vollspacken

C‑Promis zu Fischfutter!

“Noth­ing ever burns down by itself, every fire needs a lit­tle bit of help” san­gen Chum­bawam­ba einst eben­so schön wie treffend.

Die Wahl auf das am nötig­sten in den Flam­men des Vergessens aufzuge­hen habende Ob- oder Sub­jekt fällt schw­er. So viele Dep­pen, so wenig Stre­ich­hölz­er. Na gut, es muß ja nicht gle­ich anzün­den sein. Das tut ziem­lich weh, riecht unan­genehm und sieht scheiße aus. Außer­dem läßt es sich nur schw­er mit mein­er (trotz allem!) zutief­st paz­i­fis­chen Überzeu­gung vereinbaren.

Zün­deln wir also ein wenig, aber vor­sicht­shal­ber bitte nur mit Worten. Oder leicht­en Schlä­gen auf den Hin­terkopf. Die “erhöhen immer­hin das Denkver­mö­gen” und haben — Vor­sicht, Bin­sen­weisheit! — “noch nie­man­dem geschadet”. Stellen wir uns also für einen klitzek­leinen Moment vor, wir hät­ten tat­säch­lich die Macht und die Fähigkeit mit geziel­ten Schlä­gen auf das mut­maßlich vorhan­dene Resthirn einiger Vollp­fos­ten in diesem unserem Lande, pos­i­tiv­en Ein­fluß auf eben jenes zu nehmen. Wen wür­den sie maßregeln wollen? Wer hätte es mal wieder so richtig verdient?

Hier meine Kan­di­datin für diese Woche. So dumm, dass es richtig, richtig, richtig wehtut. Nad­ja Abd El Far­rag, bess­er bekan­nt als “Nad­del”. In zwei Wochen im schlecht­sortierten Ram­sch-Laden Elek­tro­markt Ihres Unvertrauens.





So ein bißchen Gewalt­phan­tasie tut gut, oder? Das reinigt die Seele und schickt die schlecht­en Vibra­tions in den Urlaub. Den braucht das Behör­den­team jet­zt auch und ver­ab­schiedet sich somit in eine kurze Som­mer­pause. Bleiben Sie uns gewogen und schal­ten Sie auch näch­ste Woche ein, wenn es wieder heißt

“Who needs the Kiel­er Förde? We love to live in the Börde!”

Abenteuer Wildnis — Da hilft auch kein Fleckensalz

Ich bin kein großer Fre­und von Dis­sen und Ver­ris­sen, aber was aus­ge­sprochen wer­den muß, muß aus­ge­sprochen wer­den. Als dann:

Wie es aussieht, wenn man zuviel Deutsch­pop inhaliert hat, selb­st gern welchen machen würde, nur offen­sichtlich kein­er­lei Tal­ent dafür hat, kann man sehr gut an Aben­teuer Wild­nis aus Karl­sruhe beobacht­en. Die Band macht laut eigen­er Aus­sage “Schweben­den Gitar­ren-Pop mit deutschen Tex­ten”. Diese Aus­sage würde ich bis auf die Schwe­berei sog­ar unter­schreiben. Da schwebt lei­der über­haupt nix, da windet sich doch eher was auf dem Boden, näm­lich mein Magen. Große Lyrik à la “Dein Duft in mein­er Nase, macht in meinem Kopf ’ne Blase” unter­legt mit 08/15-Gitar­ren­pop. Ja ja, die spür ich auch schon, die Blase, hab ihnen wohl zu lange zuge­hört. Übri­gens kommt ein Refrain mit dem Text “Wir mis­chen unsere Sachen jet­zt” nur wirk­lich gut, wenn man astreines Hochdeutsch spricht. Alles andere klingt ein­fach … sch… auber­haft. Die Rumham­pelei haben die Jungs ganz offen­sichtlich bei Liq­ui­do abgeguckt. Kommt nur gut, wenn’s tat­säch­lich aus der Hüfte kommt… gewollt ist noch lange nicht gekonnt.

Sehr lesenswert auch das Pres­se­in­fo der Band, zweifel­sohne von Rosamunde Kon­sa­lik verfasst:

Was passiert, wenn man Schlagzeug, Bass und Gitarre gemein­sam in eine Wäschetrom­mel steckt? Alles Über­flüs­sige wird wegge­waschen und her­aus kommt: Musik auf dem Punkt. Songs in die man immer wieder gerne hinein­schüpft. Die klaren Riffs und trock­e­nen Beats von Aben­teuer Wild­nis brauchen keinen Weich­spüler und gehen auch bei wieder­holten Waschgän­gen nicht ein. Unge­bügelt und doch voller San­ftheit set­zen sich die Song­texte sofort fest und gehen so schnell nicht mehr raus. Da hil­ft auch kein Fleck­en­salz. Viel Spaß beim Tra­gen! Über AW: “…die Musik von Aben­teuer Wild­nis ist ver­spielt und vielfältig, mit Sinn fürs Detail und Refrains, eingängig und nie die Vier-Minuten-Gren­ze überschreitend…Clever spie­len sie mit den besten Momenten jen­er Zeit, die dem deutschen Pop einen eige­nen Weg jen­seits von ZDF-Hit­pa­rade und Main­stream­rock wies…” (Badis­che Zeitung) “…zärtliche Gitar­ren-Pop-Hym­nen, die von uner­füll­ter Liebe und Ungewis­sheit sin­gen, herz­er­we­ichende Liebe­serk­lärun­gen an irgend­je­mand da draußen.”

:mrgreen: Is klar, Jungs. Wer nach “Genuß” des Videos immer noch nicht genug hat, kann sich hier weit­er quälen lassen. Verkauft die Instru­mente und lernt was vernün­ftiges. Aben­teuer Wild­nis? Da bleib ich doch lieber zuhause…




Bushido bei “3nach9”

Bushi­do ist augen­blick­lich in der 3nach9-Talk­show zu Gast, wenn der Nieder­gang der TV-Kul­tur weit­er Bestand hat, kön­nte Mario Barth dem­nächst Tracks auf arte mod­erieren und Dieter Bohlen den Welt­spiegel. Immer­hin durfte Bushi­do gefühlte fün­fzig Mal “Nut­ten” sagen, der Welt erk­lären, daß er sich um seine Mama küm­mert und den elo­quenten Durch­blick­er raushän­gen lassen. Wider­spruch oder Kon­fronta­tion gab’s kaum, dabei wäre reich­lich Gele­gen­heit dazu gewe­sen. Was waren das für Zeit­en, in denen Fritz Teufel noch mit der Wasser­pis­tole schoß … früher war eben doch alles besser. 😉

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