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X-Akten

Aus Anlaß der heuti­gen Feier­lich­kei­ten zum Tag der Deutschen Einheit ist der Hausmeis­ter der Börde­be­hörde noch einmal tief in den Behör­den­kel­ler hinab­ge­stie­gen um erneut Dokumente unschätz­ba­ren Wertes zu bergen. Unter Einsatz seiner körper­li­chen Unver­sehrt­heit, und furcht­los den Spinn­we­ben ins Netz blickend, hat unser werter Herr Hausmeis­ter einige Fotos bergen können. Diese Bilder werden nun erstmals der inter­es­sier­ten Öffent­lich­keit präsen­tiert, bevor wir sie wieder in unserem Köffer­chen verstauen und uns auf die lange und beschwer­li­che Fahrt in die Haupt­stadt machen.

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Während draußen der Sturm der Gerech­tig­keit tobt, der Regen wie wild an die Behör­den­fens­ter prasselt, und die tiefschwarze Nacht einzig durch das elektrisch‐ekstatische Zucken der am Himmel bersten­den Blitze erhellt wird, sitzen die Behör­den­mit­ar­bei­ter beim Kaffee­kränz­chen und halten Maulaf­fen feil. Bei einer Tasse gülde­nen Glücks und einem Stück Apfel­torte dazu läßt es sich eben aushal­ten.

Wir haben sie, Freunde. Wir! haben! sie!

Die X‐Akten Teil 3 sind einge­trof­fen. Direkt aus dem Geheim­ar­chiv der Börde­be­hörde, von Motten zerfres­sen und vom Zahn der Zeit zernagt, aber immer­hin: Wir haben sie. Drama­ti­sche Dokumente dreis­ter Dusse­lig­keit, fotogra­fi­sche Belege des kompro­mit­tie­ren­den Wahnsinns, einzig­ar­tige Zeitzeu­gen zwiespäl­ti­ger Zerwürf­nisse! Verdammt nochmal!

Lassen Sie sich also diesen kleinen aber feinen und insge­hei­men Einblick in den inners­ten Zirkel unserer Schaf­fens­stätte nicht entge­gen, werden Sie Teil des Ganzen, Einge­weih­ter unter Ahnungs­lo­sen, Wissen­der unter den Begie­ri­gen; ab heute gehören Sie dazu.

Alle Fotos sind durch Einfachklick vergrö­ßer­bar!


Ein Tisch. Ein Tisch? Nein, viel mehr als ein Tisch. Das Denk‐ und Kompe­tenz­zen­trum der Behörde. Hier entste­hen Tag für Tag aufs Neue die unglaub­lichs­ten Geschich­ten, Berichte und die wildes­ten Lügen. Hier schla­gen die Synap­sen Salto! Reduk­tion auf das Wesent­li­che, das ist das Stich­wort: Eine Pritsche für den geschun­de­nen Rücken, einen Tisch samt hübscher Decke und Stuhl für die Aus‐den‐Finger‐Saugerei und ein Wasch­be­cken, um ab und an das müde Antlitz mit etwas Wasser in eine Frische­kur zu schicken. Was braucht ein Autor mehr, um glück­lich zu sein?

… richtig geraten, er braucht Feedback. Und Bandbreite. Zur Ermitt­lung der Bandbreite und der Leser­reich­weite werden in der Behörde nur die aller­neu­es­ten Metho­den benutzt. Das Foto zeigt Mitar­bei­ter Hannes R. bei der Berech­nung der Bandbreite für den vergan­ge­nen Juli. Er nutzt dabei ausschließ­lich seinen Kopf, eine Tafel und etwas Kreide. Allesamt Mittel, die sich schon seit den alten Ägyptern bewährt haben. Wer braucht Compu­ter?

… niemand braucht Compu­ter. Wir haben sie trotz­dem. Und zwar in großer Anzahl. Neben dem Röhren­mo­dell BB‐TX303, hier gerade in der General­über­ho­lung durch Monteur Klaus‐Jürgen K., stehen uns die moderns­ten und leistungs­fä­higs­ten Mikro­pro­zes­so­ren zur Verfü­gung. Wir sind für die Zukunft gerüs­tet und gewapp­net, mit Entschlos­sen­heit in den Herzen und Grütze im Kopf beschrei­ten wir zielstre­big und völlig frei von Zweifeln unseren Weg…

… und mit uns beschrei­ten diesen Weg noch viele viele Menschen mehr. Durch regel­mä­ßige Schulun­gen und Weiter­bil­dun­gen, werden die Mitar­bei­ter der Behörde stets und ständig auf den neues­ten Stand in puncto Blogge­rei gebracht. Unsere Schreib‐ und Rheto­rik­kurse unter dem Motto „Mindbow­ling für Fortge­schrit­tene“ erfah­ren einen regen Zulauf. Wir sind bereits auf Monate im voraus ausge­bucht, was uns auf die Idee brachte, bei allen Kursen grund­sätz­lich mindes­tens ein Fenster zu öffnen, damit das johlende Publi­kum außer­halb des Raumes ebenso die Möglich­keit hat, ein wenig zu lauschen und – vor allem – zu lernen…

Das sich die Wissens­ver­mitt­lung nicht ausschließ­lich auf den theore­ti­schen und inner‐köpfischen Bereich erstreckt, beweist vorste­hen­des Foto. Ebenso wie ein verständ­li­cher Schreib­stil und formi­da­ble Inhalte, ist prakti­sches Wissen gefragt. Hier einige zukünf­tige Behör­den­mit­ar­bei­ter bei der Produk­tion von Miniatur‐Atomkraftwerken für den im starken Wachs­tum befind­li­chen chine­si­schen Markt.

Die Anstren­gun­gen des alltäg­li­chen Behör­den­le­bens erfor­dern natür­lich ihren Tribut. Und einen Ausgleich. Letze­rer findet seinen Ausdruck in einem großen Angebot an Spiel, Spaß und Erholung. Hier einige Nachwuchs­kräfte bei der Ausfüh­rung von „Stadt, Land, Fluß“. Ein Angebot, das jeden Abend aufs neue, für gute Laune und ausge­las­sene Heiter­keit sorgt.

Trifft der gemeine Passant einen unserer Behör­den­mit­ar­bei­ter in einer Innen­stadt seiner Wahl, so herrscht er ihn gelegent­lich an: „Ihr seid doch diese Compu­ter­hei­nis, Leute die den ganzen Tag vor der Kiste hocken und keine Ahnung vom echten Leben haben!?“. Nein, sind wir nicht. Wir sind auch dieje­ni­gen, die behende und beherzt zu Schub­karre, Schippe und Besen greifen, um die alte Tante Eiche vor der Börde­be­hörde von Laub, Unrat und wegge­wor­fe­nen Schokoriegel‐Verpackungen zu befreien. Der erste Eindruck täuscht so oft!

Hier ein Foto das beweist: In der Börde­be­hörde gibt sich die Promi­nenz die Klinke in die Hand. Steven Patrick Morris­sey erklärt Behör­den­mit­ar­bei­ter Hans‐Werner Z. sein Konzept der fleisch­lo­sen Ernäh­rung durch massi­ven Einsatz der Agrar­pöko­lo­me­trie.

Schach matt! Wer den ganzen Tag soviel denken muß, erholt sich gern mal bei einer Partie Schach für Schach‐Ahnungslose! Ich jeden­falls habe vom Schach überhaupt keine Ahnung, ebenso­we­nig wie vom Spielen der Klari­nette, und deshalb möge dieses Foto bitte für sich selbst sprechen.

Soweit der dritte Einblick in die dunkels­ten Geheim­nisse der Börde­be­hörde. Behaup­ten Sie fortan nie mehr, Sie hätten von nichts gewußt!

Teil 1 der X‐Akten liegt für die Nachzüg­ler hier bereit.
Teil 2 haben wir hier versteckt.


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Aufgrund des übergro­ßen Inter­es­ses an grauen Bildern, und der schein­bar unstill­ba­ren Sehnsucht nach Infor­ma­tio­nen aus dem Nähkäst­chen, bin ich zu einem mögli­cher­weise folgen­schwe­ren Entschluß gekom­men: Ich habe mich durch­ge­run­gen, weitere streng­ge­heime X‐Akten, die bisher schein­bar zu Unrecht ein farblo­ses Dasein im Keller des Verges­sens friste­ten, der Öffent­lich­keit preis­zu­ge­ben. Exklu­sive Dokumente aus dem Innen­le­ben der Behörde; schockie­ren­des Material, das das Blut in den Adern gefrie­ren läßt; einzig­ar­tige Zeugnisse und Belege von unglaub­li­chen Vorkomm­nis­sen! Ab heute heißt es wieder: Behaup­ten Sie nicht, Sie hätten nichts davon gewußt! Sie sind bereit? Bitte klicken Sie auf

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Immer wieder sprechen mich Menschen vieler­lei Herkunft und beider­lei Geschlechts auf die Börde­be­hörde an. Sie fragen mich in Fußgän­ger­zo­nen voll grauen­haf­ten Betons dann Sachen wie „Sag mal, wer ist das eigent­lich, die Börde­be­hörde? Was wollt ihr? Wer seid ihr? Woher kommt ihr? Habt ihr Hunger?“

Um die unzäh­li­gen Fragen zu beant­wor­ten und außer­dem einen kleinen visuel­len Einblick in die Behörde zu gestat­ten, habe ich mich schwe­ren Herzens entschlos­sen, die nachfol­gen­den brisan­ten Dokumente, die X‐Akten der Behörde, der Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen. Dazu klicken Sie bitte hier auf „weiter“…

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