Fahrrad

Olympische Totengräber

Ein weit­eres Video aus meinem reich­halti­gen Fun­dus an obskuren, über­wiegend osteu­ropäis­chen Perlen der Filmkun­st. Die Rock­for­ma­tion Olympic gibt sich die Ehre, der Titel heißt Pohřeb svý vlast­ní duše, was soviel bedeutet wie “Beerdi­gung mein­er Seele”. Neben dem erstaunlich düsteren Text, in dem es sin­ngemäß vielle­icht um eine ent­täuschte Lieb­schaft, Löch­er in der Seele und die anschließende Beerdi­gung der­sel­ben geht, überzeugt das Filmkunst­werk auch durch ein visuell beein­druck­endes Konzept, welch­es nicht nur die Herzen von Rad­fahren weinen läßt. Wobei mir selb­st aber eher zum Lachen zumute ist…

Mein Drahtesel und ich — eine Liaison voll lautloser Leidenschaft

Mein Draht­e­sel und ich — eine Liai­son voll laut­los­er Lei­den­schaft. Wenn ich mit meinem mordsmod­er­nen mul­ti­funk­tionalen Velo durch Wald, Feld, Wiese und Flur streife, spüre ich den Fahrtwind an meinem mit­tler­weile aschgrauen Haupthaar ent­lang streifen. Bräsig brummt der alte Gevat­ter das Hohe­lied der Fort­be­we­gung: Tritt nur fest in die Ped­ale, junger Fre­und! Der Weg ist das Ziel und die Schlaglöch­er sind die Stolper­fall­en auf dem Weg zum Glück! Ein­fach immer ger­adeaus! Gegen­wind ist der beste Fre­und ein­er schnit­ti­gen Figur!

Eben sind die Straßen und sandig sind die Pfade, wenn es länger nicht gereg­net hat. Durch die Wüste Gobi der rechtschaf­fend­en Radel­rekruten, immer per vehens, per se und per sön­lich. Dort, wo sich Herr Fuchs und Frau Elster gute Nacht sagen, dort soll mein Zuhause sein. Über allen Wipfeln ist Ruh, nur auf den Wald­we­gen zwis­chen Klein­kleck­ers­dorf und Xenopho­hausen hört man das Knack­en meines Tret­lagers und wie die Spe­ichen “Sag beim Abschied leise Servus” dazu sum­men. Wenn ich groß bin, werde ich so dick wie Andy Borg! Schon wieder Yeah, Yeah, Yeah und so!

Ach übri­gens: There are 9 Mil­lion Bicy­cles in Bejing, but there’s only on the road to Groppendorf.



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