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Kraut und Rüben

Grußwort zum Tag der Deutschen Einheit

Manch­mal hilft nur fremd­schä­men. Als ich heute mit meinem Pferde­fuhr­werk auf der Bundes­straße 245 zwischen Haken­s­tedt und Haldens­le­ben die Ortsdurch­fahrt Beber­tal passierte, sah ich am Fenster eines Hauses eine riesige DDR-Fahne flattern. Am Tag der Deutschen Einheit wollte der Fahnen­ver­ant­wort­li­che wohl ein deutli­ches Zeichen setzen, ein Zeichen aus der und für die Vergan­gen­heit. Dummer­weise hatte ich gerade heute meine Kamera nicht dabei, es wäre ein schönes Foto gewor­den.

Ich kann mich erinnern, die Fahne dort schon öfter gesehen zu haben. Wahrschein­lich holt der Hausbe­sit­zer sie pünkt­lich jedes Jahr zum 3. (vielleicht auch zum 7.?) Oktober hervor und hisst das gute Stück an seiner Fassade. Es darf also eine gewisse Konti­nui­tät angenom­men werden; das Thema und das State­ment schei­nen ihm wichtig zu sein.

Wie auch immer, gäbe es weniger Beton­köpfe auf beiden Seiten der Mauer, wären wir heute vielleicht schon ein Stück weiter. Auf der einen Seite die Frustrier­ten, Geschei­ter­ten, Enttäusch­ten und Verbohr­ten; auf der anderen Seite die Kosten-/Nutzen-Analytiker, die Kosmo­po­li­ten und die Besitz­stands­wah­rer.

Ohne den Tag der Deutschen Einheit irgend­wie wichtig zu finden, bin ich froh, das die DDR Geschichte ist.

Passend zum heuti­gen Tag, ein kleines nostal­gi­sches Relikt mit durch­aus inter­es­san­ten Blick­win­keln und Erinne­run­gen: „Die East Side-Story“ von elf99, die Geschichte vom Ende der DDR. Hier direkt als 10teilige Playlist, gute Unter­hal­tung.



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Kraut und Rüben

Heute vor 20 Jahren (3)

Heute vor 20 Jahren:Nach einem Friedens­ge­bet in der Leipzi­ger Nikolai­kir­che formie­ren sich 1000 Menschen zu einem Demons­tra­ti­ons­zug durch die Stadt. Die Montags­de­mons­tra­tion ist geboren.

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Kraut und Rüben

Heute vor 20 Jahren (2)

Heute vor 20 Jahren: In Budapest erhal­ten 108 Bürger der DDR, die sich in der Botschaft der Bundes­re­pu­blik aufhal­ten, durch die ungari­sche Regie­rung als einma­lige humani­täre Aktion die Ausrei­se­er­laub­nis in den Westen.

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Kraut und Rüben

Heute vor 20 Jahren (1)

Heute vor 20 Jahren: Das „pan-europäische Picknick“ an der Grenze von Ungarn zu Öster­reich. Einen lesens­wer­ten Artikel samt Video hält die Online-Ausgabe der ZEIT bereit. Der erste Riß in der Mauer und der erste Schritt zum Fall dersel­ben. Kinder, wie die Zeit vergeht.

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Kraut und Rüben

TV-Tipp: Sag mir, wo die Schönen sind

Heute im MDR-Fernsehen, 23.15 Uhr:

Sag mir, wo die Schönen sind

Die Miss-Leipzig-Wahl 1989

Ein Film von Gunther Scholz. Neun Frauen erzäh­len aus ihrem Leben. Sie alle hatten 1989 am Wettbe­werb „Miss Leipzig“ teilge­nom­men und waren im Umfeld dieser Veran­stal­tung von dem Fotogra­fen Gerhard Gäbler fotogra­fiert und inter­viewt worden. 18 Jahre später hat Filme­ma­cher Gunther Scholz die Frauen wieder besucht. Sein Dokumen­tar­film ist das Porträt einer Gruppe junger Frauen, deren damali­ger Lebens­mit­tel­punkt Leipzig war. 1989 versuch­ten sie einen Schritt ins Rampen­licht. Was sich seitdem für sie verän­dert hat, beschreibt dieser Film. (mdr)

Im Mai 1989, wenige Monate vor dem Unter­gang der DDR, fand in Leipzig eine Misswahl statt. Ein junger Fotograf porträ­tierte damals 20 Kandi­da­tin­nen und befragte sie mit dem Kasset­ten­re­cor­der. Wir haben sie gesucht und neun von ihnen in diesem Film porträ­tiert: sie leben heute in der Schweiz, in Dubai oder noch immer in Leipzig. Ein Film über junge Frauen, die noch in der DDR großge­wor­den sind…

Quelle (Text und Foto) und weitere Infos hier!

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Kraut und Rüben Musik

„Sound Of Revolution“ – der Soundtrack zum Umbruch in Osteuropa

(Quelle: Aus einer Presse­mit­tei­lung der Stiftung Aufar­bei­tung)

„Sound of Revolu­tion“ ist der Titel einer CD, mit der die Europäi­sche Kommis­sion und die Bundes­stif­tung zur Aufar­bei­tung der SED-Diktatur 20 Songs präsen­tie­ren, die vor 20 Jahren den Sound­track der Fried­li­chen Revolu­tio­nen gegen die kommu­nis­ti­schen Dikta­tu­ren in Mittel- und Osteu­ropa bilde­ten.

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