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Kraut und Rüben Musik

Müllrissey

Hab Morris­sey zum Müll gestellt. Sehr schade drum. Oh, wie doppel­deu­tig ich heute doch bin.

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Musik

Er ist kein Hund an der Kette

Selbst wenn man den Künst­ler von seiner Kunst trennt, bleibt vom neuen Morris­sey-Album „I Am Not A Dog On A Chain“ kein positi­ves Fazit übrig. Eine merkwür­dig unaus­ge­go­rene Mischung aus Songs ist entstan­den; mit Texten, die weit weit weit von Morris­seys Topform gelegen sind. Das ganze ist recht überkan­di­delt produ­ziert, klingt wie schon Low In High School (dessen B‑Seite ich übrigens für die schlech­teste B‑Seite eines Albums seit 1928 halte!) sehr synthe­thisch und pathe­tisch. Weit weg vom Glanz der alten Tage. Leider!

Die Songs in der Einzelwertung

Jim Jim Falls
Love Is On It’s Way Out
Bobby, Don’t You Think They Know?
I Am Not A Dog On A Chain
What Kind Of People Live In These Houses?
Knock­about World
Darling, I Hug A Pillow
Once I Saw The River Clean
The Truth About Ruth
The Secret Of Music
My Hurling Days Are Gone
Durch­schnitt


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Kraut und Rüben Musik

Das Schnäppchen des Tages

Der nächste Tiefpunkt in der an Tiefpunk­ten nicht armen jünge­ren Geschichte Morris­seys: Beim gestri­gen Konzert in der Holly­wood Bowl wurden von Morris­sey signierte Alben von Lou Reed, David Bowie, Iggy & The Stooges und Patti Smith verkauft. Stück­preis je 300 US-Dollar. Einfach nur noch traurig.

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Kraut und Rüben

Sam Esty Rayner

Ein hastig in Photo­shop zusam­men­ge­klopp­ter grafi­scher Rant gegen Sam Esty Rayner. Das ist Morris­seys Neffe und als solcher zeich­net er für die Platten­art­works der jüngs­ten Vergan­gen­heit verant­wort­lich. Seine grafi­sche „Arbeit“ bewegt sich auf einem Niveau irgendwo zwischen Vorschule und Kuhstall. Vergli­chen mit den frühe­ren ikoni­schen grafi­schen Arbeit für Morrissey-Platten ein absolu­tes Trauer­spiel.

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Musik

Morrissey – California Son

Der Tag wird kommen (vielleicht ist er auch schon da), an dem man seine Morrissey-Platten nicht mehr vorzei­gen kann, ohne als Unter­stüt­zer eines verbit­ter­ten alten Mannes zu gelten; der seiner­seits eine Menge Bedenk­li­ches labert und Scheiße unter­stützt. Heute ist Califor­nia Son erschie­nen. Kritik folgt.

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Musik

Record Store Day 2019

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Oben meine Ausbeute des diesjäh­ri­gen Record Store Day im Bild. Genau, nur eine Morris­sey-Single, der Vollstän­dig­keit halber. Vor 10 Jahren hätte man ein derma­ßen – Entschul­di­gung! – beschis­se­nes Artwork nicht mal für eine Margarine-Verpackung verwen­det; heute geht sowas als Platten­co­ver durch. Ein extrem inter­po­lier­tes Bild, drei Zeilen Text dazu, fertig ist das Cover. Beim Klick auf das Bild öffnet sich eine größere Ansicht, die das extrem verpi­xelte Ungetüm verdeut­licht.

Ansons­ten hätten mich zum RSD noch Bingo Hand Job alias R.E.M. inter­es­siert, aber deren Liveal­bum aus dem Jahre 1991 war nur zu astro­no­mi­schen Preisen zu haben. Außer­dem enthält ein Großteil der europäi­schen Auflage offen­bar jeweils 2 x die erste oder die zweite Platte des Doppel­al­bums. Somit sind viele Hörer – nochmal Entschul­di­gung! – angeschis­sen, auch wenn man sich wohl etwas offizi­el­les für den Umtausch überlegt hat…

Für mich hat sich der RSD eigent­lich schon länger erledigt, außer­dem bin ich des Kultes um das schöne Wienühl („Es heißt Schall­platte, Du Honk!“) müde und überdrüs­sig. It’s the music that matters. Not the medium.


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Musik

Morrissey – Poetry Hour – Colorado Broadcast 1992

Zeychen & Wunder: Ein gutes neues Morris­sey-Bootleg ist dieser Tage auf Sonic Boom erschie­nen. Trotz der unkla­ren Rechts­lage, bzw. einem eindeu­ti­gen Verbot derar­ti­ger Veröf­fent­li­chun­gen, schafft es immer mal wieder jemand, inoffi­zi­elle (Live-)CDs im großen Stil zu vertrei­ben. Der Tonträ­ger ist für kleines Geld z. B. beim großen bösen A erhält­lich und enthält einen fantas­ti­schen Mitschnitt der Your Arsenal-Tour von 1992.

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Morrissey ‎– Low In High School (Édition Extrême De Luxe!) – Deluxe Edition

Morris­sey – Low In High School Deluxe Edition

Heute ist Morris­seys Wieder­ver­öf­fent­li­chung von Low In High School erschie­nen. Nur ein Jahr nach der Original-Veröffentlichung kommt die Platte neu mit Bonus Disc. Die zweite Scheibe versam­melt bislang unver­öf­fent­lichte Songs und die Live-Songs aller Singles, die in den letzten Monaten erschie­nen sind.

Der Mehrwert ist also vorhan­den; wenn die ganze Wieder­ver­öf­fent­lich­tung auch ein bißchen Geschmäckle hat. Beson­ders auffäl­lig ist das – vorsich­tig umschrie­ben – eigen­wil­lige Artwork, das wohl auf Sam Esty Rayners Mist gewach­sen sein dürfte. Das ist Morris­seys Neffe, welcher auch die offizi­elle Webseite des Meisters betreut. Seine gestal­te­ri­schen Fähig­kei­ten sind mir schon aufge­fal­len; Typogra­fie, Gestal­tung und Bildbe­ar­bei­tung sind nicht unbedingt seine Stärken. Man sieht es auch ganz gut am Artwork der neuen Platte, ein bißchen Typo auf ein altes graus­lig inter­po­lier­tes Bild geklatscht, ein sehr buntes Foto im Gatefold… naja, die Geschmä­cker sind bekannt­lich verschie­den.

Für die Press­qua­li­tät vermute ich mal das Schlimmste, da die Origi­nal­pres­sung schon ultra­grot­tig geraten ist. Das Album ist einfach zu lang für zwei Platten­sei­ten; die Bonus-Scheibe dürfte besser klingen. Ich bin jeden­falls auf die drei unver­öf­fent­li­chen Titel gespannt, das sehr gelun­gene Back On The Chain Gang gab’s ja schon auf 7″ Single…



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