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Ostern

Die Börde­be­hörde wünscht allen Leserin­nen und Lesern, die trotz der alles aufsau­gen­den Facebook-Krake hier immer noch mitle­sen, ein geruh­sa­mes Oster­fest. Passt auf euch auf, die Zeiten sind hart und ehe man sich versieht, landet man als Oster­hase in der Fußgän­ger­zone oder als Kanonen­fut­ter in der Blöd-Zeitung. Im schlimms­ten Falle jedoch passiert beides…

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Über Ostern weilten meine kleine Pätschwörg-Familie und ich im Holstei­ni­schen. Wir erleb­ten die Holstei­ne­rin und den Holstei­ner als putzi­ges, gastfreund­li­ches Volk, welches nie um eine Ausrede verle­gen ist. Wir badeten in der Ostsee-Therme zu Schar­beutz, erleb­ten Wald und Düne und minigolf­ten mehrere Runden auf einer Bahn, die ihre besten Jahre bereits lange hinter sich hat. Außer­dem besuch­ten wir eine der ersten Sozial­ein­rich­tun­gen Deutsch­lands, schip­per­ten einmal durch Lübecks Kanäle und taten vieler­lei Dinge mehr.
Die holstei­ni­sche Ostsee­küste samt der City of Lübeck ist eine Gegend, die ich auf das Wärmste empfeh­len kann und möchte. Nachfol­gend einige Impres­sio­nen.



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Der dicke Hase Eddi bringt die Eier. An Weihnachten wird er in Mett gebadet, bevor er mit seinem Ziegenbock durch die Straßen zieht um die frohe Osterkunde zu verbreiten.

Der dicke Hase Eddi bringt die Eier. An Weihnach­ten wird er in Mett gebadet, bevor er mit seinem Ziegen­bock durch die Straßen zieht um die frohe Oster­kunde zu verbrei­ten.

 

Oh! Oh! Oh, schon wieder Ostern! Kinder, wie die Zeit vergeht! Was Du heute kannst besor­gen, das verschiebe nicht auf morgen. Also wieder Ostern. Alle Jahre wieder – das Oster­fest.

Meine Nachbarn sitzen auf ihrem Hof. Sie haben auch einen Garten, aber den nutzen sie kaum. Sie sind mehr die Hofty­pen, keine Gärtner. Ihr Hof ist alt und voller Beton. Das bringt die Zeit so mit sich. Wenn man’s gerade gemacht hat, sieht es aus wie neu; aber wenn’s schon ein paar Jahre her ist mit dem Machen – dann sieht’s alt aus. Meine Nachbarn haben also einen alten Hof. Und auf dem sitzen sie. Sie haben einen Sonnen­schutz­schirm aufge­spannt, damit ihnen die UV-Strahlung nicht das Resthirn wegbrut­zelt. Sicher ist sicher. Es kommt auf jede Synapse an. Synap­sen sind ja keine Strom­kreise. Wenn da mal einer ausfällt, könnte man immer noch überbrü­cken. Zumin­dest, wenn man sich mit dem Elektro­fach­werk auskennt. Synap­sen aber lassen sich nicht so einfach überbrü­cken. Es verhält sich mit ihnen wie mit dem donners­täg­li­chen 3-Sack-Mett-für-1,99 €-Angebot in dem von mir favori­sier­ten Super­markt: Wenn weg, dann weg. Mett jedoch ist reich­lich da bei meinen Nachbarn – wahrschein­lich waren sie schnell genug. So sitzen sie also auf ihrem Hof und tanzen den Mettrei­gen. Sie schie­ben sich tote Schweine in ihre Münder und reiben danach mit fetti­gen Fingern über ihre Schmer­bäu­che. Wenn sie satt sind, gibt es eine Kleinig­keit zum Nachtisch. Zum Beispiel ein gebra­te­nes Ferkel oder einen Wurst­auf­lauf.

Ich sehe meine Nachbarn kaum. Das kommt, weil die Mauer so hoch ist. Deshalb finden große Teile ihres tägli­chen Mahls wohl nur in meiner Fanta­sie statt. Ich sehe auch nicht, was sie trinken, nehme aber an, daß es sich um Bier handelt. Manche haben immer Bier im Haus. Ich nicht. Ich trinke Cola. Ist auch nicht gesün­der, hat auch nur vier Buchsta­ben. Getränke mit vier Buchsta­ben sind irgend­wie toll, alles was länger ist, trinke ich nicht gerne. Drei Buchsta­ben sind auch in Ordnung. Tee zum Beispiel ist ein fantas­ti­sches Getränk. Es gibt ihn in fielen ferschie­de­nen Geschmacks­rich­tun­gen und er kostet nicht viel. Meist unter 2 € pro Zentner, aber nur wenn man direkt beim Impor­teur kauft. Oder gleich im Ausland, wenn man z. B. mal Urlaub in einem Teean­bau­ge­biet macht. Indien oder so. Holland. Belgien. Die Antilo­pen. Es gibt so viele tolle Gegen­den, aber ich war noch nicht überall. Ich hab meistens keine Zeit, keine Lust oder kein Geld. Man hängt halt fest in seinen Zwängen. Die ketten einen ans Bett, wo man dann rumliegt und nachdenkt. Über Dinge. Oder über Nachbarn. Die Mauer ist wie erwähnt sehr hoch, wobei ich finde, daß manche Mauern nicht hoch genug sein können. Nicht sehen ist meist schon sehr gut, nicht hören ist aber noch viel besser. Das einzige, was ich von meinen Nachbarn höre, ist das Klappern des Eßbestecks auf ihren Tellern, unter­bro­chen von einem zünfti­gen „Aus!!!“ in Richtung ihrer vier Hunde. Die armen Tiere. Tote Schweine auf dem Teller und gestörte Hunde auf dem Hof. Die Nachbarn haben es nicht leicht. Das Schick­sal spielt ihnen übel mit. Daran kann ich aber auch nichts ändern. Sonst wäre ich Bundes­kanz­ler gewor­den oder Kampf­jet­pi­lot – da hat man Einfluß und kann Dinge bewir­ken. Ich wirke statt­des­sen lieber im Stillen und harre der Dinge. Harr, harr.

Vielleicht bin ich zu kompli­ziert. Manch­mal frage ich mich, ob ich mich simpli­fi­zie­ren lassen sollte. Das geht ganz schnell – nur eine Spritze beim Arzt und man ist wieder normal. So normal wie Kloßbrühe. Das war ja klar! Haha. Ein Zwischen­witz. Ein Treppen­witz auf dem Weg in den Keller. Ein Schen­kel­klop­fer. Ein Gag aus dem Sonder­an­ge­bots­re­gal von ALDI. Es gibt Witze, die sind Spitze. Lang leben unsere Discoun­ter! Sie machen die Preise klein und die Auswahl groß und wenn’s mit den Mettprei­sen weiter so in den Keller geht, kann man Mett bald auch zum Fenster­ab­dich­ten oder als Matratze verwen­den. Ich lieg auf meiner Mettma­tratze und schneide frech‘ ‚ne neue Fratze. Die alte Fratze war schon aus, da dacht‘ ich mir ‚ne neue aus.

Ich möchte mal schön den Ball flach­hal­ten. Nachbarn sind ja auch nur Menschen und ich bin auch kein Vegeta­rier. Wozu also die ganze Aufre­gung? Aufre­gung ist nicht gut für den Blutkreis­lauf. Das Blut schnellt in aufre­gen­den Zeiten in Rekord­ge­schwin­dig­keit in den Kopf und bleibt dort eine Weile. Man läuft rot an und die Gedan­ken rasen durch die Omme. Das ist alles nicht gut, deshalb schalte ich jetzt ab. Aus die Maus. Jetzt feiern wir erstmal alle Ostern und danach sehen wir wieder klarer. Und die Welt mit anderen Augen. Zum Beispiel mit Deinen.

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Frohe Ostern every­body. Und nicht verges­sen: Von O bis O. Von Oktober bis Ostern. Höchste Zeit für den Reifen­wech­sel! Gut Wechsel und bis bald!

Jib Jummi, Justav!

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(Klick!)

Frohe Ostern every­body! Amazing Grace! Leise raschelt das Oster­gras! Süßer die Bleche nie schep­pern! Oh‘ Oster­has‘, oh‘ Oster­has‘, so lang sind deine Löffel! Alle Jahre wieder, kommt der Oster­hasi! Ihr Häschen kommet! Laßt uns roh und bunter sein! Schnee­häs­chen, Weißnäschen! Vom Acker weit, da komm ich her. Ich bring euch gute, neue Mär. Der guten Mär bring ich soviel, wovon ich sing’n und sagen will… Genug gehop­pelt, Häschen. Feier­abend. Bis demnächst in diesem Theater!

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by Torsten on 1. April 2010 · 11 comments

in Kraut und Rüben

Dem nächs­ten Kolle­gen, der sich heute mit dem Satz „Wer Ostern an den Eiern spielt, hat Weihnach­ten die Besche­rung!“ von mir verab­schie­det, schlage ich mit einem Spaten den Schädel ein.

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