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Vinyl

Mein Abo des MINT‐Magazins habe ich gekün­digt, unter anderem, weil mir der fortwäh­rende Kult um das „schwarze Gold“ einfach nur noch auf den Sack geht. Das auszu­füh­ren, fehlt mir heute die Lust.

In der aktuel­len Ausgabe gibt es dennoch einen lesens­wer­ten Artikel über die Schall­plat­ten­freunde Schwar­zen­damm. Die treffen sich bei Leber­wurscht­bröt­chen und Bier und hören Musik von Schall­plat­ten. Gottsei­dank haben die Jungs keine Homepage, nur diesen Artikel hier hab ich im Netz gefun­den.

Außer­dem ist mir die ganzsei­tige Anzeige für eine Beatles‐Wanduhr für sport­li­che 169,80 € aufge­fal­len. Ich frug mich, wer sowas zu so einem absur­den Preis kauft; und warum die Ferti­gungs­dauer „auf 295 Arbeits­tage limitiert“ ist. Mal angenom­men, die chine­si­sche Plastik­fa­brik schafft 100 Uhren täglich, wären das dann 29.500 formschöne Beatles‐Wanduhren. Nun ja, wer’s braucht…

Ansons­ten gibt’s die üblichen Platten­kri­ti­ken, ein Titel­thema „Vinyl auf dem Land“ und diverse Produkt­vor­stel­lun­gen.

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Record Store Day 2019

von Torsten am 23. April 2019 · 0 Kommentare

in Musik

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Oben meine Ausbeute des diesjäh­ri­gen Record Store Day im Bild. Genau, nur eine Morris­sey-Single, der Vollstän­dig­keit halber. Vor 10 Jahren hätte man ein derma­ßen – Entschul­di­gung! – beschis­se­nes Artwork nicht mal für eine Margarine‐Verpackung verwen­det; heute geht sowas als Platten­co­ver durch. Ein extrem inter­po­lier­tes Bild, drei Zeilen Text dazu, fertig ist das Cover. Beim Klick auf das Bild öffnet sich eine größere Ansicht, die das extrem verpi­xelte Ungetüm verdeut­licht.

Ansons­ten hätten mich zum RSD noch Bingo Hand Job alias R.E.M. inter­es­siert, aber deren Liveal­bum aus dem Jahre 1991 war nur zu astro­no­mi­schen Preisen zu haben. Außer­dem enthält ein Großteil der europäi­schen Auflage offen­bar jeweils 2 x die erste oder die zweite Platte des Doppel­al­bums. Somit sind viele Hörer – nochmal Entschul­di­gung! – angeschis­sen, auch wenn man sich wohl etwas offizi­el­les für den Umtausch überlegt hat…

Für mich hat sich der RSD eigent­lich schon länger erledigt, außer­dem bin ich des Kultes um das schöne Wienühl („Es heißt Schall­platte, Du Honk!“) müde und überdrüs­sig. It’s the music that matters. Not the medium.


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Die Lathe Cuts der The Smith Street Band sind aus dem fernen Amerika einge­trof­fen, ich hatte an dieser Stelle darüber berich­tet. Mit dem Zoll ging alles gut, der Verkäu­fer hatte die Sendung korrekt dekla­riert und somit fiel keine Umsatz­ein­fuhr­steuer an.

Entge­gen der Verlaut­ba­run­gen auf der Website von Little Elephant kommen die Cuts jetzt offen­sicht­lich nicht mehr im siebbe­druck­ten Pappco­ver, sondern in einer regulä­ren, 4‐farbig bedruck­ten Offset­hülle.

Ich war ja eher skeptisch was den Klang dieser geschnit­te­nen, nicht gepress­ten Schall­plat­ten angeht und ich sollte recht behal­ten: Die Platten klingen Scheiße. 😀 Ein Sound, wie hinter einem Dusch­vor­hang aufge­nom­men, wummernde Bässe, verzerrte Höhen und nicht vorhan­dene Mitten. Ich mußte gleich erstmal mein Equip­ment überprü­fen um eventu­elle Fehler auszu­schlie­ßen zu können. Erfolg­los. Es klingt, ist und bleibt: 💩💩💩.

Somit bin ich also um eine Erfah­rung reicher (und um ein paar Euro ärmer): Ich werde keine Lathe Cuts mehr kaufen. Aller­dings würde mich inter­es­sie­ren, ob es grund­sätz­lich am Verfah­ren oder in meinem konkre­ten Fall vielleicht an der Ausfüh­rung liegt. Jeder Kommen­tar zum Thema „Sound­qua­li­tät von Lathe Cuts“ ist willkom­men!


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Mein Schnap­per des Jahres: Morris­seys Malad­jus­ted für 29,– € im eBay Sofort‐Kauf. In einem super guten Zustand. Jetzt fehlt mir nur noch die South­paw Grammar, aber die zu einem zivilen Kurs erste­hen zu können, gleicht der Quadra­tur des Kreises.

Am Freitag erscheint übrigens Low In High School in der Deluxe‐Version. Ein Reissue nach nur einem Jahr – das riecht einer­seits mächtig nach Geschmäckle, ist anderer­seits aber wegen der Bonus­tracks (natür­lich!) vorbe­stellt.

Davon abgese­hen habe ich beschlos­sen, mir nur noch die kommen­den Platten meiner Lieblings­künst­ler – ’ne gute Hand voll – als physi­schen Tonträ­ger zuzule­gen, da mir die Samme­lei platz‐ und finanz­tech­nisch über den Kopf wächst. Von der Press­qua­li­tät und den Preisen heutzu­tage will ich erst gar nicht anfan­gen zu schrei­ben… vom elenden „Vinyl“-gequatsche schon gleich gar nicht. Es heißt Schall­platte, ihr verdamm­ten Hipster!

 

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Hallo aus der Blogo­sphäre! Facebook & Co. graben uns Bloggern nach wie vor massiv die „Kundschaft“ ab, aber wir halten getreu dem alten Oldschool‐Motto „Jetzt erst fucking recht!“ weiter an unseren kleinen Inter­net­prä­sen­zen fest. Heute nur ein Bild. Sie sehen eine klassi­sche Amazon‐Verpackung für eine 7“. Der Kenner hat es erkannt: Morris­seys neue Single „Back On The Chain Gang“. Am 7. Dezem­ber kommt übrigens nach nur einem Jahr die Neuauf­lage von „Low In High School“ mit Bonus‐Tamtam, Reissue, Repackage, Reeva­luate the songs … and so on, der Kenner weiß Bescheid.

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Schon seit länge­rem verfolge ich das Schaf­fen der kanadi­schen Band Fucked Up mit großem Inter­esse. Einge­stie­gen und aufmerk­sam gewor­den bin ich spät – nämlich erst mit dem Video zum fulmi­nan­ten „Queen Of Hearts“ vom Album „David Comes To Life“.

Das Album habe ich danach kennen und lieben gelernt und dieser Tage stand nun jüngst die Veröf­fent­li­chung von „Dose Your Dreams“ an; dem mittler­weile ungefähr neunten Studio­al­bum der Band.

Die Vorab‐Single „Normal People“ fand ich schon äußerst vielver­spre­chend, vielleicht gerade deshalb, weil sie mit dem gewöhn­li­che Schema und Image der Band als Vertre­ter des Hardcore nicht mehr viel zu tun hatte.

Fucked Up sind inzwi­schen Genre‐sprengende Meister der Abwechs­lung, davon zeugt „Dose Your Dreams“ zu genüge. Es gibt Shoegaze, Funk, Disco, Psych‐ und Avantgarde‐Rock und sogar ein bißchen harten technoi­den Beat à la The Prodigy.

Das Album ist kein Meilen­stein, aber in seinem Abwechs­lungs­reich­tum höchst unter­halt­sam und mehr als gelun­gen. Mein Problem mit den älteren Alben war immer, das ich Damians Geschrei ungefähr 20 Minuten lang geil fand, dann aber genervt war und eine Pause brauchte. Das ist bei diesem Album nicht der Fall. Kaufemp­feh­lung!

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