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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Kiss me, Kate

Due to the inter­na­tio­nal impor­t­ance of today’s Royal Wedding I’d like to write this post in english. It will be the first one. Probably, it will be the last one too. So, here we go:


The official wedding photo of Wilhelm and Käthe has already been leaked. Hoho.

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Kraut und Rüben

Tag gegen Lärm

Gestern, meine lieben Kolchos­kom­so­mol­zen, war der Tag gegen Lärm. Neudeutsch auch Inter­na­tio­nal Noise Awareness Day betitelt. Leider war ich gestern verhin­dert, so daß ich erst heute dazu komme, mir Gedan­ken über den Lärm zu machen.

Lärm, was ist das eigent­lich? Wie immer, wenn wir keine Ahnung haben, besuchen wir Tante Vicky Pèdia auf eine Tasse heißen Bohnen­kaf­fee und eine Auskunft. Tante Vicky verrät uns folgen­des: Das schöne Wörtchen Lärm stammt von ital. all’arme, „zu den Waffen!“, und ist mit „Alarm“ verwandt. Noch bis in die Mitte des 18. Jahrhun­derts hinein war Lärm vor allem ein Begriff aus dem militä­ri­schen Bereich, wofür u. a. auch heute ungebräuch­li­che Zusam­men­set­zun­gen wie „Lärmplatz“ (ein Ort, an dem Menschen unter Waffen traten), „Lärmblä­ser“ und „Lärmschlä­ger“ (Trompe­ter bzw. Tambour, der den Aufruf zum Sammeln gab) zeugen. Knapp hundert Jahre später definierte der deutsche Sprach­for­scher und Lexiko­graph Johann Chris­toph Adelung den Begriff Lärm als „ein jeder lauter, beschwer­li­cher Schall“. Kurt Tuchol­sky notierte später einmal: „Lärm ist das Geräusch der anderen.“ Heute wird Lärm z.B. in Geset­zes­tex­ten als „unerwünsch­ter Schall“ definiert und enthält somit neben einer biophy­si­ka­li­schen und medizi­ni­schen auch eine subjek­tive Kompo­nente. So können zum Beispiel Geräu­sche von Kinder­spiel­plät­zen je nach Hörer von ableh­nend bis erfreut ganz unter­schied­lich beurteilt werden.

Der für Lärm umgangs­sprach­lich häufig verwen­dete Begriff Radau ist bereits für das 19. Jahrhun­dert in Berlin belegt; er entstammte der Studen­ten­spra­che, wo er eine durch Endbe­to­nung an fremd­spra­chige Wörter angegli­chene, lautnach­ah­mende Bildung darstellte. Von Berlin aus breitete er sich in andere Sprach­re­gio­nen aus. Synonym dazu wird insbe­son­dere im Ruhrge­biet auch der Begriff Bohei oder auch Bahei (ursprüng­lich Buhei) im Sinne von „viel Lärm um nichts“ oder auch „viel Tamtam um etwas machen“ verwen­det. (Quelle)

Nun sind wir also schlauer und wissen bescheid über den „unerwünsch­ten Schall“. Auch der gute alte Tuchol­sky hat natür­lich Recht, wenn er vom Lärm als „Geräusch der anderen“ spricht. Diese Lärm-Definition gefällt mir eigent­lich am besten. Ich wünsche Ihnen einen ruhigen, streß­freien und leisen Tag. Schön, daß Sie bis hierher gelesen haben.

Zum Entspan­nen:

Zum Entsi­chern:


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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

FvRvLKW*: Agro-Boy

Junge, Junge

 

Wer fährt so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Agro-Boy mit seinem Kind.
Er hat die Rüben im Dutzend hucke­pack,
er fährt sie sicher – landauf, landab.

Oh Rübe, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Fahrer, du, die Straßen­sperre nicht?!
Die rot-weiße Bake dort, mit Kron‘ und Schweif?
Ach Rübe, es ist ein Nebel­streif.

Du lieber Fahrer, komm geh‘ mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch leckere Kartof­fel liegt dort am Strand,
sie trägt ein hübsches, ein gülden Gewand.

Ach Fahrer, oh Fahrer, und hörest du nicht,
Was der Rüben­kö­nig mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Rüben­sa­lat,
ich geb dich nicht weg, es wär‘ ach so schad!

Willst feine Rübe du mit mir geh’n?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächt­li­chen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.

Oh Fahrer, oh Fahrer, und siehst du nicht dort
des Rüben­zar‘ Töchter am düste­ren Ort?
Oh Rübe, oh Rübe, ich seh’es genau:
Du bist noch vom gestri­gen Schnaps wohl ganz blau.

Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!
Oh Fahrer, oh Fahrer, jetzt faßt er mich an,
der Rüben­kö­nig hat mir ein Leid angetan.

Dem Fahrer grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das Rüben­kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not,
in seinen Armen die Rübe halbtot.

*Fotos von Rückan­sich­ten von Lastkraft­wa­gen. Dank an Alex für das Foto, für das eher extra eine Raststätte überfuhr.

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

FvRvLKW*: Heinrich!

Vorsicht Schreie!

Mutter will eine gute Partie für sie – Johan­nes Heesters, Heino oder den Papst. Doch sie will nur, ja sie will nur – den Heinrich. Und so geht sie ans Fenster und sie schreit:

Heinrich! Heinrich!! HEINRICH!!!


*Fotos von Rückan­sich­ten von Lastkraft­wa­gen.

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Kraut und Rüben

Norio Ōga (†)


Norio Ōga ist tot. Ōga war unter anderem maßgeb­lich an der Entwick­lung der Compact Disc betei­ligt. So soll der studierte Musiker mit dafür verant­wort­lich sein, dass die CD einen Durch­mes­ser von 12 Zenti­me­tern und damit eine Spiel­dauer von 74 Minuten hat: Ohga wollte Beetho­vens Neunte Sympho­nie ohne stören­den Wechsel des Tonträ­gers hören – und die längste damals zur Verfü­gung stehende Version von Wilhelm Furtwäng­ler dauert exakt 74 Minuten. Die an der Entwick­lung betei­lig­ten Ingenieure von Philips bevor­zug­ten eine kleinere Variante mit einer kürze­ren Spiel­dauer – Norio Ōga setzte sich durch. (Quelle)

Danke an Alex für den Hinweis.

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Kraut und Rüben

Osterbotschaft

Der dicke Hase Eddi bringt die Eier. An Weihnachten wird er in Mett gebadet, bevor er mit seinem Ziegenbock durch die Straßen zieht um die frohe Osterkunde zu verbreiten.
Der dicke Hase Eddi bringt die Eier. An Weihnach­ten wird er in Mett gebadet, bevor er mit seinem Ziegen­bock durch die Straßen zieht um die frohe Oster­kunde zu verbrei­ten.

 

Oh! Oh! Oh, schon wieder Ostern! Kinder, wie die Zeit vergeht! Was Du heute kannst besor­gen, das verschiebe nicht auf morgen. Also wieder Ostern. Alle Jahre wieder – das Oster­fest.

Meine Nachbarn sitzen auf ihrem Hof. Sie haben auch einen Garten, aber den nutzen sie kaum. Sie sind mehr die Hofty­pen, keine Gärtner. Ihr Hof ist alt und voller Beton. Das bringt die Zeit so mit sich. Wenn man’s gerade gemacht hat, sieht es aus wie neu; aber wenn’s schon ein paar Jahre her ist mit dem Machen – dann sieht’s alt aus. Meine Nachbarn haben also einen alten Hof. Und auf dem sitzen sie. Sie haben einen Sonnen­schutz­schirm aufge­spannt, damit ihnen die UV-Strahlung nicht das Resthirn wegbrut­zelt. Sicher ist sicher. Es kommt auf jede Synapse an. Synap­sen sind ja keine Strom­kreise. Wenn da mal einer ausfällt, könnte man immer noch überbrü­cken. Zumin­dest, wenn man sich mit dem Elektro­fach­werk auskennt. Synap­sen aber lassen sich nicht so einfach überbrü­cken. Es verhält sich mit ihnen wie mit dem donners­täg­li­chen 3‑Sack-Mett-für‑1,99 €-Angebot in dem von mir favori­sier­ten Super­markt: Wenn weg, dann weg. Mett jedoch ist reich­lich da bei meinen Nachbarn – wahrschein­lich waren sie schnell genug. So sitzen sie also auf ihrem Hof und tanzen den Mettrei­gen. Sie schie­ben sich tote Schweine in ihre Münder und reiben danach mit fetti­gen Fingern über ihre Schmer­bäu­che. Wenn sie satt sind, gibt es eine Kleinig­keit zum Nachtisch. Zum Beispiel ein gebra­te­nes Ferkel oder einen Wurst­auf­lauf.

Ich sehe meine Nachbarn kaum. Das kommt, weil die Mauer so hoch ist. Deshalb finden große Teile ihres tägli­chen Mahls wohl nur in meiner Fanta­sie statt. Ich sehe auch nicht, was sie trinken, nehme aber an, daß es sich um Bier handelt. Manche haben immer Bier im Haus. Ich nicht. Ich trinke Cola. Ist auch nicht gesün­der, hat auch nur vier Buchsta­ben. Getränke mit vier Buchsta­ben sind irgend­wie toll, alles was länger ist, trinke ich nicht gerne. Drei Buchsta­ben sind auch in Ordnung. Tee zum Beispiel ist ein fantas­ti­sches Getränk. Es gibt ihn in fielen ferschie­de­nen Geschmacks­rich­tun­gen und er kostet nicht viel. Meist unter 2 € pro Zentner, aber nur wenn man direkt beim Impor­teur kauft. Oder gleich im Ausland, wenn man z. B. mal Urlaub in einem Teean­bau­ge­biet macht. Indien oder so. Holland. Belgien. Die Antilo­pen. Es gibt so viele tolle Gegen­den, aber ich war noch nicht überall. Ich hab meistens keine Zeit, keine Lust oder kein Geld. Man hängt halt fest in seinen Zwängen. Die ketten einen ans Bett, wo man dann rumliegt und nachdenkt. Über Dinge. Oder über Nachbarn. Die Mauer ist wie erwähnt sehr hoch, wobei ich finde, daß manche Mauern nicht hoch genug sein können. Nicht sehen ist meist schon sehr gut, nicht hören ist aber noch viel besser. Das einzige, was ich von meinen Nachbarn höre, ist das Klappern des Eßbestecks auf ihren Tellern, unter­bro­chen von einem zünfti­gen „Aus!!!“ in Richtung ihrer vier Hunde. Die armen Tiere. Tote Schweine auf dem Teller und gestörte Hunde auf dem Hof. Die Nachbarn haben es nicht leicht. Das Schick­sal spielt ihnen übel mit. Daran kann ich aber auch nichts ändern. Sonst wäre ich Bundes­kanz­ler gewor­den oder Kampf­jet­pi­lot – da hat man Einfluß und kann Dinge bewir­ken. Ich wirke statt­des­sen lieber im Stillen und harre der Dinge. Harr, harr.

Vielleicht bin ich zu kompli­ziert. Manch­mal frage ich mich, ob ich mich simpli­fi­zie­ren lassen sollte. Das geht ganz schnell – nur eine Spritze beim Arzt und man ist wieder normal. So normal wie Kloßbrühe. Das war ja klar! Haha. Ein Zwischen­witz. Ein Treppen­witz auf dem Weg in den Keller. Ein Schen­kel­klop­fer. Ein Gag aus dem Sonder­an­ge­bots­re­gal von ALDI. Es gibt Witze, die sind Spitze. Lang leben unsere Discoun­ter! Sie machen die Preise klein und die Auswahl groß und wenn’s mit den Mettprei­sen weiter so in den Keller geht, kann man Mett bald auch zum Fenster­ab­dich­ten oder als Matratze verwen­den. Ich lieg auf meiner Mettma­tratze und schneide frech‘ ’ne neue Fratze. Die alte Fratze war schon aus, da dacht‘ ich mir ’ne neue aus.

Ich möchte mal schön den Ball flach­hal­ten. Nachbarn sind ja auch nur Menschen und ich bin auch kein Vegeta­rier. Wozu also die ganze Aufre­gung? Aufre­gung ist nicht gut für den Blutkreis­lauf. Das Blut schnellt in aufre­gen­den Zeiten in Rekord­ge­schwin­dig­keit in den Kopf und bleibt dort eine Weile. Man läuft rot an und die Gedan­ken rasen durch die Omme. Das ist alles nicht gut, deshalb schalte ich jetzt ab. Aus die Maus. Jetzt feiern wir erstmal alle Ostern und danach sehen wir wieder klarer. Und die Welt mit anderen Augen. Zum Beispiel mit Deinen.

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Reifenwechsel

Frohe Ostern every­body. Und nicht verges­sen: Von O bis O. Von Oktober bis Ostern. Höchste Zeit für den Reifen­wech­sel! Gut Wechsel und bis bald!

Jib Jummi, Justav!

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Kraut und Rüben Träume in Technicolor

Мак Доналдс

Хопп Хопп, Bauch voll. Хопп Хопп, Kopf leer. Schiken Maknag­gets!

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