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Rick Astley & The Blossoms


Wer hätte 1988 gedacht, dass Rick Astley mal der sympa­thi­schere Morris­sey ist?! Ich jeden­falls nicht.

Die Art & PEPPONE auf der Elbe

Nach langer Vorbe­rei­tung und noch länge­rer Corona-Durststrecke endlich wieder Livemu­sik auf der MS Marco Polo. Wenn selbst ungesel­li­gen Sozial­pho­bi­kern wie meiner Wenig­keit Livegigs inzwi­schen fehlen, wie muß sich das dann erst für regel­mä­ßige Konzert­gän­ger anfühlen?

Pünkt­lich zur großen Schiffs­sause ruft mich Denis am Freitag noch vor 6.00 Uhr an und berich­tet mir, dass die PEPPONE-Website gehackt wurde. Was dumm ist, da die Website alle relevan­ten Infos für Besuche­rin­nen und Besucher bereit­hält, denn PEPPONE gehen mit der Zeit und vermei­den Zettel­wirt­schaft. Der Verur­sa­cher der URL-Weiterleitung jeden­falls ist relativ schnell identi­fi­ziert und eliminiert. 

Nun kann die Sause also starten. Wie es dazu kam? Wir haben Die Art gefragt und Die Art hat ja gesagt. So einfach kann das manch­mal sein. Die Details haben wir schnell bespre­chen können, auch die Split­tung in 2 Touren am selben Tag aufgrund der Corona-Auflagen war schnell beschlos­sen. Einer gemein­sa­men Single gegen­über waren die ehren­wer­ten Herren nicht abgeneigt, und so produ­zierte das Major Label eine kleine aber feine Split‑7″ mit je einem Song beider Bands. Auf der ersten Tour haben wir exklu­siv die weiße Variante (100 Ex.) der Single verkauft, auf der zweiten Tour die auf klarem Vinyl (auch hier 100 Ex.). Außer­dem haben wir wieder Becher herstel­len lassen, Fotos von Platte und Becher sind in der Galerie zu finden. Beide Dinge gab es natür­lich nur exklu­siv auf dem Schiff; wobei Restbe­stände der 7″ in den kommen­den Tagen im Major Label Shop landen werden.

Der gute Jens holt mich am Samstag­früh ab, so dass ich keinen Streß mit der Fahre­rei habe. Er erzählt mir, dass Steffen (ehemals KZiMaLPp) extra aus Kiel anreist und „Schell-Ober“ zum besten geben wird. Was für eine gute Nachricht!

Am Probe­raum die Autos beladen und mit kleinem Zwischen­stopp beim Geträn­ke­markt und Bäcker auf in Richtung Schöne­beck. Tuba bringt uns während­des­sen die Vorzüge des 90er-Jahre-Emorocks in Form einer Boysetsfire-CD näher. Gar nicht übel! Er berich­tet mir außer­dem vom Erwerb einer Electra-LP mit Bach-Adaptionen, wobei ich inner­lich das Art Rock-Gegniedel quasi schon hören kann. Im Gegen­zug rezitiere ich eine Strophe aus „Sag mir, wo Du stehst“ vom Oktober­klub. Damit sind wir quitt.

In Schöne­beck angekom­men beladen wir das Schiff mit Equip­ment, Geträn­ken und Perso­nal (uns). Die Fahrt zum Anleger an der Stern­brü­cke in Magde­burg vergeht wie im Fluge und mit inter­es­san­ten Gesprächen.

Punkt 13.00 legt das Schiff mit den ersten Gästen ab und PEPPONE eröff­nen die musika­li­sche Kaffee­fahrt pünkt­lich 45 Minuten später. Super Setlist, gute Stimmung von der ersten Minute an. Einen Gastauf­tritt gab es von Ex-Drummer Tobias der bei „Kigali“ einspringt, weshalb Tuba an die Gitarre wechselt. Außer­dem natür­lich unter­stützt Anke die Band wieder bei 2 Songs im Gesang. Makarios ist beim Schwar­zen Schmet­ter­ling zu Gast; ein Umstand, der Die Art-Hardcore-Fan Jens zu höchs­ter Verzü­ckung treiben muß. Besag­ter „Schwar­zer Schmet­ter­ling“ übrigens, sollte der kommende Hit in jeder nicht mehr existie­ren­den Indie-Disco werden. Auf der Single ist er zu hören, der beigesteu­erte Song von Die Art heißt „Manche alles“.

Dann der erste Durch­gang von Die Art, die ab der ersten Minute zeigten, wie schwei­ne­gut sie einge­spielt sind. Ich bin ja schon lange Fan, kenne so gut wie jeden Song. Meine erste Begeg­nung mit der Band muß 1989/1990 in der Magde­bur­ger Hypar­schale gewesen sein. Ich kann mich noch erinnern, an jenem Abend die Kassette „Dry“ gekauft zu haben, und zwar aus den Händen vom damali­gen Basser Chris­toph Heinemann.

Es gibt ein tolles Set aus neuen und alten Songs. Aus der Erinne­rung fallen mir „Seven Tears I Cry“, „Enter The Sun“ , „Heer Litz„und das großar­tige „Eternal Fall“ ein, letzte­res ist eines meiner absolu­ten Die Art-Lieblingslieder. Bei alten Gassen­hau­ern wie „My Colour Is Black“ oder „Endlos“ kennt die Pogomeute kein Halten mehr und Hendrik und ich vertei­di­gen unseren viel zu dicht an der Schiffs­bühne aufge­bau­ten Merch­stand gegen fliegende Bierbe­cher und massige Körper. Die Art spielen als Zugabe natür­lich (!!!!!) den „Ozean“,„Das Schiff“ und lassen auf die Sekunde zum Anlegen „Symbole“ als aller­letz­ten Song ausklingen.

Alle Gäste runter, die Schiffs­be­sat­zung besei­tigt die Bierla­chen und wir machen erstmal Pizza­pause und bestel­len dazu gefühlte 20 Pizzen direkt an den Schiffs­an­le­ger an die Elbe. Das klappt sogar problem­los und alle werden satt. Bis auf Jens, denn der wurde entwe­der verges­sen, oder die Bestel­lung fehler­haft übermit­telt. Da aller­dings 20 Pizzen mehr als ausrei­chend sind, bekommt Jens von überall ein Stück ab und wird somit satt und glücklich.

Ich sortiere die T‑Shirts am Merch neu und stelle fest, dass wir schon einen ganzen Sack voll Platten und Texti­lien verkauft haben. Am Ende des Abends werden wir feststel­len, dass wir überhaupt noch nie soviel verkauft haben.

Der Käptn lässt die nächs­ten Gäste an Bord und unsere freund­li­che Unter­stüt­zungs­kraft aus dem Nordwes­ten der Republik ist auch gerade einge­trof­fen: Steffen und Nadine treffen ein und ich sage mit fetti­gen Pizza­hän­den erstmal guten Tach. Steffen wird PEPPONE gleich beim „Schell Ober“ verstär­ken, dazu gibt es sogar ein Video:

PEPPONE feat. Steffen Frahm – Schell Ober
PEPPONE feat. Makarios – Schwar­zer Schmetterling

PEPPONE wieder­ho­len ihr Set vom ersten Durch­gang, Die Art tun genau das gleiche. Die Stimmung und Begeis­te­rung des Publi­kums ist bei beiden Durch­gän­gen vergleich­bar; vielleicht ist das Konzert­er­leb­nis bei der zweiten Tour noch minimal inten­si­ver. Wenn, dann aber wirklich nur minimal.

Die Art – My Colour Is Black

Alles in allem ein grandio­ser Tag auf der Elbe mit vielen tollen Leuten, der besten Musik und guten Unter­hal­tun­gen. Für die kommen­den Jahre bis zur Rente haben wir auch schon einiges in Planung; es darf sich also auf weitere durch das Team PEPPONE veran­stal­tete Konzert­rei­sen gefreut werden.

Gute Nacht!

Fotos, Fotos, Fotos:

Die Art – I Love You, Marian
Die Art – Das Schiff

Es wird.

Worst of „Die moderne Hausfrau“ I

Das Leben hält viele abson­der­li­che Präsente für uns bereit. Die abson­der­lichs­ten davon vereint der Katalog „Die moderne Hausfrau“, welcher gerade frisch in unserem Haushalt einge­tru­delt ist. Warum man so etwas anfor­dert, fragen Sie sich? Damit man Material zum Bloggen hat, lautet die Antwort.

Einfa­ches Schmin­ken für Brillenträgerinnen!

Mit Brille auf der Nase ist es unmög­lich, sich die Augen zu schmin­ken. Aber ohne Brille sehen Sie dafür nicht genügend. Mit der Schmink-Brille, deren Glas sich von einer Seite zur anderen klappen lässt, ist das nun kein Problem mehr. Kunststoff.

Veranstaltungshinweis: Jupiter Jones in Ballenstedt

Die *hüstel* alter­na­tive *hüstel* Deutschrock-Band Jupiter Jones spielt am 7. August im Trio (wie abgebil­det, *hüstel* ein Akustik-Konzert im Schloß­hof zu Ballen­s­tedt. Neben­bei sammelt man gerade *hüstel­hüs­tel* 50.000 € zur Produk­tion des neuen Albums. Kenner wissen, das ich ein *hüstel* großer Fan der Band bin.

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