Morrissey

Fieber

Krank, krank, krank. Meine Gat­tin hat mit unserem Jüng­sten gut zu tun, so muß ich mich also selb­st bemitlei­den. Früher hat sie mir in meinem Fieber­wahn die Waden gewick­elt und die Haare gekämmt, heute muß ich mich selb­st ver­sor­gen. Ich sitze im Wartez­im­mer und wir sind hier soviele, eine richtige Wartez­im­mer-Armee mit Masken und mit Fieber. JOIN THE VIRUS ARMY. Gestern habe ich das aktuelle Morrissey-“Interview” mit Arschkriec … äh, Jour­nal­istin Fiona Dod­well auf YouTube gese­hen. Der hat auch Fieber, das Fieber eines eitlen, selb­stver­liebten Geck­os. So sad to see what has become of him, wie der Angel­sachse sagt. Aber: “DIVERSITY IS THE NEW CONFORMITY.” Aus­nahm­sweise hat er da doch nochmal einen Nagel auf den Punkt getrof­fen. Diver­sität ist der neue Stern am gut­bürg­er­lichen Bio­him­mel, hat wohl Green­wash­ing abgelöst. Ich genese nun, macht’s gut! Und lest den let­zten Satz Joachim Hillers zur Pogen­drob­lem-Rezen­sion im aktuellen Ox!

Er ist kein Hund an der Kette

Selb­st wenn man den Kün­stler von sein­er Kun­st tren­nt, bleibt vom neuen Mor­ris­sey-Album „I Am Not A Dog On A Chain“ kein pos­i­tives Faz­it übrig. Eine merk­würdig unaus­ge­gorene Mis­chung aus Songs ist ent­standen; mit Tex­ten, die weit weit weit von Mor­ris­seys Top­form gele­gen sind. Das ganze ist recht überkan­didelt pro­duziert, klingt wie schon Low In High School (dessen B‑Seite ich übri­gens für die schlecht­este B‑Seite eines Albums seit 1928 halte!) sehr syn­thethisch und pathetisch. Weit weg vom Glanz der alten Tage. Leider!

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