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Essen

Eine Dose Hühner­krem­suppe der Firma Keunecke. Nur mal so und weil mir die Typo nebst stilech­tem Krem mit K so gut gefällt. Sieht aus wie Nachkriegs­eintopf.

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Soljanka – der Kaviar des einfa­chen Mannes. Für eine zünftige Soljanka braucht man Wursten­den, Letscho, Gewürz­gur­ken, Tomaten­mark und eine Handvoll Geheim­zu­ta­ten. Ich hatte gestern das große Glück, bei der Herstel­lung einer Soljanka anwesend sein zu dürfen. Sie schmeckte famos, sah hervor­ra­gend aus und lag angenehm im Magen. Wer sich für die Geschichte der Soljanka inter­es­siert, dem sei dieses Video empfoh­len. Außer­dem bleibt für unsere westdeut­schen Freunde zu vermer­ken, dass es sich bei der Soljanka nicht um einen Volks­tanz handelt; sondern um die beste Suppe der Welt. Vielleicht abgese­hen von der Käsesuppe, die kann der Soljanka gerade so das Suppen­was­ser reichen. Eine funfac­tige Fakenews zum Ende: Die Soljanka wurde nach dem DDR‐Dissidenten Walter Janka benannt, dessen Vater stets beim Anblick seines Sohnes, gebeugt über einen Teller voll Soljanka, rief: „SOLL JANKA WIRKLICH DIESE SUPPE ESSEN???“. Haha.

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Neuig­kei­ten vom „eat&STYLE – Food Festi­val“ 2018 – der Messe für alle Jünger der Haute Cuisine. Die langkei­mige Super­kar­tof­fel „Knolli“ war der unbestrit­tene Star der Ausstel­lung. Sie überzeugte das Fachpu­bli­kum durch einen runden Geschmack, ihr hervor­ra­gen­des Pfannen­rutsch­ver­hal­ten und einwand­freien UKW‐Empfang mittels integrier­ter Keiman­tenne. Eine lobende Erwäh­nung der Jury erhielt das Misch­brot „KING OF THE EMPIRE“, das zur Ausstel­lung gleich in mehre­ren Portio­nen antrat und sich später sogar einfrie­ren ließ. Verrückte Welt!

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100% Bio

von Torsten am 2. Dezember 2016 · 0 Kommentare

in Fundsachen, Kraut und Rüben

bb_schlachteschwein

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Aus unserer Reihe ‚Andere Länder – andere Suppen‘ – Hobby­koch S. Smorebrod empfiehlt:

Rhinozeros mit Rosenkohl

Zutaten für 400 bis 500 Portio­nen:
1 zartes Rhino­ze­ros am Stück
5 Schub­kar­ren Rosen­kohl
1 Swimming­pool
896 kg Liebstöckl (Vorder­in­dien)
1 Düsen­trieb­werk
1 Lorbeer­blatt
2 Sack Salz

Erschie­ßen Sie das Tier mit einer handels­üb­li­chen Schrot­flinte. Als nächs­tes heizen Sie das Düsen­trieb­werk auf ca. 860° C. Leihen Sie sich einen Kran und werfen Sie das Rhino­ze­ros in den mittels Düsen­trieb­werk erhitz­ten Swimming­pool. Aber vorsich­tig, das Wasser könnte leicht überschwap­pen, Verbren­nungs­ge­fahr! Lassen Sie das Rhino­ze­ros ca. 2 Tage vor sich hin köcheln. Jetzt rühren Sie den Liebstöckl vorsich­tig mit einem Schnee­schie­ber unter. Anschlie­ßend schüt­ten Sie Schub­karre für Schub­karre den Rosen­kohl nach. Zum Abschluß werfen Sie das Lorbeer­blatt auf das Rhino­ze­ros und lassen das Salz vorsich­tig Sack für Sack in die Flüssig­keit rieseln. Garnie­ren Sie die fertige Mahlzeit mit etwas Myrrhe, Minze oder Salbei. Der Kenner reicht zum Rhino­ze­ros einen Leber­wurst­auf­lauf mit Einlage und einen doppel­ten Schnaps.

Guten Appetit!


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Der Gastro­nom Rolf Anschütz betrieb in Suhl den „Waffen­schmied“, das einzige japani­sche Restau­rant der DDR. Die Wände waren mit Stoff­bah­nen dekoriert, die Stühle auf Japan‐Maß zurecht­ge­sägt. Die Kimonos stamm­ten aus dem Theater­fun­dus. Statt Klößen und Gulasch wurden Glasnu­deln und selte­ner Fisch serviert. Die Exotik und Einzig­ar­tig­keit machten den „Waffen­schmied“ zu einer begehr­ten kulina­ri­schen Adresse in der DDR. Nach monate‐ bis jahre­lan­ger Voranmel­dung (und wahrschein­lich auch entspre­chen­der „Kontakte“) konnte man nach einer Körper­wä­sche nackt in ein gemein­sa­mes Sitzbad tauch­ten und bei 39 Grad Wasser­tem­pe­ra­tur einen Sake zu sich nehmen, um im Anschluss daran – nun mit Kimono beklei­det – zum exoti­schen Sushi zu schrei­ten.

Die Idee zum Japan‐Restaurant entstand in einer Bierlaune. Anschütz grub aus einem Buch ein japani­sches Rezept aus und kredenzt Mitte der 1960er Jahre sein erstes japani­sches Gastmahl. Musste er anfäng­lich auf heimi­sche Zutaten zurück­grei­fen, durfte er später sogar seine Lebens­mit­tel aus dem Westen bezie­hen. Die DDR‐Führung duldete den „Waffen­schmied“ als devisen­brin­gen­des Aushän­ge­schild. 1979 wurde dem Wirt sogar eine Reise nach Japan bewil­ligt.

Rolf Anschütz’s Geschichte wird augen­blick unter dem Titel Sushi in Suhl verfilmt und soll im nächs­ten Jahr in die Kinos kommen.

Weiter­füh­rende Infos und einige inter­es­sante Bilder gibt es auf der Seite von Lothar Anschütz, dem Bruder des inzwi­schen verstor­be­nen Wirtes Rolf. Auch empfeh­lens­wert ist dieser Artikel von hallo thürin­gen.

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