[Review] New Model Army – From Here

Das neue Album der New Model Army hört auf den Namen „From Here“ und ist absolut formi­da­bel geraten. Die Band entwi­ckelt eine Tiefe und Dynamik, die ich den alten Herren gar nicht mehr zugetraut hätte. Die letzte Platte, die ich zuvor gehört hatte, war „Beetween Dog And Wolf“ aus dem Jahre 2013. Die war schon fast Tribal, aber trotz­dem alles andere als schlecht. Die dominie­ren­den Drums hat man für das aktuelle Album zwar beibe­hal­ten, sie sind aber längst nicht mehr so präsent. Aufge­nom­men wurde das Album in einem einsa­men Tonstu­dio in Norwe­gen, wohl direkt am Meer, wenn ich das richtig gelesen habe. Und so toll die Landschaft dort ist, so toll klingt das Album. Die Platte funktio­niert tatsäch­lich am besten im Album-Modus und ist somit der beste Beleg dafür, dass das Album an sich eben doch nicht tot ist. Zumin­dest nicht für mich und schon gar nicht für New Model Army.

Mein persön­li­ches Highlight ist der epische Titel­track „From Here“. Großes Kino!

Ich habe mir die farbige Pressung gekauft. Schwarz/Blau Splat­ter. Die Platte ist super gepresst, plan und von exzel­len­ter Sound­qua­li­tät. Mix und Maste­ring sind exzel­lent. Leider ist die Pressung schon überall ausver­kauft, und auf Discogs läuft das übliche Abzock­spiel­chen. Die reguläre schwarze Pressung gibt es aber günstig überall und nirgends.

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Musik

Die Jahre 1993 und 1994 in der Haldensleber Musikwelt

Gestern war ich im Archiv der Lokal­zei­tung zu Gast, um für ein Thema zu recher­chie­ren, dessen Abarbei­tung mir schon seit langem unter den Nägeln brennt. Der Beitrag dazu kommt sicher in den nächs­ten Wochen.

Quasi neben­bei sind mir einige inter­es­sante Artikel aus den Jahren 1993 und 1994 aufge­fal­len, die ich hier gern dokumen­ta­risch und mit kurzen Anmer­kun­gen verse­hen, präsen­tie­ren möchte. Als Ergän­zung zum Beitrag 60 Jahre Rock! in Haldens­le­ben sicher nicht uninter­es­sant. Alle Fotos sind anklick‑, vergrößer- und somit hoffent­lich im Origi­nal lesbar.

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Agnostic Front, Madball und die Lokal­hel­den von Veits­tanz im Haldens­le­ber „Club“. Heute undenk­bar, bzw. wohl eher nicht mehr bezahl­bar. Die Haldens­le­ber Bollo-Core-Fraktion um Pohli, Digger, Herrn K. & Co. hat damals wirklich mächtig was auf die Beine gestellt…

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… wie man auch am Auftritt von Neuro­sis und Integrity sehen konnte.

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… für die Suici­dal Tenden­cies hat es nicht gereicht, aber dafür kamen deren „kleine Brüder“ von D. I. in die Kreis­stadt. Außer­dem waren Need A New Drug und die mir gänzlich unbekann­ten Punish­ment Park dabei. Anarchist Academykennt die noch jemand? – hatten abgesagt.

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Ein Open Air gegen Gewalt mit Big Savod & The Deep Manko, Kampa­nella Is Dead und den Lokal­bands Invisi­ble Art, Die Weißen Westen und Stein­gut. Das hätte ich mir gern angese­hen, keine Ahnung, warum das an mir vorbei­ging. Von Stein­gut aller­dings habe ich nie gehört. Ob hier eventu­ell Schnee­blind gemeint sein könnten?

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Der Debüt-Gig von Invisi­ble Art. Und dann gleich zusam­men mit Die Skepti­ker

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Unsere Vorzeige-Indie-Rocker auf dem Weg zum Weltruhm. Leider haben sie kurz davor die Maschine angehal­ten.

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Ein kurzer aber inter­es­san­ter Reise­be­richt vom Polen-Konzert von Insivi­ble Art, BLB, Veits­tanz und DLH.

Und schlu­ßend­lich:.

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Auf dem schönen Saal „Zur Grünen Aue“ in Uthmö­den fand tatsäch­lich ein Punkkon­zert mit 10 Bands statt. Mit dabei: Schim­mel­brot, Tetra Vinyl, Restri­siko. Das Ganze auch noch zu einem guten Zweck: Der Unter­stüt­zung von Flücht­lin­gen aus dem gerade ausein­an­der­bre­chen­den Jugosla­wien. Ein Augen- und Ohren­zeuge versi­cherte mir gestern, das über 4.000 DM für den guten Zweck zusam­men­ka­men. Von den Renovie­rungs­kos­ten des halb zerstör­ten Saals hat er mir nichts erzählt. Bis auf die Tatsa­che, dass der ehema­lige Abschnitts­be­voll­mäch­tige am Tag nach dem Konzert zur Schadens­auf­nahme mit einem Fotoap­pa­rat erschien… 😀.

Ende.

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Fundsachen Kraut und Rüben

Lampe

Neulich bin ich durch doofen Zufall* auf Lampe gesto­ßen worden – eine Band mit einem wenig google­freund­li­chen Aller­welts­na­men. Lampe sind offen­bar ein Duo, bestehend aus Tilman Claas (Gesang, Gitarre) und Julian Heyden (Tasten, Bass). Bislang haben die beiden nur 2 EPs veröf­fent­licht, diese aller­dings sind mehr als hörens­wert und haben mich seit sehr langer Zeit mal wieder zu Stürmen der Begeis­te­rung hinge­ris­sen. Beson­ders die Texte habe es mir angetan – schlau, witzig, weltschmer­zig und meinem bedröp­pel­ten Naturell zuspre­chend. Lampe klingen wie eine wortge­wandte Mischung aus dem puber­tä­ren Bruder von Jens Friebe und der poppi­gen Schwes­ter von Knarf Rellöm, welche zu einer Platte von Kapelle Petra Karaoke singen. Toll!

Beim Versuch, eine CD zu kaufen, bin ich kläglich geschei­tert – Tilman schrieb mir per E‑Mail, dass alles ausver­kauft sei. Die gute Nachricht: Das kommende Album ist bereits aufge­nom­men und soll noch in diesem Jahr erschei­nen. Ich bin mehr als vorfreu­dig gespannt und vertröste mich solange mit den beiden EPs auf lampe.bandcamp.com (KAUFEN!!!) und den nachfol­gend verlink­ten, höchst unter­halt­sa­men Youtube-Videos. Hört mehr Lampe, dann wird die Welt wieder ein besse­rer Ort! Lang leben Lampe!

*sowas findet man, wenn man seinen Vorna­men bei Youtube einge­ben lässt. 😀


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Musik