um die Früchte seiner Arbeit betro­gen. Anders der Duisbur­ger Helmut Kohl: Im Leben hat er alles gemeis­tert, nur im anderen Deutsch­land lief zuletzt was schief. Der Archi­tekt, recht­schaf­fen, edel und gut, verliert im Osten sein Gesicht. Und dann nach Heidel­berg: Noch findet Helmut Kohl alles gut, aber bald wird es schlimm enden mit Deutsch­land. Der deutscher Pole sieht Jugend und Auslän­der sein gelieb­tes Vater­land ruinie­ren. (Quelle)

Von Helmut Kohl, Helmut Kohl, Helmut Kohl, Helmut Kohl und natür­lich Helmut Kohl erzählt der Dokumen­tar­film Kennzei­chen Kohl. In Sachsen-Anhalt findet sich leider kein einzi­ges Kino, das den Film zeigen kann oder will. Wie es in den anderen Bundes­län­dern aussieht, erfährt man auf der Website zum Film.



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Kraut und Rüben Politik
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Am Tag als die D‑Mark kam

Vor ziemlich genau 20 Jahren erreichte die damalige D‑Mark die damalige DDR. Unter­wegs auf den Spuren westdeut­scher (Markt-) Erobe­rer in der DDR im Jahr 1990 zeigt sich der Sender Phoenix in dieser Dokumen­ta­tion: Banken und Versi­che­run­gen, Fleisch­ket­ten und Lebens­mit­tel­gros­sis­ten, Kaffee- und Zigaretten-Konzerne ebenso wie Rheuma­de­cken­ver­käu­fer sind am Start, um den neuen unver­hoff­ten Markt von poten­zi­el­len 17 Millio­nen Konsu­men­ten unter sich aufzu­tei­len. Mit glitzern­den Verpa­ckun­gen, verfüh­re­ri­schen Lockan­ge­bo­ten und kleinen Geschen­ken versu­chen westli­che Unter­neh­mer, sich durch schnelle Verträge Markt­an­teile langfris­tig zu sichern. Angesichts dieser Maßnah­men solida­risch zu sein und auch nach heimi­scher (DDR)-Ware Ausschau zu halten, ist für die staunend und abwar­tend daste­hen­den DDR-Bürger nicht leicht.

Prädi­kat: Beson­ders sehens­wert. Die Doku läßt sich leider nicht einbet­ten, deshalb nachfol­gend die Links zu allen fünf Teilen. Ansehen!

Teil 1 | 2 | 3 | 4 | 5 auf Youtube

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Kraut und Rüben Politik