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Kraut und Rüben Musik

Aljoscha Rompe

Anläß­lich eines Rammstein-Konzertes im letzten Herbst in Basel hat das Schwei­zer Fernse­hen SF2 ein kurzes, aber sehr sehens­wer­tes Porträt des Feeling B‑Masterminds Aljoscha Rompe erstellt. Neben einigen inter­es­san­ten Details zur doppel­ten Staats­bür­ger­schaft des Protago­nis­ten, erfährt der inter­es­sierte Zuschauer z. B. auch, daß Rompe und Gregor Gysi quasi Sandkas­ten­freunde waren. Da guck mal einer an!

(via)

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Kraut und Rüben Musik

Mutmaßlich sehenswert: Einstürzende Neubauten – „Elektrokohle (Von wegen)“

Am 21. Dezem­ber 1989 gaben die Einstür­zen­den Neubau­ten ihr erstes Konzert in der DDR. Regis­seur Uli Schuep­pel drehte mit seinem Film Elektro­kohle (Von wegen) keine Musik- sondern eine Wende-Doku, die versucht, die Stimmung in der unter­ge­hen­den DDR wider­zu­spie­geln.

Eigent­lich passten die Neubau­ten nicht in die spießige DDR und nur alle, die mehr wollten, als brav in Schablo­nen zu leben, sammel­ten sie auf Tapes. Aber da dann die Wende wieder extrem cool und postmo­dern war, weil jedes DDR-Anrüchige zu einem Symbol des Unter­gangs wurde – passte es irgend­wie auch, dass die Punk- und Post-Industrial-Band mit ihrer Zerstö­rungs­wut im Wilhelm-Pieck-Saal des VEB Elektro­kohle Berlin-Lichtenberg spielte. (Quelle)

Kino.de

Danke an Jule für den freund­li­chen Hinweis.

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Auf Safari: Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Zum Abschluß unserer kleinen behörd­li­chen Bericht­erstat­tung zum Thema Mauer­fall hat unser Dokumen­ta­ti­ons­team heute einen Spazier­gang über die Gedenk­stätte Deutsche Teilung Marien­born unter­nom­men und dabei zwei bis drei Fotos geschos­sen.

Keine 20 km entfernt, liegt die deutsche Geschichte quasi vor der Haustür: Marien­born war Synonym für eine Grenze, die nicht nur Deutsche von Deutschen trennte, sondern Europa, die Welt in zwei sich feind­lich gegen­über­ste­hende militä­risch – politi­sche Macht­blö­cke, in zwei konkur­rie­rende Wirtschafts­sys­teme, in zwei philo­so­phi­sche – ideolo­gi­sche Systeme und Inter­es­sen­sphä­ren spaltete. Die am 1.Juli 1945 errich­tete Alliierte Kontroll­stelle entwi­ckelte sich im verlauf des kalten Krieges zur größten und bedeu­tends­ten Grenz­über­gangs­stelle an der ehema­li­gen inner­deut­schen Grenze. Allein von 1985 – 1989 wurden hier 34,6 Millio­nen Reisende abgefer­tigt. Etwa 1000 Menschen arbei­te­ten auf der GÜSt in den Berei­chen Passkon­trolle und Zoll, bei den Grenz­trup­pen und als Zivil­be­schäf­tigte.

Mit der Öffnung der Grenze am 9. Novem­ber 1989 konnten DDR- Bürger die GÜSt Marien­born unein­ge­schränkt passie­ren. Mit Inkraft­tre­ten der Wirtschafts‑, Währungs- und Sozial­union zwischen der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land und der Deutschen Demokra­ti­schen Republik wurden die Kontrol­len auf der GÜSt Marien­born am 30. Juni 1990 um 24.00 Uhr – auf den Tag genau nach 45 Jahren – einge­stellt.

Am 13. August 1996 eröff­nete der damalige Minis­ter­prä­si­dent Dr. Reinhard Höppner die Gedenk­stätte Deutsche Teilung Marien­born als Gedenk­stätte im Aufbau. Für Besuche­rIn­nen sind unter anderem die Funkti­ons­ein­hei­ten Passkon­trolle, PKW- Einreise und die Kontroll­ga­rage – Ausreise geöff­net.

Wir empfeh­len einen Besuch ausdrück­lich. Vor allem bei so nebli­gem und nasskal­tem Wetter wie heute, das verstärkt den trost­lo­sen und abschre­cken­den Eindruck ungemein.

Zur Homepage der Gedenk­stätte Deutsche Teilung Marien­born.

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Kraut und Rüben

TV-Tipp: Heimatkunde

Heute, 23.20 Uhr, rbb-Fernsehen: Heimat­kunde. Gute Unter­hal­tung.

http://www.heimatkunde-der-film.de/


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Kraut und Rüben

Schabowskis Zettel

Gestern abend lief in der ARD die Dokumen­ta­tion Schabow­skis Zettel. Das Dokudrama von Marc Brasse und Florian Huber verfolgt mehrere Protago­nis­ten über die entschei­den­den Stunden des 9. Novem­ber 1989. Es sind: Gerhard Lauter, der Mann, der den Zettel schrieb. Günter Schabow­ski, der Mann, der einen Fehler machte. Harald Jäger, der Mann, der die Grenze öffnete. Familie Bratfisch aus dem Osten, die zu den ersten gehör­ten, die über die Grenze gingen. Benedikt Sedlmeyer aus Westber­lin, der das Branden­bur­ger Tor „von hinten“, also aus dem Osten kommend, eroberte. Tom Brokow, der für NBC live vom Branden­bur­ger Tor die Nachricht in die Welt trug. Roter Faden des Films ist stets Schabow­skis Zettel.

Ein Stück deutscher Zeitge­schichte, hochspan­nend und drama­tisch umgesetzt. Für alle Zuspä­ter­kom­mer gibt’s die Doku kosten­los in voller Länge in der ARD-Mediathek.

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Kraut und Rüben

Wie ich den Mauerfall verschlief und erst mit mehrtägiger Verspätung in Niedersachsen eintraf

Sehr geehrte Lesezirkel-Abonnenten,

mein Name ist Gunnar Roß und ich habe große Teile der Weltge­schichte verschla­fen. Warum, weshalb und wieso, das möchte ich Ihnen gern in meinem heuti­gen Beitrag erklä­ren. Vorher möchte ich noch darauf hinwei­sen, daß dieser Text erstmals mit Fußno­ten verse­hen ist. Klicken Sie dazu nun bitte testweise auf die kleine ((Das haben Sie ganz prima gemacht! Sie können jetzt einfach auf das kleine Häckchen am Ende der jewei­li­gen Fußnote klicken und gelan­gen prompt an Ihre wohlver­traute Lesestelle zurück. Tolles Ding, diese schöne neue Welt!))

Am frühen Morgen des 10. Novem­ber 1989 schwang ich mich ebenso lust- wie stilvoll auf mein Klein­kraft­rad vom Typ Simson S51 electro­nic ((In dunkel­grün, der Farbe der Gewin­ner!)), um zum Frühdienst im Werk II eines hier nicht näher zu bezeich­nen­den Kombi­nats zu düsen. Es handelte sich nicht um ein Atomkraft­werk, soviel sei verra­ten. Ich heizte also über die Bundes­straße 71, deren Verkehrs­auf­kom­men damals mit dem heuti­gen nicht zu verglei­chen ist. ((Würde man dennoch einen Vergleich wagen, könnte man feststel­len, daß heutzu­tage ein Vielfa­ches an Verkehrs­ge­sche­hen vorhan­den ist. Damals jedoch gehörte die Straße mir beinahe ganz allein.)) Ich war King of the Road, frei wie der Wind, und bereits um ca. 5.30 Uhr verdammt gut gelaunt. Pünkt­lich gegen 6.00 Uhr traf ich an meinem Kombi­nats­sitz ein. Ich durch­schritt entschlos­sen der Flure übermäch­ti­ger Zahl und begab mich in einen Raum, den man damals nur mit sehr viel gutem Willen Büro schimp­fen konnte. Mit heuti­gen Büromaß­stä­ben nicht mehr zu verglei­chen, würde man dennoch einen Vergleich wagen, könnte man wieder oben beim Thema Verkehr weiter­le­sen. Die Zeiten sind eben andere und die Maßstäbe sowieso, und was zu jener Zeit schon schlecht war, wird auch in einer nostal­gi­schen Verklä­rung nicht besser. Doch zurück zum Thema: Ich traf also im Büro ein und mußte feststel­len, daß ich allein war. Mutter­see­len­al­lein. Kein Mensch da. Niemand außer mir. Ich dachte nach, ob es vielleicht möglich wäre, daß ich den Tag verwech­selt hätte? Hatten wir eventu­ell Sonnabend und ich wäre vielleicht völlig umsonst losge­heizt? Nein, es mußte stimmen: Wir schrie­ben Freitag, den 10. Novem­ber 1989. Ich hatte mich nicht vertan, soviel war sicher.

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TV-Tipp: Winter adé

TextAm morgi­gen Donners­tag um 23.35 Uhr läuft im rbb-Fernsehen die DEFA-Produktion „Winter adè“ (1988) von Helke Missel­witz, ein wunder­ba­rer Dokumen­tar­film, der Frauen verschie­de­nen Alters und unter­schied­li­cher sozia­ler Prägung in der ehema­li­gen DDR porträ­tiert.

Eine Reise von Nord nach Süd im letzten Jahr der DDR, die schon vom Wunsch nach Verän­de­rung gezeich­net scheint. Helke Missel­witz beobach­tet Punkmäd­chen, Arbei­te­rin­nen, Intel­lek­tu­elle – Frauen, wie sie unter­schied­li­cher nicht sein könnten.

Die berühmte Dokumen­tar­film­re­gis­seu­rin lässt sie von ihren Hoffun­gen und Enttäu­schun­gen im real existie­ren­den“ Sozia­lis­mus erzäh­len. Gegen­sei­tige Sympa­thie erfüllt jede ihrer Begeg­nun­gen mit den starken und selbst­be­wuss­ten Frauen, die mit Souve­rä­ni­tät Fragwür­dig­kei­ten ihres Lebens benen­nen, aber auch mit denen, die sich schwe­rer in der Welt zurecht­fin­den und mit denen, die hart arbei­ten und sich mühsam durchs Leben schla­gen. Heiter­keit durch­zieht den Film, Nähe und Wärme. Es bleibt die Hoffnung auf eine mensch­li­chere Zukunft.

Der Film wurde auf dem 31. Leipzi­ger Dokumen­tar­film­fes­ti­val 1988 mit der „Silber­nen Taube“ ausge­zeich­net. Im DDR-Fernsehen wurde er dann aber trotz seines großen Erfolgs nicht ausge­strahlt. Das rbb-Fernsehen zeigt ihn anläss­lich des „52. Inter­na­tio­na­len Leipzi­ger Festi­vals für Dokumentar- und Anima­ti­ons­filme“. (Quelle)

Eine der besten DDR-­Dokus: sensi­bel, humor­voll und nah am Leben.

Winter adé
Deutsche Demokra­ti­sche Republik, 1988, 115 min

Regie: Helke Missel­witz

rbb-Fernsehen
29. Oktober 2009, 23.35 Uhr

Foto: ARD

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Kraut und Rüben

„friedliche-revolution.de“ – Das Portal zur Geschichte der Wende

Ich versu­che seit über 2 Wochen erfolg­los, die Daten des Widgets von FriedlicheRevolution.de auf den Seiten der Behörde einzu­bin­den. Wäre schon, wenn es geklappt hätte, denn tages­ak­tu­ell werden in dem Widget Artikel zur fried­li­chen Revolu­tion von 1989 bereit­ge­stellt. Aus mir unbekann­ten Gründen (schlam­pig program­miert?!) funktio­niert das aber nicht korrekt, deshalb möchte ich die Website auf diesem Weg empfeh­len. Die Macher halten jede Menge Videos, Dossiers, Artikel, Gedächt­nis­pro­to­kolle, Inter­views mit Zeitzeu­gen und mehr bereit … alles in unmit­tel­ba­rer Bezie­hung zur Revolu­tion of ’89. Feine Seite, bei Inter­esse genügt ein Klick auf

www.friedliche-revolution.de


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