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Mind Bowling

Der Tag, an dem ich merkte, das es zwischen mir und meiner Edeltraud nicht mehr sonder­lich gut lief, war ein nebli­ger Mittwoch. Gerade hatte ich meiner Hilde­gard das Frühstück berei­tet, als es klingelte. Der Postmann stand vor der Tür und sein grenz­de­bi­les Grinsen verriet mir sofort, das es zwischen ihm und meiner Hanne­lore etwas geben mußte, das bis zu diesem nebli­gen Mittwoch­mor­gen im ebenso nebli­gen Tal meiner Vorstel­lungs­kraft verbor­gen lag. Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Sieglinde beich­tete mir alles sofort und nach kurzem Nerven­zu­sam­men­bruch meiner­seits, lud ich sie zu einem Abend ins Café Sahne­tört­chen ein. „Paarbis­tro – Zeit zu zweit“ hieß das Angebot und versprach einen „beson­de­ren Abend mit Ihrem Partner oder Ihrer Partne­rin abseits vom Alltag“. Das war nicht zuviel verspro­chen, denn meine Waltraud und ich wurden im Rahmen des Paarbis­tros wie die beiden alten Deutsch­lands wieder verei­nigt und sind seither wie ein Herz und eine Seele. Und morgen schon feiern wir Eiserne Hochzeit. Und Sie sind alle einge­la­den. Sofern Sie die Adresse kennen. Die ich aber nicht verrate, denn ich bin sehr arm und kann mir keine Schma­rot­zer am Tisch leisten.

Einen schönen Abend
Ihr glück­li­cher Gunnar Roß

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Alle Jahre wieder, zur schöns­ten Vorweih­nachts­zeit sind landes­weit irgend­wie nur noch Bekloppte unter­wegs. Sie drängeln und schub­sen in Super­mär­ken, sind schlecht­ge­launt und übelrie­chend im Kolle­gen­kreis unter­wegs oder fahren mit ihren überteu­er­ten PKWs wie wildge­wor­dene Sausä­cke durch die lokale Pampa. Kaum fährst Du langsa­mer als 100 km/h wirst Du von diesen wildge­wor­de­nen Honks in Kurven überholt, geschnit­ten, wegge­drän­gelt, belicht­hupt oder ander­wei­tig drang­sa­liert. Bei diesen Gelegen­hei­ten möchte ich immer gern zurück­über­ho­len, ausbrem­sen, ausstei­gen und dem Pöbel gepflegt das Gesicht massie­ren. Tue ich aber nicht, da ich nicht Teil des Pöbels sein möchte, sondern lieber vorweih­nacht­lich schlecht­ge­launt weiter­hin meine Kreise ziehe. Manch­mal kommt es mir vor, als hätten diese ganzen finste­ren Gestal­ten da draußen vor Weihnach­ten irgend­was im Trink­was­ser oder so; diese anhal­tende Aufge­peitscht­heit des sich unmit­tel­bar in meiner Umgebung befin­de­nen deutschen Volkes ist jeden­falls nicht mehr normal. In diesem Sinne: Eine schöne, vor allem aber normale Advents­zeit! Hört mehr Flippers!

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„The Battle of Nordger­m­ers­le­ben“. Histo­ri­sche Origi­nal­auf­nah­men vom 5. Mai 2018, kurz vor dem Ausbruch der Riots. Der Aufstand der Unter­drück­ten wurde blutig nieder­ge­schla­gen. Dieser Tag ging als „Bloody Satur­day“ in die Geschichte der Börde ein. Niemand ist verges­sen!

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Ich traf sie direkt vor dem Wiglo‐Markt und sie sprach „Ich hasse euch und ich hasse eure Happy Happy Leben!!!“

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Neuig­kei­ten vom „eat&STYLE – Food Festi­val“ 2018 – der Messe für alle Jünger der Haute Cuisine. Die langkei­mige Super­kar­tof­fel „Knolli“ war der unbestrit­tene Star der Ausstel­lung. Sie überzeugte das Fachpu­bli­kum durch einen runden Geschmack, ihr hervor­ra­gen­des Pfannen­rutsch­ver­hal­ten und einwand­freien UKW‐Empfang mittels integrier­ter Keiman­tenne. Eine lobende Erwäh­nung der Jury erhielt das Misch­brot „KING OF THE EMPIRE“, das zur Ausstel­lung gleich in mehre­ren Portio­nen antrat und sich später sogar einfrie­ren ließ. Verrückte Welt!

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Weihnachts­bra­ten­preiss­kat

Hallo meine liebe Landpom­mer­an­zen und Landpom­mer­anz­in­nen!

Mein Name ist Gunnar Roß und ich bin zurück! „BACK WITH A BANG!“, wie der Angel­sachse sagt. Sie werden sich vielleicht wundern, wo ich all die Jahre steckte. Ich werde es Ihnen verra­ten: Ich war ausge­wan­dert und betrieb eine kleine Alpaka­farm in der perua­ni­schen Selva. Meine Träume haben sich zerschla­gen (Frau weg, Alpakas weg, Privat­in­sol­venz) und so bin ich zurück in Deutsch­land und muß jeden Cent dreimal umdre­hen. Da mir der Herr Amtsvor­ste­her für jeden Beitrag 20 Cent zahlt, habe ich mich entschlos­sen, gelegent­lich etwas für diese kapri­ziöse Kolum­nen­kanz­lei namens Börde­be­hörde zu schrei­ben.

Gestern nun hab ich alle Super­märkte des Landkrei­ses abgeklap­pert um nach lusti­gen Fundstü­cken Ausschau zu halten. Dabei bin ich auf die schöne Wortschöp­fung Weihnachts­bra­ten­preiss­kat gesto­ßen, die unbedingt in die Liste der Bedroh­ten Worte aufge­nom­men werden sollte. Ganz fabel­haft! Fabulös fabel­haft! Ein Kleinod! Wenn man der veran­stal­ten­den Gaststätte Richter weiter folgt, landet man irgend­wann beim PDF‐Download der Speise­karte. Das ist der Grund, warum ich mittler­weile weiß, dass die Wirts­leute Richter „Doppelte Kraft­brühe wie sie Oma Hanna kochte, mit Eigelb“ oder auch „Bregen­wurst auf Grünkohl“ für den hungri­gen Wanders­mann bereit­hal­ten.

Guten Appetit und bis bald mal wieder! Vielleicht sehen wir uns beim Weihnachts­bra­ten­preiss­kat, meine lieben Zebra­fin­ken?!

Ihr


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