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Morris­sey – Low In High School Deluxe Edition

Heute ist Morris­seys Wieder­ver­öf­fent­li­chung von Low In High School erschie­nen. Nur ein Jahr nach der Original‐Veröffentlichung kommt die Platte neu mit Bonus Disc. Die zweite Scheibe versam­melt bislang unver­öf­fent­lichte Songs und die Live‐Songs aller Singles, die in den letzten Monaten erschie­nen sind.

Der Mehrwert ist also vorhan­den; wenn die ganze Wieder­ver­öf­fent­lich­tung auch ein bißchen Geschmäckle hat. Beson­ders auffäl­lig ist das – vorsich­tig umschrie­ben – eigen­wil­lige Artwork, das wohl auf Sam Esty Rayners Mist gewach­sen sein dürfte. Das ist Morris­seys Neffe, welcher auch die offizi­elle Webseite des Meisters betreut. Seine gestal­te­ri­schen Fähig­kei­ten sind mir schon aufge­fal­len; Typogra­fie, Gestal­tung und Bildbe­ar­bei­tung sind nicht unbedingt seine Stärken. Man sieht es auch ganz gut am Artwork der neuen Platte, ein bißchen Typo auf ein altes graus­lig inter­po­lier­tes Bild geklatscht, ein sehr buntes Foto im Gatefold… naja, die Geschmä­cker sind bekannt­lich verschie­den.

Für die Press­qua­li­tät vermute ich mal das Schlimmste, da die Origi­nal­pres­sung schon ultra­grot­tig geraten ist. Das Album ist einfach zu lang für zwei Platten­sei­ten; die Bonus‐Scheibe dürfte besser klingen. Ich bin jeden­falls auf die drei unver­öf­fent­li­chen Titel gespannt, das sehr gelun­gene Back On The Chain Gang gab’s ja schon auf 7″ Single…



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Mein Schnap­per des Jahres: Morris­seys Malad­jus­ted für 29,– € im eBay Sofort‐Kauf. In einem super guten Zustand. Jetzt fehlt mir nur noch die South­paw Grammar, aber die zu einem zivilen Kurs erste­hen zu können, gleicht der Quadra­tur des Kreises.

Am Freitag erscheint übrigens Low In High School in der Deluxe‐Version. Ein Reissue nach nur einem Jahr – das riecht einer­seits mächtig nach Geschmäckle, ist anderer­seits aber wegen der Bonus­tracks (natür­lich!) vorbe­stellt.

Davon abgese­hen habe ich beschlos­sen, mir nur noch die kommen­den Platten meiner Lieblings­künst­ler – ‚ne gute Hand voll – als physi­schen Tonträ­ger zuzule­gen, da mir die Samme­lei platz‐ und finanz­tech­nisch über den Kopf wächst. Von der Press­qua­li­tät und den Preisen heutzu­tage will ich erst gar nicht anfan­gen zu schrei­ben… vom elenden „Vinyl“-gequatsche schon gleich gar nicht. Es heißt Schall­platte, ihr verdamm­ten Hipster!

 

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Paul ist tot, er ist bei molli­gen 24° Celsius an der Verka­be­lung seines Autora­dios hängen­blie­ben und anschlie­ßend verhun­gert. Hoffen wir, das sein Weblog ihm nicht folgt. Derweil hier Inhalts­ar­mut und gähnende Leere herrscht, gibt es drüben bei Something I Learned Today einen lesens­wer­ten Beitrag zum letzten Frank Turner‐Konzert in Berlin. Hoffen wir, das der gute Andreas auf ewig weiter­bloggt. Manch­mal fühle ich mich wie einer der letzten Blog‐Mohikaner…

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Sehr geehrte Lesezirkel‐Abonnenten,

mein Name ist Gunnar Roß und ich habe große Teile der Weltge­schichte verschla­fen. Dieser Beitrag enthält einen Werbe­link, der mir schwei­ne­mä­ßig viel Kohle einbringt. Ich habe meine Seele an den Teufel verkauft und es fühlt sich fantas­tisch an. Warum, weshalb und wieso, das möchte ich Ihnen gern in meinem heuti­gen Beitrag erklä­ren. Vorher möchte ich noch darauf hinwei­sen, daß dieser Text erstmals mit Fußno­ten verse­hen ist. Klicken Sie dazu nun bitte testweise auf die kleine ((Das haben Sie ganz prima gemacht! Sie können jetzt einfach auf das kleine Häckchen am Ende der jewei­li­gen Fußnote klicken und gelan­gen prompt an Ihre wohlver­traute Lesestelle zurück. Tolles Ding, diese schöne neue Welt!))

Am frühen Morgen des 10. Novem­ber 1989 schwang ich mich ebenso lust‐ wie stilvoll auf mein Klein­kraft­rad vom Typ Simson S51 electro­nic ((In dunkel­grün, der Farbe der Gewin­ner!)), um zum Frühdienst im Werk II eines hier nicht näher zu bezeich­nen­den Kombi­nats zu düsen. Es handelte sich nicht um ein Atomkraft­werk, soviel sei verra­ten. Ich heizte also über die Bundes­straße 71, deren Verkehrs­auf­kom­men damals mit dem heuti­gen nicht zu verglei­chen ist. ((Würde man dennoch einen Vergleich wagen, könnte man feststel­len, daß heutzu­tage ein Vielfa­ches an Verkehrs­ge­sche­hen vorhan­den ist. Damals jedoch gehörte die Straße mir beinahe ganz allein.)) Ich war King of the Road, frei wie der Wind, und bereits um ca. 5.30 Uhr verdammt gut gelaunt. Pünkt­lich gegen 6.00 Uhr traf ich an meinem Kombi­nats­sitz ein. Ich durch­schritt entschlos­sen der Flure übermäch­ti­ger Zahl und begab mich in einen Raum, den man damals nur mit sehr viel gutem Willen Büro schimp­fen konnte. Mit heuti­gen Büromaß­stä­ben nicht mehr zu verglei­chen, würde man dennoch einen Vergleich wagen, könnte man wieder oben beim Thema Verkehr weiter­le­sen. Die Zeiten sind eben andere und die Maßstäbe sowieso, und was zu jener Zeit schon schlecht war, wird auch in einer nostal­gi­schen Verklä­rung nicht besser. Doch zurück zum Thema: Ich traf also im Büro ein und mußte feststel­len, daß ich allein war. Mutter­see­len­al­lein. Kein Mensch da. Niemand außer mir. Ich dachte nach, ob es vielleicht möglich wäre, daß ich den Tag verwech­selt hätte? Hatten wir eventu­ell Sonnabend und ich wäre vielleicht völlig umsonst losge­heizt? Nein, es mußte stimmen: Wir schrie­ben Freitag, den 10. Novem­ber 1989. Ich hatte mich nicht vertan, soviel war sicher.

[Weiter­le­sen…]

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Hallo aus der Blogo­sphäre! Facebook & Co. graben uns Bloggern nach wie vor massiv die „Kundschaft“ ab, aber wir halten getreu dem alten Oldschool‐Motto „Jetzt erst fucking recht!“ weiter an unseren kleinen Inter­net­prä­sen­zen fest. Heute nur ein Bild. Sie sehen eine klassi­sche Amazon‐Verpackung für eine 7“. Der Kenner hat es erkannt: Morris­seys neue Single „Back On The Chain Gang“. Am 7. Dezem­ber kommt übrigens nach nur einem Jahr die Neuauf­lage von „Low In High School“ mit Bonus‐Tamtam, Reissue, Repackage, Reeva­luate the songs … and so on, der Kenner weiß Bescheid.

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Schon seit länge­rem verfolge ich das Schaf­fen der kanadi­schen Band Fucked Up mit großem Inter­esse. Einge­stie­gen und aufmerk­sam gewor­den bin ich spät – nämlich erst mit dem Video zum fulmi­nan­ten „Queen Of Hearts“ vom Album „David Comes To Life“.

Das Album habe ich danach kennen und lieben gelernt und dieser Tage stand nun jüngst die Veröf­fent­li­chung von „Dose Your Dreams“ an; dem mittler­weile ungefähr neunten Studio­al­bum der Band.

Die Vorab‐Single „Normal People“ fand ich schon äußerst vielver­spre­chend, vielleicht gerade deshalb, weil sie mit dem gewöhn­li­che Schema und Image der Band als Vertre­ter des Hardcore nicht mehr viel zu tun hatte.

Fucked Up sind inzwi­schen Genre‐sprengende Meister der Abwechs­lung, davon zeugt „Dose Your Dreams“ zu genüge. Es gibt Shoegaze, Funk, Disco, Psych‐ und Avantgarde‐Rock und sogar ein bißchen harten technoi­den Beat à la The Prodigy.

Das Album ist kein Meilen­stein, aber in seinem Abwechs­lungs­reich­tum höchst unter­halt­sam und mehr als gelun­gen. Mein Problem mit den älteren Alben war immer, das ich Damians Geschrei ungefähr 20 Minuten lang geil fand, dann aber genervt war und eine Pause brauchte. Das ist bei diesem Album nicht der Fall. Kaufemp­feh­lung!

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