Kategorien
Kraut und Rüben

Ich bin ein Ex-DDR-Schlagersänger

Oh Mann. Da fragt man sich desöf­te­ren, warum wir ostzo­na­len Mitbür­ger im Rest des Landes für bekloppt gehal­ten werden. Bis dann wieder einer den Beweis antritt, daß wir es tatsäch­lich sind. Also natür­lich nicht alle, aber doch ein Großteil. Offen­sicht­lich vor allem ein Großteil derer, die von Berufs­we­gen dem Schla­ger oder der Volks­mu­sik zugetan sind. Okay, die gibt’s im Westen auch, und deren Texte sind genauso bekloppt. Nur weniger einsich­tig; wer kann das eigene Versa­gen und die Enttäu­schung so schön in Reime gießen wie Jörg Hinde­mith das hier tut?

Einsicht ist der erste Weg zur Besse­rung. Reeller kann Realsa­tire doch gar nicht sein, oder?! Ganz großes Kino, so dicht neben ALDI. Aua aua aua, mir tut alles weh.

*Dank an Jule für den freund­li­chen Hinweis. Ex-DDR-Schlagersänger Jörg Hinde­mith lebt in einem Nachbar­dorf ihrer Eltern im Thürin­ger Wald.

Teile diesen Beitrag:

7 Antworten auf „Ich bin ein Ex-DDR-Schlagersänger“

Vielleicht hätte ich doch um die Weihnachts­zeit mal in Ingers­le­ben klingeln sollen mit einem Stollen und Glühwein im Körbchen um dem Jörg die schwere Zeit nach dem Ruhm etwas zu verschönern..der arme Mann..und wer Ingers­le­ben kennt weiß wovon ich rede.

Ei, der Herr Henschel hat ’nen Grava­tar! Fantas­tisch, endlich mal einer mit Grava­tar! Da kommt das neue Feature doch gleich viel besser zur Geltung. 😉

Zum Thema: Hm, 0:16 sind keine wirklich respek­ta­ble Leistung, aber immer­hin hast Du wenigs­tens den vollstän­di­gen Refrain erfas­sen dürfen. Im Grunde genom­men ist mit den ersten drei Zeilen eigent­lich auch alles gesagt, spätes­tens bei „täglich wird mein Gesicht immer länger“ ist der Tenor des Songs bereits ausge­spro­chen. Soll er doch froh sein, daß er „10 Jahre Melchen­dor­fer Markt“ feiern darf, anstatt bei Raab, Schmidt oder Gottschalk auf dem Sofa sitzen zu müssen. Lokal­ko­lo­rit hat doch auch was, Melchen­dor­fer Bratwurscht­bude is the new Punk oder so …

„Synapsen-Streckbank“ gefällt mir übrigens ausge­zeich­net. Dein Einver­ständ­nis voraus­ge­setzt, werde ich das im nächs­ten trashi­gen kultu­rell wertvol­len Beitrag unter­brin­gen. Und dann schaffst Du auch eine ganze Minute, verspro­chen?! 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.