[Review] New Model Army – From Here

Das neue Album der New Model Army hört auf den Namen „From Here“ und ist absolut formi­da­bel geraten. Die Band entwi­ckelt eine Tiefe und Dynamik, die ich den alten Herren gar nicht mehr zugetraut hätte. Die letzte Platte, die ich zuvor gehört hatte, war „Beetween Dog And Wolf“ aus dem Jahre 2013. Die war schon fast Tribal, aber trotz­dem alles andere als schlecht. Die dominie­ren­den Drums hat man für das aktuelle Album zwar beibe­hal­ten, sie sind aber längst nicht mehr so präsent. Aufge­nom­men wurde das Album in einem einsa­men Tonstu­dio in Norwe­gen, wohl direkt am Meer, wenn ich das richtig gelesen habe. Und so toll die Landschaft dort ist, so toll klingt das Album. Die Platte funktio­niert tatsäch­lich am besten im Album-Modus und ist somit der beste Beleg dafür, dass das Album an sich eben doch nicht tot ist. Zumin­dest nicht für mich und schon gar nicht für New Model Army.

Mein persön­li­ches Highlight ist der epische Titel­track „From Here“. Großes Kino!

Ich habe mir die farbige Pressung gekauft. Schwarz/Blau Splat­ter. Die Platte ist super gepresst, plan und von exzel­len­ter Sound­qua­li­tät. Mix und Maste­ring sind exzel­lent. Leider ist die Pressung schon überall ausver­kauft, und auf Discogs läuft das übliche Abzock­spiel­chen. Die reguläre schwarze Pressung gibt es aber günstig überall und nirgends.

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Musik

Near Mint

Mein Abo des MINT-Magazins habe ich gekün­digt, unter anderem, weil mir der fortwäh­rende Kult um das „schwarze Gold“ einfach nur noch auf den Sack geht. Das auszu­füh­ren, fehlt mir heute die Lust.

In der aktuel­len Ausgabe gibt es dennoch einen lesens­wer­ten Artikel über die Schall­plat­ten­freunde Schwar­zen­damm. Die treffen sich bei Leber­wurscht­bröt­chen und Bier und hören Musik von Schall­plat­ten. Gottsei­dank haben die Jungs keine Homepage, nur diesen Artikel hier hab ich im Netz gefun­den.

Außer­dem ist mir die ganzsei­tige Anzeige für eine Beatles-Wanduhr für sport­li­che 169,80 € aufge­fal­len. Ich frug mich, wer sowas zu so einem absur­den Preis kauft; und warum die Ferti­gungs­dauer „auf 295 Arbeits­tage limitiert“ ist. Mal angenom­men, die chine­si­sche Plastik­fa­brik schafft 100 Uhren täglich, wären das dann 29.500 formschöne Beatles-Wanduhren. Nun ja, wer’s braucht…

Ansons­ten gibt’s die üblichen Platten­kri­ti­ken, ein Titel­thema „Vinyl auf dem Land“ und diverse Produkt­vor­stel­lun­gen.

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Kraut und Rüben Musik

Record Store Day 2019

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Oben meine Ausbeute des diesjäh­ri­gen Record Store Day im Bild. Genau, nur eine Morris­sey-Single, der Vollstän­dig­keit halber. Vor 10 Jahren hätte man ein derma­ßen – Entschul­di­gung! – beschis­se­nes Artwork nicht mal für eine Margarine-Verpackung verwen­det; heute geht sowas als Platten­co­ver durch. Ein extrem inter­po­lier­tes Bild, drei Zeilen Text dazu, fertig ist das Cover. Beim Klick auf das Bild öffnet sich eine größere Ansicht, die das extrem verpi­xelte Ungetüm verdeut­licht.

Ansons­ten hätten mich zum RSD noch Bingo Hand Job alias R.E.M. inter­es­siert, aber deren Liveal­bum aus dem Jahre 1991 war nur zu astro­no­mi­schen Preisen zu haben. Außer­dem enthält ein Großteil der europäi­schen Auflage offen­bar jeweils 2 x die erste oder die zweite Platte des Doppel­al­bums. Somit sind viele Hörer – nochmal Entschul­di­gung! – angeschis­sen, auch wenn man sich wohl etwas offizi­el­les für den Umtausch überlegt hat…

Für mich hat sich der RSD eigent­lich schon länger erledigt, außer­dem bin ich des Kultes um das schöne Wienühl („Es heißt Schall­platte, Du Honk!“) müde und überdrüs­sig. It’s the music that matters. Not the medium.


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Musik

Kraftvolle Musikleistung (2 x 5 Watt)

3 Jahre Garan­tie auf diesen Haufen Elektro­schrott, der sich mit dem DUAL-Logo schmückt, den Schwarz­wald aller­dings besten­falls aus dem Fernse­hen kennt. Ich würde da aus Sicher­heits­grün­den keine Platte aufle­gen. Herrlich auch die Werbe­aus­sage bezüg­lich der „Kraft­volle 2 x 5 Watt Musik­leis­tung“. Das dürfte irgendwo zwischen knallen­der Blech­büchse und Trabant-Auspuff liegen und klingt wahrschein­lich auch genauso. Herrje­mine!

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Fundsachen Kraut und Rüben

Deutsche Post – Briefsendungen ins Ausland ab dem 1. 1. 2019

Ein Raunen geht durch die Discogs- und eBay-Welt. Ab dem 1. Januar 2019 ist es offen­bar nicht mehr möglich, eine LP (bis 500 g) für kosten­güns­tige 3,70 € (ohne Nachweis) bzw. 6,20 € (Einschrei­ben) ins Ausland zu versen­den. Der inter­na­tio­nale Brief­ver­sand wird auf „Dokumente“ beschränkt. Die Deutsche Post hat vermut­lich mitbe­kom­men, das dieser Preis inter­na­tio­nal konkur­renz­los günstig war, und möchte nun ihrer­seits am Schall­plat­ten­boom teilha­ben. Schade! Die neue Option heißt „DHL Paket Inter­na­tio­nal“ und geht, wenn ich das richtig überbli­cke, bei 8,89 € (Päckchen ohne Sendungs­ver­fol­gung) oder 15,99 € (Paket) los.

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Fundsachen Kraut und Rüben
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