web analytics

Musik

Tante Emma singt jetzt endlich auch bei mir beim Kochen. Die Jahre der Suche sind somit erfolg­reich zuende gegan­gen.

Auf Tante Emma aufmerk­sam gewor­den bin ich durch einen sehr hörens­wer­ten Beitrag auf radio­eins. Dann hatte ich die Platte jahre­lang meiner Suchliste hinzu­ge­fügt, sie tauchte aller­dings nie auf. Bis vor 2 Wochen, als sie in sagen­haft gutem Zustand für sensa­tio­nelle 7,49 € als Sofort-Kauf auf eBay stand. Noch schlaf­trun­ken schlug ich zu und berich­tete sofort allen anwesen­den Perso­nen (1) von dem von mir als sensa­tio­nell empfun­de­nen Ereig­nis. Einige Tage später traf Tante Emma ein und wurde in einer nachmit­täg­li­chen Hörses­sion von mir und meiner Gattin Gundula – welche übrigens auch ein großes Herz für Trash hat (Wobei mir völlig schlei­er­haft bleibt, wieso ihr die The Sunscheins Angst machen… :-D) – am Stück durch­ge­hört.

Ein Unter­fan­gen, das mir nach bereits 20 Minuten große körper­li­che Schmer­zen berei­tete: Ohren­blu­ten, ein Ziehen in den Zahnwur­zeln, Schwin­del­keit und tempo­rä­rer Kontroll­ver­lust. Aber lauscht selbst, unten sind zwei meiner Youtube-Uploads zu sehen.

Zu Tante Emma ließ sich übrigens gar nichts im Netz finden; keine Vorge­schichte, keine histo­ri­schen Tatsa­chen, kein gar nichts. Alles was ich weiß, entnahm ich dem oben verlink­ten Beitrag auf radio­eins.

{ 1 Kommentar }

Auf Facebook über diese Cover­ver­sion von Behind The Wheel gestol­pert und sofort verliebt. Anschlie­ßend ein wenig Recher­che: 2 Herren aus Milwau­kee namens Milwau­kee Mode radebre­chen sich durch verschie­dene Klassi­ker von Depeche Mode. Die wohl schlech­teste Cover­band aller Zeiten. Ein Keyboar­der ohne Rhyth­mus­ge­fühl und ein Sänger mit einer sehr spezi­el­len Aura. So angenehm wie eine Wurzel­be­hand­lung; hier gefriert einem das Blut tatsäch­lich in den Ohren – ich liebe die beiden! Gute Unter­hal­tung und unbedingt die Tänze­rin bei A Question Of Time beach­ten!


{ 0 Kommentare }

Neulich bei AJAK Nostal­gie in der 1-Euro-Grabbelkiste: Ibrahim Bekiro­vić, besser bekannt als Ibo, mit seinem „Bunga­low in Santa Nirgendwo“. Eskapis­mus, Weltflucht und eine charmant verpackte Leckt-mich-doch-alle-am-Arsch-Attitüde, gegos­sen in luper­ei­nen Disco­fox. Vorge­tra­gen vom Schla­ger­bar­den aus der damali­gen Sozia­lis­ti­schen Födera­ti­ven Republik Jugosla­wien. Der Rest des Albums ist übrigens unerträg­lich. Der gute Ibo ist übrigens leider schon von uns gegan­gen, er starb am 18. Novem­ber 2000 bei einem Autoun­fall auf der Rückfahrt nach einem Auftritt in Öster­reich, als sein Wagen von einem LKW gerammt wurde. Möge er in Frieden und vor allem in seinem Bunga­low ruhen. In der 1-Euro-Grabbelkiste war übrigens noch mehr zu finden, dazu schreibe ich vielleicht in den nächs­ten Tagen etwas… ein schönes Wochen­ende!


{ 0 Kommentare }

Seit länge­rer Zeit mal wieder ein Tipp aus unserer Musik­re­dak­tion: Spanish Love Songs legen mit Schmaltz ihr zweites Album vor. Wer auf emotio­na­len Punkrock à la The Smith Street Band steht, sollte zuschla­gen. Geboten werden mitrei­ßende Hymnen emotio­na­len Charak­ters mit sehr persön­li­chen Texten. Das Album war in zwei Versio­nen bei Uncle M erhält­lich, die 100er Auflage in Weiß/Rot ist aller­dings schon ausver­kauft. Musika­lisch top; und da ich in letzter Zeit verstärkt auf die Quali­tät der Schall­plat­ten achte, muß ich auch hier wieder sagen: Press­qua­li­tät so lala. Gepresst bei GZ Media, es gibt wieder die üblichen Störge­räu­sche, angedittschte Cover und halbzer­kor­kelte Textblät­ter. Das übliche eben, leider. Nichts­des­to­trotz sollten Fans von The Menzin­gers, Iron Chic, Modern Baseball, Tiny Moving Parts oder auch The Gaslight Anthem beden­ken­los zuschla­gen. Tolles Album mit 810 Börde­kar­tof­feln in der Wertung.

{ 0 Kommentare }

Happy Birth­day, „Viva Hate“, Du bist unange­foch­ten immer noch das Beste aller Morrissey-Alben.


{ 0 Kommentare }

Das Schall­plat­ten­kau­fen macht dieser Tage keinen allzu großen Spaß mehr. Ich bin weit davon entfernt, ein audio­phi­ler Snob zu sein, aber was uns Musik­lieb­ha­bern mitun­ter angebo­ten wird, ist schon ein mittel­große Frech­heit.

Press­rück­stände auf den Platten, Schlie­ren, unsau­bere Ränder, „off-centre“-Pressungen oder Höhen­schläge schei­nen heutzu­tage eher die Regel als die Ausnahme zu sein.

Ich möchte nieman­dem ans Bein pieseln, aber insbe­son­dere R.A.N.D. Muzik aus Leipzig sind mir in dieser Hinsicht negativ aufge­fal­len. Im letzten Jahr schon hatte ich bei Die Art – XXX Live massive Höhen­schläge auf allen drei Platten festge­stellt. Dieses Jahr ging es bei den Boxhams­ters und Panik­raum munter weiter, siehe unten­ste­hende Videos. Meine Anfrage beim Major Label blieb dahin­ge­hend leider unbeant­wor­tet.

Höhen­schlag (Boxhams­ters – „Demut & Elite“ Reissue auf Major Label, gepresst bei R.A.N.D. Muzik Leipzig)

„Off centre“-Pressung mit Höhen­schlag. Ich hatte leider eine unruhige Hand, in echt sieht es noch schlim­mer aus. (Panik­raum – „Kopfkino“ auf Major Label, gepresst bei R.A.N.D. Muzik Leipzig)

Die neue Platte der Skepti­ker ist ebenso völlig verhunzt und voller Clicks und Ausset­zer. Das Press­werk konnte ich in diesem Fall nicht identi­fi­zie­ren. Ein weite­res Negativ­bei­spiel sind alle Pressun­gen von Morris­seys „Low In High-School“. Bei dieser Platte hat man es geschafft, sagen­hafte 27 Minuten Audio pro Seite zu pressen – was die Platte unglaub­lich leise macht. Außer­dem ziehen sich diverse Störge­räu­sche wie Knistern und Knack­sen durch beide Platten­sei­ten.

Ein Fazit hab ich nicht, ich weiß aber, das viele Massen­pres­sun­gen aus den 80iger Jahren deutlich besser laufen und klingen als viele heutzu­tage gepresste Platten. Und das ist – gerade auch bei den Preisen, die heutzu­tage für Schall­plat­ten verlangt werden – eine Frech­heit. Ob’s am Know How oder an der Technik liegt, bleibt für mich im Dunklen…

{ 0 Kommentare }