Kein schöner Song für einen Sonntagmorgen

Sonntag­mor­gen. Wie Nebel legt sich eine gleich­mü­tige Stille über das Dorf. Von Ferne nur dringt das Poltern der Pferde­fuhr­werke an das Ohr des Landgra­fen. Zwei ausge­mer­gelte Bäuerin­nen ziehen einen alten wider­wil­li­gen Ziegen­bock an einem Strick durch die Gassen. Große Teile des Dorfes hinge­gen schla­fen noch und werden jetzt vielleicht unsaft vom blöken­den Bock aus dem Bette geris­sen. Nach der obliga­to­ri­schen Tasse Zichorien-Kaffee und ein paar Happen gut abgela­ger­ter Brotkan­ten von vor zwei Wochen, beginnt ein jeder mit seinem Tagwerk. Der Bauer pflügt, der Zimmer­mann zimmert, der Brief­trägt brief­trägt und der Schuh­ma­cher fährt Formel 1.

Ich hinge­gen drehe mich nochmal um und träume von ein bißchen Aroma, ein bißchen Paloma, ein bißchen Chichi und werde dabei langsam aber sicher blöd wie nie. Ach, Leben! Du verrück­ter alter Esel!



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