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Schall & Wahn

3 Jahre Garan­tie auf diesen Haufen Elektro­schrott, der sich mit dem DUAL‐Logo schmückt, den Schwarz­wald aller­dings besten­falls aus dem Fernse­hen kennt. Ich würde da aus Sicher­heits­grün­den keine Platte aufle­gen. Herrlich auch die Werbe­aus­sage bezüg­lich der „Kraft­volle 2 x 5 Watt Musik­leis­tung“. Das dürfte irgendwo zwischen knallen­der Blech­büchse und Trabant‐Auspuff liegen und klingt wahrschein­lich auch genauso. Herrje­mine!

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Ein Raunen geht durch die Discogs‐ und eBay‐Welt. Ab dem 1. Januar 2019 ist es offen­bar nicht mehr möglich, eine LP (bis 500 g) für kosten­güns­tige 3,70 € (ohne Nachweis) bzw. 6,20 € (Einschrei­ben) ins Ausland zu versen­den. Der inter­na­tio­nale Brief­ver­sand wird auf „Dokumente“ beschränkt. Die Deutsche Post hat vermut­lich mitbe­kom­men, das dieser Preis inter­na­tio­nal konkur­renz­los günstig war, und möchte nun ihrer­seits am Schall­plat­ten­boom teilha­ben. Schade! Die neue Option heißt „DHL Paket Inter­na­tio­nal“ und geht, wenn ich das richtig überbli­cke, bei 8,89 € (Päckchen ohne Sendungs­ver­fol­gung) oder 15,99 € (Paket) los.

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Die Lathe Cuts der The Smith Street Band sind aus dem fernen Amerika einge­trof­fen, ich hatte an dieser Stelle darüber berich­tet. Mit dem Zoll ging alles gut, der Verkäu­fer hatte die Sendung korrekt dekla­riert und somit fiel keine Umsatz­ein­fuhr­steuer an.

Entge­gen der Verlaut­ba­run­gen auf der Website von Little Elephant kommen die Cuts jetzt offen­sicht­lich nicht mehr im siebbe­druck­ten Pappco­ver, sondern in einer regulä­ren, 4‐farbig bedruck­ten Offset­hülle.

Ich war ja eher skeptisch was den Klang dieser geschnit­te­nen, nicht gepress­ten Schall­plat­ten angeht und ich sollte recht behal­ten: Die Platten klingen Scheiße. 😀 Ein Sound, wie hinter einem Dusch­vor­hang aufge­nom­men, wummernde Bässe, verzerrte Höhen und nicht vorhan­dene Mitten. Ich mußte gleich erstmal mein Equip­ment überprü­fen um eventu­elle Fehler auszu­schlie­ßen zu können. Erfolg­los. Es klingt, ist und bleibt: 💩💩💩.

Somit bin ich also um eine Erfah­rung reicher (und um ein paar Euro ärmer): Ich werde keine Lathe Cuts mehr kaufen. Aller­dings würde mich inter­es­sie­ren, ob es grund­sätz­lich am Verfah­ren oder in meinem konkre­ten Fall vielleicht an der Ausfüh­rung liegt. Jeder Kommen­tar zum Thema „Sound­qua­li­tät von Lathe Cuts“ ist willkom­men!


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Mein Schnap­per des Jahres: Morris­seys Malad­jus­ted für 29,– € im eBay Sofort‐Kauf. In einem super guten Zustand. Jetzt fehlt mir nur noch die South­paw Grammar, aber die zu einem zivilen Kurs erste­hen zu können, gleicht der Quadra­tur des Kreises.

Am Freitag erscheint übrigens Low In High School in der Deluxe‐Version. Ein Reissue nach nur einem Jahr – das riecht einer­seits mächtig nach Geschmäckle, ist anderer­seits aber wegen der Bonus­tracks (natür­lich!) vorbe­stellt.

Davon abgese­hen habe ich beschlos­sen, mir nur noch die kommen­den Platten meiner Lieblings­künst­ler – ’ne gute Hand voll – als physi­schen Tonträ­ger zuzule­gen, da mir die Samme­lei platz‐ und finanz­tech­nisch über den Kopf wächst. Von der Press­qua­li­tät und den Preisen heutzu­tage will ich erst gar nicht anfan­gen zu schrei­ben… vom elenden „Vinyl“-gequatsche schon gleich gar nicht. Es heißt Schall­platte, ihr verdamm­ten Hipster!

 

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Hallo aus der Blogo­sphäre! Facebook & Co. graben uns Bloggern nach wie vor massiv die „Kundschaft“ ab, aber wir halten getreu dem alten Oldschool‐Motto „Jetzt erst fucking recht!“ weiter an unseren kleinen Inter­net­prä­sen­zen fest. Heute nur ein Bild. Sie sehen eine klassi­sche Amazon‐Verpackung für eine 7“. Der Kenner hat es erkannt: Morris­seys neue Single „Back On The Chain Gang“. Am 7. Dezem­ber kommt übrigens nach nur einem Jahr die Neuauf­lage von „Low In High School“ mit Bonus‐Tamtam, Reissue, Repackage, Reeva­luate the songs … and so on, der Kenner weiß Bescheid.

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Schon seit länge­rem verfolge ich das Schaf­fen der kanadi­schen Band Fucked Up mit großem Inter­esse. Einge­stie­gen und aufmerk­sam gewor­den bin ich spät – nämlich erst mit dem Video zum fulmi­nan­ten „Queen Of Hearts“ vom Album „David Comes To Life“.

Das Album habe ich danach kennen und lieben gelernt und dieser Tage stand nun jüngst die Veröf­fent­li­chung von „Dose Your Dreams“ an; dem mittler­weile ungefähr neunten Studio­al­bum der Band.

Die Vorab‐Single „Normal People“ fand ich schon äußerst vielver­spre­chend, vielleicht gerade deshalb, weil sie mit dem gewöhn­li­che Schema und Image der Band als Vertre­ter des Hardcore nicht mehr viel zu tun hatte.

Fucked Up sind inzwi­schen Genre‐sprengende Meister der Abwechs­lung, davon zeugt „Dose Your Dreams“ zu genüge. Es gibt Shoegaze, Funk, Disco, Psych‐ und Avantgarde‐Rock und sogar ein bißchen harten technoi­den Beat à la The Prodigy.

Das Album ist kein Meilen­stein, aber in seinem Abwechs­lungs­reich­tum höchst unter­halt­sam und mehr als gelun­gen. Mein Problem mit den älteren Alben war immer, das ich Damians Geschrei ungefähr 20 Minuten lang geil fand, dann aber genervt war und eine Pause brauchte. Das ist bei diesem Album nicht der Fall. Kaufemp­feh­lung!

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