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Kraut und Rüben

Schuld ist Jens.

Die Börde. Einsame Äcker. Unend­li­che Galaxien. Schmack­hafte Zucker­rü­ben. Immer wenn ich denke, ich würde vollkom­men allein hier in der Börde endlo­ser Weiten hausen, schickt mir mein junger Kumpan und Guitarhero Jens eine E‑Mail. Dort bietet er meist Weizen, eingangs erwähnte Rüben oder andere kulina­ri­sche Köstlich­kei­ten unseres nicht gerade mit übermä­ßig Wald geseg­ne­ten Landstri­ches an. So verdient sich der junge Mann ein Zubrot, weil das karge Leben und die hier beson­ders boshafte Sinnlo­sig­keit des Seins ebensol­che Maßnah­men erfor­der­lich machen. So wird er reich und glück­lich, und ich weiß, das es außer­halb meiner vier Wände noch weite­res mensch­li­ches Leben gibt.

Manch­mal schickt er mir auch Videos, wie zum Beispiel das hier:

Was sehen wir? Ein junge Frau, ein junges Mädchen, geklei­det in eine DDR-Tapete aus dem Jahr 1973. Sie singt mit viel Herzblut, ja Leiden­schaft. Ihr Gitar­ren­spiel ist etwas stockend, aber zugege­be­ner­ma­ßen um Längen besser als meines. Ich spiele nämlich gar keine Gitarre, ich spiele höchs­tens mal mit dem Gedan­ken eine Gitarre zu zertrüm­mern. Und zwar in front of Andy Borg, live im Musikan­ten­stadl. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich rätsele noch, ob Jens diese Inter­pre­ta­tion für beson­ders gelun­gen oder beson­ders mißlun­gen hält, vermute aber mal ganz stark letzte­res.

Kann mir jemand sagen, wie das neue Kettcar-Album gewor­den ist?

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Musik

The National – A Skin, A Night

Am 20. Mai erscheint die erste DVD von The Natio­nal, betitelt „A Skin, A Night“. Ich freu mich drauf, genau wie auf die beilie­gende Bonus-CD „The Virgina EP“. Hier der leider ziemlich nichts­sa­gende Trailer zur DVD, vielleicht find ich noch ein mitrei­ßen­de­res Video, das liefere ich dann nach.

The Natio­nal online:
http://www.americanmary.com
http://www.myspace.com/thenational

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Kraut und Rüben

Alexander Delphinov – mein Dichtungsdealer aus Berlin

Gestern stellte ich bereits Marc-Uwe Kling auf diesen Seiten vor, heute Alexan­der Delphi­nov, den „Dichtungs­dea­ler aus Berlin“, der beim Wettstreit der Slam-Poeten auf Arte den zweiten Platz belegte. Selbst für Slam Poetry ziemlich durch­ge­knallt und vermut­lich nicht jedermanns/fraus Geschmack, ich persön­lich find’s brilli­ant.

Alexan­der Delphi­nov
Alexan­der Delphi­nov (RU), 1971 in Moskau geboren, studierte Germa­nis­tik und Slawis­tik. Mitbe­grün­der der Reggae-Band „Jah Division“ und der Punk-Reggae-Band „Podwig Gastello“. Er arbei­tete für russi­sche Zeitun­gen und Zeitschrif­ten als Buchkri­ti­ker. 2000 und 2002 hat er Gedicht­bände in Moskau veröf­fent­licht. Von 2005 bis 2006 an war er Mitor­ga­ni­sa­tor mehre­rer Veran­stal­tun­gen des Projekts „Vysokaja Kul(!)tura“ (Hochkul­tur), 2006 nahm er am Berli­ner Poesie­fes­ti­val teil.

Video­ma­te­rial vom Herrn Delphi­nov auf Youtube ist rar, deshalb erstma­lig ein einge­bun­de­nes Windows-Media-Video, ich hoffe, es funktio­niert tadel­los. Bei Inter­esse an weite­ren Videos der Slam Poetry-Reihe auf Arte sei wärms­tens dieser Link empfoh­len.

Zum Video bitte auf diesen Link klicken: 11_delphinov.wmv

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Kraut und Rüben

Marc-Uwe Kling – WDR Poetry Slam

Das Ergeb­nis meines nachmit­täg­li­chen Youtube-Ausflugs: „700 000 Werbe­fach­leute gehen nachts mit ihrem Notebook in den Ruhezu­stand.“ Ansehen, ansehen, ansehen! Und am besten gleich bei Youtube weiter­gu­cken.

Ganz große Klasse!

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Musik

Video – The Weakerthans live in Berlin ’07

Frisch einge­trof­fen: Ein Video der großar­ti­gen The Weakerthans im Dezem­ber 2007 live im Berli­ner Lido. Wer genau hinsieht, sieht sogar meine Wenig­keit im Dunkeln tanzen. Über das Konzert selbst hab ich schon einmal meinen Senf abgege­ben … Gute Unter­hal­tung!

Hier gibt’s das Video in bildschirm­fül­len­der Quali­tät.

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Musik

Depeche Mode in der DDR

Vor 20 Jahren: Depeche Mode in der Berli­ner Seelenbinder-Halle.

In der Halle warten 6000 Fans. Seinen vorsorg­lich mitge­nom­me­nen FDJ-Ausweis kann der 16-jährige Sascha Lange stecken lassen: Nichts deutet auf eine Geburts­tags­party der FDJ hin. Statt blauer Hemden fiebern schwarz geklei­dete Depeche-Mode-Doubles dem Auftritt entge­gen. Die DDR ist an diesem Abend unend­lich weit weg. In Grund und Boden gebuht, verlässt die ostdeut­sche Vorband Mixed Pickles die Bühne. Um 20.08 Uhr ist es endlich so weit: Als Sänger Dave Gahan „Good evening, East Berlin“ in den Saal ruft, drückt Rocco Ganzert aufge­regt die Aufnah­me­taste seines Kasset­ten­re­kor­ders. Nicht wenigen Fans laufen Tränen über das Gesicht. „Wir raste­ten total aus“, erinnert sich Sascha Lange. „Dieses Glück, diese Freude. Depeche Mode in der DDR – und ich war dabei!“ Selbst Produk­ti­ons­lei­ter Ponesky reißt die Stimmung mit: „Es war ein Konzert, das sich mit keinem anderen verglei­chen lässt. Die Band hatte eine Aura, die einen fast gläubig werden ließ.“ Als nach einein­halb Stunden das Saallicht angeht, spüren alle Betei­lig­ten, dass sie gerade etwas ganz Beson­de­res erlebt haben.

20 Jahre später. Depeche Mode sind nach wie vor eine großar­tige Band, die DDR ist inzwi­schen Geschichte. Ich kann mich noch gut erinnern, daß mir meine Mutter damals, ein oder zwei Tage nach dem Konzert, die gesam­mel­ten Zeitun­gen mit Berich­ten über das Konzert auf den Küchen­tisch legte.

Mein Gott, was hätte ich für eine Karte gegeben.

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Musik

The Ukulele Orchestra of Great Britain

Manch­mal braucht’s nicht viele Worte: Einfach großar­tig.

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Musik

In Love with the Ocean

Oh mein Gott, nicht schon wieder! Ich habe mich in einen Song verliebt. 🙂

If I could have chosen
where God would hide his heaven
I would wish for it to be
in the salt and swelly the ocean.
Carried by the currents
to all conti­nents‘ shores.
Reaching into depths where the sun’s light has never shown.
Mixed with algae and coral.
Breathed in by sharks and dolphins.
Sailed by tanker ships, private yachts, swam in by tourists.
Working its way up through inlets, lakes, and rivers,
swamps, and estua­ries.
Down through limestone into the aquifer.
Purified by the county,
pumped through pipes and out faucets.
Filled into a glass to meet the thirst of our child­ren.

If I could have chosen, I would have been born a woman.
My mother once told me
she would have named me Laura.
I would grow up to be strong and beauti­ful like her.
One day I’d find an honest man
to make my husband.
We would have two child­ren,
build our home on the Gulf of Mexico.
Our family would spend hot summer days at the beach together.
The sun would kiss our skin as we played in the sand and water.
We would know we loved each other without having to say it.

At night we would sleep with the windows of our house left open.

Letting the cool ocean air
soothe the sunbur­ned shoul­ders
of our child­ren.

there is an ocean
in my soul
where the waters
do not curve

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