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The Smith Street Band

Die Lathe Cuts der The Smith Street Band sind aus dem fernen Amerika einge­trof­fen, ich hatte an dieser Stelle darüber berich­tet. Mit dem Zoll ging alles gut, der Verkäu­fer hatte die Sendung korrekt dekla­riert und somit fiel keine Umsatz­ein­fuhr­steuer an.

Entge­gen der Verlaut­ba­run­gen auf der Website von Little Elephant kommen die Cuts jetzt offen­sicht­lich nicht mehr im siebbe­druck­ten Pappco­ver, sondern in einer regulä­ren, 4‐farbig bedruck­ten Offset­hülle.

Ich war ja eher skeptisch was den Klang dieser geschnit­te­nen, nicht gepress­ten Schall­plat­ten angeht und ich sollte recht behal­ten: Die Platten klingen Scheiße. 😀 Ein Sound, wie hinter einem Dusch­vor­hang aufge­nom­men, wummernde Bässe, verzerrte Höhen und nicht vorhan­dene Mitten. Ich mußte gleich erstmal mein Equip­ment überprü­fen um eventu­elle Fehler auszu­schlie­ßen zu können. Erfolg­los. Es klingt, ist und bleibt: 💩💩💩.

Somit bin ich also um eine Erfah­rung reicher (und um ein paar Euro ärmer): Ich werde keine Lathe Cuts mehr kaufen. Aller­dings würde mich inter­es­sie­ren, ob es grund­sätz­lich am Verfah­ren oder in meinem konkre­ten Fall vielleicht an der Ausfüh­rung liegt. Jeder Kommen­tar zum Thema „Sound­qua­li­tät von Lathe Cuts“ ist willkom­men!


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Wer diese Seiten regel­mä­ßig besucht, wird um meine Vorliebe für The Smith Street Band wissen. Nachfol­gen­des Video zeigt die Band in den Little Elephant (Studios?). Die gezeigte Session, bestehend aus Forrest, Birth­days, Sigour­ney Weaver und dem Nirvana‐Cover Terri­to­rial Pissings, wurde mitge­schnit­ten und ist wie alle Little Elephant‐Sessions als 12“-Platte erhält­lich.

Im Gegen­satz zum herkömm­li­chen Verfah­ren, bei denen Schall­plat­ten unter hohem Druck gepresst werden, werden die Platten von Little Elephant im sogenann­ten „Lathe Cut“-Verfahren herge­stellt. „Lathe Cut“ läßt sich ungefähr mit „spanab­he­bend“ überset­zen, das heißt, ein Sichel schnei­det die Rillen in den Rohling. Die Quali­tät der geschnit­te­nen Platten gilt landläu­fig als eher beschei­den und echtem HiFi‐Genuß eher abträg­lich. Little Elephant nimmt auf der Website den Mund aller­dings sehr voll: „We are here to erase the stigma of lathe cut records. The term has often been associa­ted with being lo‐fi and inferior. The records we are compa­ra­ble to factory pressed records in terms of sound quality, durabi­lity, and playa­bi­lity.“ Ich habe die 30 US‐$ für die beiden Sessi­ons der Smith Street Band mal inves­tiert und lasse mich vom Ergeb­nis und von der Audio­qua­li­tät überra­schen. Auch, wenn ich für die Liefe­rung aus den USA wohl wieder beim Zoll aufschla­gen darf, was zusätz­li­che 120 km Strecke und 2 h Fahrt­zeit beanspru­chen wird. Was tut man nicht alles für eine seiner Lieblings­bands… 😉

Wer mehr über das Lathe‐Cut‐Verfahren bei Little Elephant wissen möchte, schaut sich dieses Video an.

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Wir waren neulich beim Konzert meiner famosen Lieblings‐Australier The Smith Street Band im about blank in Berlin. Tolle Band, tolles Konzert, tolle Lohkäh­schänn. Was nicht ganz so toll war, war die Tatsa­che, dass ich am nächs­ten Tag Frühdienst hatte. Aber das ging auch irgend­wie. Gefühlte 50% des Publi­kums waren Exil‐Australier, man hat offen­bar eine gut vernetzte Kommmju­nitieh. Die Vorband The Bennies waren live ganz unter­halt­sam, zuhause würde ich ihren Cross­over aus Reggae, Punk und dezen­ten Disco‐Einsprengseln aber eher nicht aufle­gen. Der Merch­stand gab für mich nicht viel her, die Smithies‐Platten hab ich alle im Schrank. So hab ich mir eine herrli­che, total bescheu­ert ausse­hende Mütze gekauft, die mir sicher im Winter gute Dienste leisten wird. Haben die in Austra­lien überhaupt Winter?! Hier ein schönes Video, das ich scham­los bei Insta­gram geklaut habe:



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Wil Wagner wirkt gehetzt

von Torsten am 19. April 2017 · 0 Kommentare

in Musik

An dieser Stelle seit länge­rer Zeit mal wieder eine Musik­emp­feh­lung. Das neue Album der The Smith Street Band „More Scared Of You Than You Are Of Me“ ist am 7. April offizi­ell erschie­nen.

Ich hatte nach „Throw Me In The River“, das auch schon wieder 2 12 Jahre zurück­liegt, die höchs­ten Erwar­tun­gen und ich wurde nicht enttäuscht. Das neue Album bietet erneut eine furiose Achter­bahn­fahrt der Gefühle. Wil Wagner wird von „seiner“ Band durch das Album gehetzt; man könnte es auch anders­rum sehen. Ich bin ein schlech­ter Musik­kri­ti­ker und misera­bel im Beschrei­ben von Musik. Deshalb kann ich nur feststel­len, das ich von diesem Album ebenso geflasht bin, wie ich es vom Vorgän­ger war. Hoch‐emotionaler Punkrock auf einem hervor­ra­gen­den spiel­tech­ni­schen Niveau, berüh­rend, mitrei­ßend und aufpeit­schend. Schön, daß es sowas heute überhaupt noch gibt.

Kleiner Wermuts­trop­fen: Ich konnte mich wieder nicht zurück­hal­ten und habe insge­samt drei verschie­dene Pressun­gen gekauft. Zum einen die deutsche Deluxe‐Ausgabe auf Uncle M Music (limitiert auf 100 Exemplare, mit wunder­schö­nem einge­kleb­tem 16‐seitigen Booklet im Vollfor­mat), die auf 150 Exemplare limitierte Pink Splat­ter UK‐Version auf Specia­list Subject Records und die austra­li­sche Pressung auf Poison City Records (exklu­sive Farbe, 400 Exemplare). Alle Platten sehen toll aus und sind super aufge­macht, doch jetzt kommt das große ABER: Sie klingen scheiße und sind minder­wer­tig gepresst. Es ist ja grund­sätz­lich ein Problem, das die heutige Ferti­gungs­qua­li­tät mit der Massen­pro­duk­tion der 70er und 80er Jahre längst nicht mehr mithal­ten kann; aber was in diesem Fall abgelie­fert wurde, ist wirklich besorg­nis­er­re­gend: Alle Pressung sind „off‐centre“ (also nicht exakt mittig gelocht), die Platten haben einen mehr oder weniger starken Höhen­schlag und allge­mein herrscht ein hohes Niveau an Rauschen und Neben­ge­räu­schen. Das hab ich so krass noch nicht erlebt und sollte für die Zukunft keine Schule machen. Ich bin kein audio­phi­ler Voodoo­on­kel, aber was in diesem Falle an Quali­tät abgelie­fert wurde, ist wirklich unter­ir­disch. Und sehr schade. 🙁

Nichts­des­to­trotz: Ein großar­ti­ges Album, das berührt wie nur wenig heutzu­tage. Toll, daß Punkrock im Jahr 2017 noch so begeis­tern kann.

Ein sehr schönes und inter­es­san­tes Track‐By‐Track‐Interview gibt’s bei Uproxx..


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Kein Album wird von mir sehnsüch­ti­ger erwar­tet, als das neue Werk der The Smith Street Band. Seit Mitter­nacht gibt’s neue Infos dazu: Die Platte wird More scared of you than you are of me heißen und erscheint am 7. April. Das Album erscheint erstmals auf dem bandei­ge­nem Label Poolhouse Records. Außer­dem gibt es wieder Varian­ten von Uncle M, Specia­list Subject Records und SideO­ne­Dummy. Die auf 100 Exemplare limitierte Deluxe‐LP auf letzt­ge­nann­tem Label ist schon ausver­kauft, bei Uncle M für Europa dürfte das ähnlich schnell gehen. Also ranhal­ten. Einen ersten Eindruck vom Album gibt’s hier:


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Death to the Lads!

von Torsten am 9. November 2016 · 0 Kommentare

in Musik

Ein wunder­schö­nes neues Video meiner Lieblings­aus­tra­lier The Smith Street Band. Die Haupt­dar­stel­le­rin­nen sind die Mütter der Bandmit­glie­der. Famose Idee, wie ich finde. Das neue Album kommt Anfang 2017 und zwar auf dem frisch gegrün­de­ten bandei­ge­nen Label namens Pool House Records. Außer­dem gibt’s wieder konti­nen­tale Ausga­ben auf SideO­ne­Dummy Records (US), Specia­list Subject Records (UK) and Uncle M (EUR). Das wird also wieder ein teures Frühjahr, wenn man alle Pressun­gen im Regal haben möchte… 😉


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