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Schweden

Bengt bangt

Bengt bangte und ich war nicht da. Als ich gestern zur wöchent­li­chen Grabpflege antrat, sah mich Bengt Tribu­kait ebenso streng wie angestrengt vom Fried­hofs­aus­hang­schau­kas­ten an. „Kommt der Bengt raus spielen?“ hab ich die Mutter gefragt. Wo der Bengt denn bleibt, da hat die Mutter gesagt: „Im Leben kriegt man nichts geschenkt, Bengt ist im Keller und bangt.“



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Jag talar inte svenska

Jag talar inte svenska – ich spreche kein Schwe­disch. Bin aber trotz­dem seit langem Fan des Schaf­fens von Annika Norlin, die mit ihren Bands Hello Saferide und Säkert! seit Jahren die schwe­di­sche Indie-Pop-Szene unsicher macht. Gerade ist mit Djäggd­jur ein fantas­ti­sches neues Album von Säkert! erschie­nen. Dummer­weise verstehe ich von den Texten so gut wie nichts, was mich aber nicht von der Einschät­zung „Fantas­ti­sches Pop-Album, wie es so nur aus Skandi­na­vien kommen kann“ abhält. Die gute alte nordi­sche Harmo­nie­lehre – irgend­wie haben die Herr- und Damschaf­ten da oben im Norden den Pop mit der Mutter­milch aufge­so­gen. Wer den vermeint­li­chen simplen und eingän­gi­gen Pop von ABBA mal in seine perfekt arran­gier­ten Einzel­teile zerlegt hat, weiß wovon ich rede.

Hiermit also wieder mal eine wärmste Höremp­feh­lung für Säkert!s neues­tes Werk. Auch die alten Alben – es gibt eins in engli­scher Sprache – und alle Hello Saferide-Sachen (durch­weg englisch) sind mehr als empfehlenswert.

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Einfach mal einen Schweden anrufen

Die Schwe­den waren schon immer die cools­ten Typen Europas. Die mit der schöns­ten Landschaft, den hübsches­ten Frauen, der besten Popmu­sik und dem entspann­tes­ten Gemüt. Jetzt sind sie noch toller:

Einfach mal einen Schwe­den anrufen. Mal in Stock­holm durch­klin­geln. Ich hab’s mittler­weile dreißig­mal probiert, hatte viele nette Schwe­din­nen und Schwe­den dran; nur leider die Annika Norlin noch nicht. Ich versu­che es weiter. Seit ein paar Tagen nämlich macht das Land Werbung für sich, indem man mit einer Person, die in Schwe­den lebt, telefo­nie­ren kann. Per Zufalls­prin­zip wird man verbun­den, das Thema: völlig egal. Wetter, Politik, Feminis­mus, Meinungs­frei­heit, Fischen – was auch immer man anspre­chen möchte, kann man mit dieser Person diskutieren.

Ruft doch auch ihr mal einen Schwe­den an. Es lohnt sich: +46 771793 336.


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Die Schreie von Flogsta

Flogsta ist ein Stadt­teil vom schwe­di­schen Uppsala. Die meisten der Einwoh­ner sind Studen­ten, die an der Univer­si­tät Uppsala studie­ren. Jeden Abend um 22.00 Uhr ist der „Flogsta Schrei“ zu hören, wenn die Bewoh­ner gemein­sam aus Fenstern, von Balko­nen und Dächern schreien.

Wie die Tradi­tion begann, ist umstrit­ten. Einige Einhei­mi­sche sagen, das Schreien diente einfach zum Streß­ab­bau während der Prüfungs­zei­ten; andere sagen, es begann in Erinne­rung an einen Studen­ten, der in den 1970er Jahren Selbst­mord beging.

(via)

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Die Millennium-Trilogie – Director’s Cut

Klick!

Seit dem 11. Februar ist die Millennium-Trilogie des schwe­di­schen Autoren Stieg Larsson auf DVD und Bluray in Deutsch­land erhält­lich. Zum Inhalt der Bücher bzw. Filme hatte ich mich schon an anderer Stelle lobhu­delnd ausge­las­sen. Die Verwer­tungs­kette dürfte nun mit Kinofilm, Einzel-DVD, DVD-Box und der jetzi­gen, hoffent­lich finalen Version abgeschlos­sen sein.

Was die Neuerschei­nung dennoch so inter­es­sant macht, ist die Laufzeit. Alle drei Filme laufen jeweils ca. 175 Minuten und somit insge­samt 99 Minuten länger als die Kinofas­sung. Das liegt daran, daß der Director’s Cut nichts anderes als die ursprüng­lich vom schwe­di­schen Fernse­hen produ­zierte Version der Trilo­gie ist. Alle Unter­schiede zwischen Original-TV- und Kinofas­sung werden auf schnittberichte.com sehr gut und im Detail erläu­tert.

Da die Ameri­ka­ner offen­bar unfähig oder unwil­lens sind, sich unter­ti­telte oder synchro­ni­sierte Filme anzuse­hen, dreht David Fincher gerade unter dem Titel The Girl with the Dragon Tattoo ein Remake von Verblen­dung, dem ersten Teil der Trilo­gie. Die Rolle des Mikael Blomquist übernimmt Daniel Craig, als Lisbeth Salan­der ist Rooney Mara zu sehen. Erste Promo­fo­tos verhei­ßen nichts Gutes, eine post-feministische Ikone wie Lisbeth Salan­der hat besse­res verdient als abgeschmackte Alther­ren­fan­ta­sien.

So bleibt die Hoffnung auf ein langes und verreg­ne­tes Wochen­ende, an dem ich mir alle drei Millennium-Filme am Stück ansehen werde.

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