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The Weakerthans

Letzte Nacht habe ich geträumt, The Weakerthans hätten ein neues Album veröf­fent­licht. Es klang, soweit ich mich erinnern kann, mehr als vielver­spre­chend. Der beste Beweis, wie schmerz­lich diese Band immer noch vermisst wird und das – bei allem gebote­nen Respekt – das Solowerk John K Samsons nicht an die Weakerthans‐Alben heran­reicht.


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Lieblingsplatten 2012

von Torsten am 4. Dezember 2012 · 4 Kommentare

in Musik

Eine kleine Übersicht über meine persön­li­chen Lieblings­al­ben des Jahres 2012. Wie immer gilt auch in diesem Jahr: Das Album muß nicht zwangs­läu­fig im letzten Jahr veröf­fent­licht worden sein; als Krite­rium gilt ausschließ­lich die persön­li­che Entde­ckung der entspre­chen­den Platte in 2012. Es kann sich also durch­aus um ein Album aus dem Jahre 1695 handeln…

CoverJohn K. Samson – Provin­cial /// John Krist­jan Samson dürfte den meisten als Sänger der famosen Weakerthans bekannt sein. Neben der Tätig­keit in seiner Haupt­band ist er seit Jahren auch solo aktiv. Mit Provin­cial hat er es dann auch tatsäch­lich zum ersten Soloal­bum geschafft. Provin­cial ist sowas wie eine Rundreise durch seine kanadi­sche Heimat. Wer die Weakerthans liebt, ist mit dieser Platte sehr gut beraten, denn die Ähnlich­kei­ten zum Sound der Haupt­band sind unüber­hör­bar. Ein bisschen reduzier­ter eben, aber dennoch sehr schön, komplex und fantas­tisch arran­giert. Beste Momente: Das hymnen­hafte Longi­tu­di­nal Centre.

CoverFucked Up – David Comes To Life /// Fucked Up sind sowas wie die nerdi­gen Muster­schü­ler des Punkrock. Während ihre Hardcore‐Klassenkameraden sich damit begnüg­ten, mit drei Akkor­den, Phrasen und geball­ten Fäusten zu jonglie­ren, trainier­ten Fucked Up lieber Klampfe und Geist. Gefühlte 300 Singles auf obsku­ren Minila­bels, die Verto­nung der chine­si­schen Tierkreis­zei­chen in Überlänge und der brimbo­ri­sche Vorgän­ger „The Chemi­stry Of Common Life“ ließen nicht ansatz­weise erahnen, wohin die Reise gehen würde. Fucked Up wagten alles. Und sie schaff­ten alles. Eine 80‐minütige Rockoper über einen engli­schen Fabrik­ar­bei­ter hätte ganz sicher niemand erwar­tet. „David Comes To Life“ ist aller­feins­tes Kopfkino. „Hello my name is David, your name is Veronica, let’s be together, let’s fall in love.“ Beste Momente: Viele. Beson­ders die Ouver­türe und der anschlie­ßende Start mit Queen Of Hearts.

CoverWe Are Augus­ti­nes – Rise Ye Sunken Ships /// Rise Ye Sunken Ships ist ein super­bes Rock’n’Roll Album mit einer Riesen­por­tion Herzblut und Leiden­schaft. Durch­zo­gen von einem ständi­gen Auf und Ab, hilflos und ermun­ternd, jedoch niemals weiner­lich depres­siv, schip­pert das Album der drei Herren durch die raue See ameri­ka­ni­scher Befind­lich­kei­ten und erinnert mich damit an die ganz alten R.E.M. oder auch die Counting Crows. Beste Momente: Philadel­phia (The City of Brotherly Love)

CoverThe Wedding Present – Valen­tina /// David Gedges Ausflüge mit Ciner­ama oder den jünge­ren Wedding Present‐Alben wie El Rey konnten mich nicht wirklich mitrei­ßen. Doch jetzt ist der Zucker­pop wieder dem Rock gewichen, oder wird vielmehr perfekt von ihm ergänzt. Valen­tina ist ein durch­wegs rundes Album, das textlich und musika­lisch überzeugt und mit einer nahezu perfek­ten Produk­tion aufwar­tet. An die frische Ausdrucks­kraft von George Best oder Bizarro kommt es dennoch nicht heran. Aber es wären ja auch nicht The Wedding Present, wenn sich plötz­lich alle einig wären. Beste Momente: He’s Tarzan and you’re Jane … don’t come crying to me!

CoverDigger Barnes – Every Story True /// Staubige Landstra­ßen, verlas­sene Tankstel­len, nächt­li­che Autofahr­ten, stetige Unruhe und das Verlan­gen zu Reisen: Das sind die vorherr­schen­den Themen von Digger Barnes aus Hamburg und er liefert auf seinem zweiten Album den perfek­ten Sound­track dazu. Immer schön zurück­ge­lehnt, nie hektisch agierend, fährt der Hambur­ger vor allem mit Gitarre, Banjo und Besen­schlag­zeug durch neun relaxte Americana‐Songs, die ihre Stärke vor allem durch Reduziert­heit und Abwesen­heit von überfäl­li­gem Füllma­te­rial entwi­ckeln. Beste Momente: Das Album wirkt wie aus einem Guß, Pure As Gold ist großes Kino.

CoverTiny Ghosts – Another Poison Wine /// Die Tiny Ghosts sind wahrschein­lich die mit größtem Unrecht unbekann­teste Band des Landes. Muß wahrschein­lich an der fehlen­den Werbung und dem fehlen­den großen Label liegen. An den Songs jeden­falls liegt’s auf keinen Fall, denn die Lieder auf Another Poison Wine sind ganz große Kunst. Alternative‐ oder College Rock, irgendwo zwischen The Cure, alten R.E.M., den Lemon­heads und Hüsker Dü. In einer gerech­te­ren Welt würden die Tiny Ghosts in Dauer­ro­ta­tion auf radio­eins laufen und die vorde­ren Plätze in allen Indie‐Charts belegen. Wobei ich jetzt gar nicht genau weiß, ob mir das so recht wäre… 😉 Beste Momente: Auf Birdland wäre Peter Buck stolz.

CoverY’akoto – Babyblues /// Vorab sei gesagt, daß ich keiner­lei funda­men­tierte Kennt­nisse im Genre Soul besitze. Auch sind meine Tonträ­ger in diesem Bereich arg begrenzt und doch schafft es ab und an jemand, sich in meiner Seelen­samm­lung einzu­rei­hen.
Als Tochter eines Ghana­ers und einer Deutschen wurde Jenni­fer Yaa Akoto Kieck von klein auf zur Kosmo­po­li­tin erzogen. Geboren in Hamburg, aufge­wach­sen in Ghana und mit Zwischen­stopps in Kamerun, Togo und dem Tschad, ist die gute Frau mittler­weile wieder in Hamburg und Paris gelan­det. Diese Weltläu­fig­keit hört man ihrem Debüt­al­bum Babyblues aller­dings nicht an, was ein Kompli­ment ist. Denn statt kosmo­po­li­ti­scher Belie­big­keit höre ich hier besten Oldschool‐Soul im Newschool‐Gewand. Die Songs sind durch die Bank weg zwar eingän­gig, aller­dings trotz­dem anspruchs­voll, komplex arran­giert und fantas­tisch produ­ziert. Außer­dem ist Frau Y’akoto mit einer göttli­chen Stimme geseg­net. Beste Momente: Der Abgesang auf eine verflos­sene Liebe in Babyblues.

CoverKeine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen – Postse­xu­ell /// Über diese Band hab ich schon soviele Worte verlo­ren, daß ich es kurz machen möchte: Wavepunk­beat­wha­te­ver mit hervor­ra­gen­den Texten. Haarscharf auf dem schma­len Grat zwischen Genie und Wahnsinn. Tut ein gutes Werk und kauft euch das Album! Beste Momente: Das unfaß­bare Leb so, daß es alle wissen wollen und das nicht minder exzel­lente und schreck­lich traurige Hallo, Leben, Aus.






Das soll’s auch schon gewesen sein. Für sachdien­li­che Hinweise sind wie immer Kommen­tare sehr gern gesehen!



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[flv:http://www.boerdebehoerde.de/wp-content/uploads/video/The_Weakerthans_Tournament_of_Hearts_Live.flv 500 300]

Ich hatte es ja bereits angedroht – das erste Live‐Album der Weakerthans erscheint am 23. März. Vorab ein Live‐Clip aus der zugehö­ri­gen DVD zur guten Unter­hal­tung.


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Gute Nachrich­ten aus Kanada: The Weakerthans nehmen an den Olympi­schen Spielen in Vancou­ver teil und werden Olympia­sie­ger im mehrstim­mi­gen Chorge­sang. The Weakerthans kündi­gen für Ende März ihr erstes Live‐Album an.

The Weakerthans new DVD/CD/LP „Live at the Burton Cummings Theatre“, set for release on March 23, offers a jubilant testa­ment to the Winni­peg band’s consi­dera­ble creative powers as both literary minded songwri­ters and charis­ma­tic live perfor­mers.

The live DVD was recor­ded in April of 2009 as the band toured in support of their album „Reunion Tour“ with an expan­ded line‐up featuring trumpet, violin and female vocals, playing songs from all four acclai­med releases in front of an adoring and ethusi­astic hometown crowd.

Even the DVD/CD/LP’s artwork is a painitng by bassist Greg Smith, one of several pieces inspi­red while on the April tour. From the songs to the live perfor­mance to the visual presen­ta­tion, all in all, the DVD/CD/LP captures moments in time. A musical experi­ence shared by a band and their fans.

Avail­able every­where March 23, 2010.

Nun heißt es, in gespann­ter Vorfreude auszu­har­ren und die Zeit mit Livemu­sik aus der Konserve zu überbrü­cken.

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Ein verschol­le­ner Ex‐Top‐Kommentator – nennen wir ihn Jürgen – sendete mir Ende Novem­ber eine E‐Mail mit dem Hinweis auf John K. Samsons neue Single „City Route 85“. Leider kam ich erst heute zur Sichtung und fand somit zwei Lebens­zei­chen in nur einer Nachricht. Nach kurzer Recher­che fand ich heraus, daß John K. Samson, seines Zeichens Master­mind der götter­glei­chen The Weakerthans einen Gig mit einer gewis­sen Frau Missin­Cat in der Hafen­kneipe zu Zürich gab. Frau Cat hat auch schon ein Album namens „Back On My Feet“ veröf­fent­licht, welches ich hiermit mittels Bewegt­bild ansprei­sen möchte:

Im Zuge der weite­ren Recher­che fand ich heraus, daß es inzwi­schen auch ein Video zur Weakerthans‐Single „Sun In An Empty Room“ gibt, welches ich ebenfalls ganz entschie­den lobprei­sen möchte:

Mit den besten Wünschen auf einen unter­halt­sa­men Vormit­tag
verbleibt Ihr gnädi­ger Herr Amtsvor­ste­her

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