Wenn Mutti früh zur Arbeit geht…

… dann bleibe ich zu Haus. Ich binde eine Schürze um und feg die Stube aus. Das Essen kochen kann ich nicht, dazu bin ich zu klein. Doch Staub hab ich schon oft gewischt, wie wird sich Mutti freu’n! Ich habe auch ein Puppen­kind, das ist so lieb und fein. Für dieses kann ich ganz allein die richt’ge Mutti sein.

Da ich wie oben erwähnt leider nicht kochen kann (ich bin nur 1,30 m groß und komme somit nicht an unseren Braun­koh­le­herd!), hilft mir meine große Schwes­ter, die Grete. Zusam­men kochen wir dann und wenn Mutti von ihrer Tätig­keit als Eisen­bie­ge­rin aus dem Stahl­werk kommt, gibt es lecker Sülze:

(viavia, via)

Hmjamm­jamm­jamm, was für ein Festschmaus. Abwaschen muß Mutti aber alleine, laut Kinder­schutz­bund dürfen Grete und ich höchs­tens 30 Minuten am Tag arbei­ten.

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3 Kommentare

  1. …hm, die Frau hat da irgend­so­was subtil drohen­des in ihrem Blick-
    hätte auch gut als Anhang an den Horror­film gepasst-
    da fragt man sich schon, was da alles so in der Sülze drin ist.…;-)

    …grmpf- bei mir gibts heute Eichhörn­chen­sülze !

  2. Oh das Muttilied..wie lang habe ich es nicht mehr gesungen..im Kinder­gar­ten war das der Dauer­hit. Vielen Dank fürs Wieder­erwe­cken!

  3. Haaachhh… da kommen tief verschüt­tete, aber noch immer (& immer wieder) heiß geliebte Gedanken- & Erinne­rungs­fet­zen hoch… & setzen sich zu einem ganzen Puzzle in Form einer ausge­lei­er­ten grauen Magnet­band­kas­sette, zusam­men… Diese muss noch irgendwo ganz hinten in meinem Schrank vor sich hinschlum­mern… bestückt mit meinem, mit aufge­kratzt wacke­li­gem Stimm­chen vorge­tra­ge­nen, Debüt als 3- jährige „Wenn Mutti früh zur Arbeit geht“- Sänge­rin… geträl­lert extra für den Westbe­such, der mich dafür mit ner ‚Kinder­über­ra­schung‘  (DIE zog schließ­lich immer!) belohnte… haaachhh ja… aber das sagte ich ja schon…

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