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Pops

Das Schall­plat­ten­kau­fen macht dieser Tage keinen allzu großen Spaß mehr. Ich bin weit davon entfernt, ein audio­phi­ler Snob zu sein, aber was uns Musik­lieb­ha­bern mitun­ter angebo­ten wird, ist schon ein mittel­große Frech­heit.

Press­rück­stände auf den Platten, Schlie­ren, unsau­bere Ränder, „off-centre“-Pressungen oder Höhen­schläge schei­nen heutzu­tage eher die Regel als die Ausnahme zu sein.

Ich möchte nieman­dem ans Bein pieseln, aber insbe­son­dere R.A.N.D. Muzik aus Leipzig sind mir in dieser Hinsicht negativ aufge­fal­len. Im letzten Jahr schon hatte ich bei Die Art – XXX Live massive Höhen­schläge auf allen drei Platten festge­stellt. Dieses Jahr ging es bei den Boxhams­ters und Panik­raum munter weiter, siehe unten­ste­hende Videos. Meine Anfrage beim Major Label blieb dahin­ge­hend leider unbeant­wor­tet.

Höhen­schlag (Boxhams­ters – „Demut & Elite“ Reissue auf Major Label, gepresst bei R.A.N.D. Muzik Leipzig)

„Off centre“-Pressung mit Höhen­schlag. Ich hatte leider eine unruhige Hand, in echt sieht es noch schlim­mer aus. (Panik­raum – „Kopfkino“ auf Major Label, gepresst bei R.A.N.D. Muzik Leipzig)

Die neue Platte der Skepti­ker ist ebenso völlig verhunzt und voller Clicks und Ausset­zer. Das Press­werk konnte ich in diesem Fall nicht identi­fi­zie­ren. Ein weite­res Negativ­bei­spiel sind alle Pressun­gen von Morris­seys „Low In High-School“. Bei dieser Platte hat man es geschafft, sagen­hafte 27 Minuten Audio pro Seite zu pressen – was die Platte unglaub­lich leise macht. Außer­dem ziehen sich diverse Störge­räu­sche wie Knistern und Knack­sen durch beide Platten­sei­ten.

Ein Fazit hab ich nicht, ich weiß aber, das viele Massen­pres­sun­gen aus den 80iger Jahren deutlich besser laufen und klingen als viele heutzu­tage gepresste Platten. Und das ist – gerade auch bei den Preisen, die heutzu­tage für Schall­plat­ten verlangt werden – eine Frech­heit. Ob’s am Know How oder an der Technik liegt, bleibt für mich im Dunklen…

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